Aufgrund der immer weitergehenden Globalisierung des Warenverkehrs und der Finanzmärkte werden internationale Standards für die Erstellung von Jahresabschlüssen eines Unternehmens zum einen für die Anfertigenden, zum anderen aber auch für die Adressaten immer wichtiger.
Diese Ausarbeitung befasst sich mit der Bilanzierung von Fertigungsaufträgen, einem besonderen Anwendungsgebiet der IFRS. Zuerst wird eine historische und politische Einordnung der Entwicklung internationaler Rechnungslegungsstandards vorgenommen. Im weiteren Verlauf werden dann die Bilanzierungsregeln für Fertigungsaufträge nach dem deutschen Handelsgesetzbuch (HGB) und nach IFRS aufgezeigt, während letztere mit den US-Amerikanischen Rechnungslegungsvorschriften US-GAAP verglichen und Unterschiede abgegrenzt werden. Abschließend werden anhand eines Beispiels die Bilanzierungsregeln von HGB und IFRS angewendet, verglichen und letztendlich kritisch gewürdigt.
Inhaltsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis
Tabellenverzeichnis
Abkürzungsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Historische und politische Einordnung
1.2 Definition von Fertigungsaufträgen
1.3 Problemstellung: Bewertung mehrperiodischer Fertigungsaufträge
2 Umsatzrealisierung von Fertigungsaufträgen
2.1 Nach HGB
2.1.1 Completed-Contract-Methode (CCM)
2.1.1.1 Rechtliche Einordnung
2.1.1.2 Selbstkostenansatz
2.1.1.3 Verlustantizipation
2.1.1.4 Exkurs: Möglichkeit der Teilgewinnrealisierung nach HGB
2.1.1.5 Zusammenfassung
2.2 Nach IFRS
2.2.1 Percentage-of-Completion-Methode (PoCM)
2.2.1.1 Definition
2.2.1.2 Anwendungsvoraussetzungen
2.2.1.3 Bestimmung der zu berücksichtigenden Auftragserlöse
2.2.1.3.1 Exkurs: fair value und Wahrscheinlichkeitsbegriff
2.2.1.4 Bestimmung der geplanten und angefallenen Auftragskosten
2.2.1.5 Ermittlung des Fertigstellungsgrades
2.2.1.5.1 Inputorientierte Verfahren
2.2.1.5.2 Outputorientierte Verfahren
2.2.1.6 Teilgewinnrealisierung und Verlustantizipation bei cost-to-cost Methode
2.2.1.7 Segmentierung und Zusammenfassung von Verträgen
2.2.1.8 Exkurs: Beispielrechnung und Darstellung in der Bilanz
2.2.2 Zero-Profit-Margin -Methode
2.3 Ausblick und zukünftige Entwicklungen
2.4 Abgrenzung der IFRS zu den US-GAAP
2.4.1 Gemeinsamkeiten zwischen IFRS und US-GAAP
2.4.1.1 Bilanzierung nach der PoCM
2.4.2 Unterschiede zwischen IFRS und US-GAAP
2.4.2.1 Erlaubte Anwendung der CCM
2.4.2.2 Bilanzierung von Joint Ventures / Shared Contracts
2.4.2.3 Bilanzierung von Vertragsänderungen
2.4.2.4 Bilanzierung von Vertragsoptionen
2.4.2.5 Bilanzierung von Claims
2.4.3 Vergleich und kritische Würdigung
2.5 Vergleich von HGB und IFRS
2.5.1 Definition von Fertigungsaufträgen
2.5.2 Berücksichtigung erwarteter Verluste
2.5.3 Gewinnrealisierung
3 Umsatzrealisierung eines Beispielauftrages
3.1 Ertragsrealisierung nach IFRS
3.2 Nach HGB
4 Kritische Würdigung und Fazit
Literaturverzeichnis
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Unterschied zwischen CCM und PoCM?
Die Completed-Contract-Methode (CCM) realisiert Gewinne erst nach Fertigstellung, während die Percentage-of-Completion-Methode (PoCM) Gewinne anteilig nach Fertigstellungsgrad ausweist.
Wann wird die Percentage-of-Completion-Methode nach IFRS angewendet?
Sie wird angewendet, wenn das Ergebnis eines Fertigungsauftrags verlässlich geschätzt werden kann und bestimmte Voraussetzungen zum Fertigstellungsgrad erfüllt sind.
Wie wird der Fertigstellungsgrad bei Langzeitaufträgen ermittelt?
Es gibt inputorientierte Verfahren (z.B. Cost-to-Cost) und outputorientierte Verfahren (z.B. Meilensteine), um den Fortschritt zu messen.
Was ist die Zero-Profit-Margin-Methode?
Wenn das Ergebnis eines Auftrags nicht verlässlich geschätzt werden kann, werden Erlöse nur in Höhe der angefallenen Kosten erfasst, sodass kein Gewinn entsteht.
Wie unterscheidet sich das HGB von den IFRS bei Fertigungsaufträgen?
Das HGB folgt primär dem Realisationsprinzip (Gewinn erst bei Abnahme), während IFRS durch die PoCM eine zeitnähere Information der Investoren anstrebt.
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- Marc-Hendrik Kipp (Author), 2013, Die Umsatzrealisierung langfristiger Fertigungsaufträge, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/270976