Nicht nur Topmanager betonen heutzutage, dass Menschen die Grundlage für den Erfolg von Unternehmen darstellen. Die Nachrichten sprechen von einem Fachkräftemangel.
Jeder größere Konzern beschäftigt sich im „War for Talents“ heute mit abstrakt
klingenden Themen wie „Talent Management“, „University Relations“ oder das Recruiting
von „High Potentials“. Damit sollen möglichst gut qualifizierte Mitarbeiter identifiziert und gewonnen
werden.
Was aber geschieht danach? Wie werden die Mitarbeiter eingesetzt, um Ihre Talente und
Qualifikationen möglichst gewinnbringend einbringen zu können? Wie können sie weiterentwickelt
und gefördert werden? Und was bewegt die Mitarbeiter schließlich dazu im Unternehmen
zu verbleiben und nicht bei der nächstmöglichen Gelegenheit zur Konkurrenz zu
wechseln?
Mit diesen Fragestellungen beschäftigt sich die Personalentwicklung, welche somit eine
zentrale Rolle in Unternehmen einnimmt. Dafür stehen ihr verschiedenste Methoden und
Maßnahmen mit unterschiedlichen Zielsetzungen zur Verfügung.
Lee Iacocca betont als zweiten Punkt, dass man ein gutes Team haben müsse. Auch hier ist
er nicht allein mit seiner Behauptung. Die Teamfähigkeit findet sich heutzutage im Anforderungsprofil
fast jeder Stellenausschreibung (Vgl. Hummel & Zander, 2011, S.107). Der ‚Wir-
Gedanke’, der im Englischen unter „Corporate Feeling“ gehandelt wird, hat sich mittlerweile
sogar schon in Unternehmensleitlinien manifestiert (Vgl. Martens, 2012, S.77). In diesem
Zusammenhang ergeben sich wiederum einige Fragen: Was zeichnet ein Team aus? Was
sind die Vorteile eines Teams? Wie bekomme ich ein gutes Team?
Die Teamforschung schreitet schnellen Schrittes voran, um diese Fragen möglichst praxisgerecht
zu klären. Im Zuge dieser Arbeiten wurde ersichtlich, dass die Teamentwicklung massiv
zur Bildung und zum Erfolg von Teams beitragen kann, wie in den folgenden Ausführungen
verdeutlicht wird. Da die Teams offensichtlich aus dem Personalstamm gebildet werden,
wird deutlich, dass Teamentwicklung in den größeren Rahmen der Personalentwicklung fällt.
Damit sind die beiden Schwerpunkte dieser Arbeit definiert: Zum einen wird der Versuch
unternommen, Teamentwicklung detailliert darzustellen, um zu klären wie sie typischerweise
aussieht, was sie kann und wo Grenzen bestehen. Zum anderen wird die Teamentwicklung
in einen umfassenderen Kontext gebracht und untersucht, inwiefern sie sich als Instrument
der Personalentwicklung eignet. [...]
Inhaltsverzeichnis
3. Abbildungsverzeichnis
4. Erfolgsfaktor Personal
5. Begriffsabgrenzung
5.1. Team vs. Gruppe
5.2. Teamentwicklung und Moderation
5.3. Personalentwicklung
6. Ziele und Methoden von Teamentwicklungen
6.1. Ziele der Teamentwicklung
6.2. Moderation im Rahmen der Teamentwicklung
6.3. Möglichkeiten und Grenzen der Teamentwicklung in der Personalentwicklung
7. Ablauf und Phasen einer Teamentwicklung (nach Tuckmann)
8. Teamrollen (nach Belbin)
9. Reflexion eigener Erfahrungen mit Teamentwicklungen
9.1. Übungsaufbau ‚Dominosteine’
9.2. Beobachtungskriterien
9.3. Teamphasen und Teamrollen
9.3.1. Beobachtungen
9.3.2. Theorie - Praxis - Vergleich
10. Teamentwicklung als wichtiges Element der Personalentwicklung
11. Literaturverzeichnis
12. Abbildungen
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Unterschied zwischen einem Team und einer Gruppe?
Die Arbeit grenzt diese Begriffe ab, wobei ein Team meist durch engere Zusammenarbeit, gemeinsame Ziele und eine höhere gegenseitige Abhängigkeit definiert ist.
Welche Teamphasen gibt es nach Tuckman?
Das Modell nach Tuckman beschreibt die Phasen Forming (Orientierung), Storming (Konflikt), Norming (Organisation) und Performing (Leistung).
Welche Teamrollen definiert Belbin?
Belbin identifiziert verschiedene Rollen wie den Macher, den Koordinator oder den Teamarbeiter, die für einen optimalen Erfolg des Teams ausgewogen besetzt sein sollten.
Wie kann Teamentwicklung als Instrument der Personalentwicklung dienen?
Sie fördert die Kooperation, verbessert die Kommunikation und hilft dabei, die Talente der Mitarbeiter gewinnbringend für das Unternehmen einzusetzen.
Welche Rolle spielt die Moderation bei der Teamentwicklung?
Die Moderation hilft dabei, Prozesse zu strukturieren, Konflikte sachlich zu lösen und sicherzustellen, dass alle Teammitglieder aktiv am Entwicklungsprozess beteiligt sind.
- Quote paper
- Jonas Bächer (Author), 2014, Teamentwicklung als Methode der Personalentwicklung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/271211