Aufgrund der derzeitigen Marktsituation wird zunehmend nach neuen Lösungen
gesucht, um Produkte und Dienstleistungen den Konsumenten näher zu bringen. Auf
der Suche nach neuen Vertriebswegen gewinnen vor allem technologische
Neuerungen an Bedeutung. Bereits mit der Versteigerung der UMTS-Lizensen
wurde deutlich, dass sich die Unternehmen mit dieser Problematik stärker
auseinandersetzen müssen, um im Wettbewerb mithalten zu können.1 Im Sinne
dieser Veränderungen nimmt das Mobile Commerce eine wichtige Rolle ein. Laut
einer Studie der FORIT GmbH im Jahr 2000 wird das Volumen des M-Commerce-
Marktes in den nächsten Jahren weiter anwachsen. 2 Obwohl schon einige
Unternehmen den Gedanken des M-Commerce umgesetzt haben, befinden wir uns
lediglich in einem Vorstadium.3
1 Vgl. Nicolai / Petersmann; 2001, S. V
2 Vgl. FORIT; 2001; S. 6 sowie Wichmann ; 2002 und unter www.monitor.co
3 Vgl. Pichler; 2002 sowie Carli; 2002
Inhaltsverzeichnis
1. EINLEITUNG
2. M-COMMERCE, GESCHÄFTSMODELLE UND AUßERÖKONOMISCHE KRITERIEN
2.1. MOBILE COMMERCE
2.2. GESCHÄFTSMODELLE DES MOBILE COMMERCE
2.2.1. CONSUMER TO CONSUMER – C2C
2.2.2. BUSINESS TO CONSUMER – B2C
2.2.3. BUSINESS TO EMPLOYEE – B2E
2.2.4. BUSINESS TO BUSINESS – B2B
2.3. ÖKONOMISCH VS. AUßERÖKONOMISCHE KRITERIEN
3. WETTBEWERBSVORTEILE DURCH MOBILE COMMERCE
KONTEXTFAKTOR WETTBEWERBSVORTEIL
3.1. VERTRAUENSWÜRDIGKEIT
3.2. SCHNELLIGKEIT
3.3. LERNFÄHIGKEIT
3.4. KOSTENVORTEILE
3.5. OMNIPRÄSENZ (GLOBAL UND MOBIL)
3.6. INNOVATIONSFÄHIGKEIT
3.7. INDIVIDUALISIERUNG
3.8. CONVENIENCE
3.9. UNIVERSALITÄT DER ENDGERÄTE
3.10. MULTIMEDIALITÄT DER ENDGERÄTE
4. PROBLEME BEI DER UMSETZUNG
4.1. MESSPROBLEMATIK
4.2. TECHNISCHE PROBLEME
4.3. AKZEPTANZPROBLEM
4.4. JURISTISCHE PROBLEME
5. KRITISCHE SCHLUSSBETRACHTUNG
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Arbeit untersucht das Potenzial des Mobile Commerce als Instrument zur Generierung von Wettbewerbsvorteilen. Im Fokus steht dabei die Analyse außerökonomischer Erfolgsgrößen und deren Einfluss auf die langfristige Kundenbindung durch technologische Differenzierung.
- Grundlagen des Mobile Commerce und Geschäftsmodell-Typologien
- Analyse psychologischer Erfolgsfaktoren (vorökonomische Ziele)
- Untersuchung spezifischer Wettbewerbsvorteile durch mobile Endgeräte
- Identifikation technischer, juristischer und messtechnischer Umsetzungsbarrieren
Auszug aus dem Buch
3.7. Individualisierung
Bei dem Wettbewerbsvorteil der Individualisierung werden die Vorteile des Einsatzes von mobilen Endgeräten besonders deutlich. Zu unterscheiden ist hier zwischen der Teilnehmer- und der Standortidentifikation. Durch die Möglichkeit der Teilnehmeridentifikation wird es für den Anbieter unproblematisch, individuelle Leistungsangebote an Konsumenten zu versenden – sog. Push-Werbung. Mit Hilfe von Datenbanken, die z.B. durch die Einführung des Online-Marketings bereits bestehen, können Persönlichkeitsprofile erstellt werden. Anhand dieser können gezielte Marketing-Maßnahmen unterschieden in Zielgruppen durchgeführt bzw. Auffälligkeiten im Kaufverhalten zur Angebotserstellung genutzt werden. Das M-Commerce erfüllt somit die Voraussetzung der Bedienung individueller Informations- und Kommunikationsbedürfnisse.
Durch die Möglichkeit der Standortidentifikation kann ein Konsument lokalisiert und dementsprechend informiert werden. Befindet er sich z.B. gerade in der Innenstadt, so kann er durch Informationen über Angebote in den umliegenden Geschäften zum Kauf animiert werden. Werbung kann gezielter eingesetzt werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1. EINLEITUNG: Die Einleitung beleuchtet die Marktsituation und die wachsende Bedeutung technologischer Innovationen im Kontext des Mobile Commerce.
2. M-COMMERCE, GESCHÄFTSMODELLE UND AUßERÖKONOMISCHE KRITERIEN: Dieses Kapitel definiert die grundlegenden Begriffe des Mobile Commerce und grenzt verschiedene Geschäftsmodelltypen wie B2C oder B2B voneinander ab.
3. WETTBEWERBSVORTEILE DURCH MOBILE COMMERCE: Hier werden zentrale Faktoren wie Schnelligkeit, Convenience und Individualisierung analysiert, die Unternehmen zur Differenzierung gegenüber Wettbewerbern nutzen können.
4. PROBLEME BEI DER UMSETZUNG: Das Kapitel diskutiert praktische Herausforderungen, darunter Messschwierigkeiten von Erfolgen, technische Limitierungen und rechtliche Rahmenbedingungen.
5. KRITISCHE SCHLUSSBETRACHTUNG: Die Schlussbetrachtung relativiert die Erfolgsaussichten und betont, dass nur strategisch fundierte Ansätze echte Wettbewerbsvorteile bieten.
Schlüsselwörter
Mobile Commerce, Wettbewerbsvorteile, Geschäftsmodelle, Kundenbindung, Individualisierung, Convenience, Online-Marketing, Leistungsüberlegenheit, Front-Office, IT-Technologien, Kundenbeziehung, Differenzierungspotenzial.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert, inwiefern Unternehmen durch Mobile Commerce strategische Wettbewerbsvorteile gegenüber der Konkurrenz erzielen können.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Arbeit behandelt Geschäftsmodelle des M-Commerce, die Messung von außerökonomischen Erfolgsfaktoren sowie die technologischen und juristischen Herausforderungen bei der Umsetzung.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie mobile Endgeräte genutzt werden können, um Kunden durch eine Leistungsüberlegenheit psychologisch enger an das Unternehmen zu binden.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und einer deskriptiven Untersuchung von Wirkungszusammenhängen zwischen technologischen Möglichkeiten und betriebswirtschaftlichen Wettbewerbsvorteilen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition von Geschäftsmodellen, eine detaillierte Auflistung von Wettbewerbsvorteilen (wie Schnelligkeit, Individualisierung) und eine kritische Auseinandersetzung mit den Barrieren der Implementierung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Mobile Commerce, Wettbewerbsvorteile, Individualisierung, Kundenbindung und Convenience.
Warum ist die Unterscheidung zwischen Teilnehmer- und Standortidentifikation wichtig?
Diese Differenzierung ist zentral für die Individualisierung von Marketingmaßnahmen; während die Teilnehmeridentifikation das Versenden personalisierter Angebote ermöglicht, erlaubt die Standortbestimmung kontextbezogene Werbung.
Welche Rolle spielen "außerökonomische Größen" in der Analyse?
Sie dienen dazu, den Erfolg nicht nur über Umsatz oder Gewinn zu messen, sondern anhand psychologischer Aspekte wie Image, Markenbekanntheit und Kundenwissen.
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- Anonym (Author), 2003, Wettbewerbsvorteile durch das Mobile Commerce, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/27115