Die Henriettenstiftung, Hannover - ein evangelisches Unternehmen mit Krankenhaus, Seniorenzentren und Ausbildungsstätten, wurde 1995 seitens des Guy’s and St. Thomas‘ Hospital Trustes, London (GST) angesprochen, Soldaten der britischen Streitkräfte in Deutschland und deren Angehörige zu behandeln und zu betreuen. Hintergrund dieses Angebots war die Absicht des Britischen Verteidigungsministeriums (Ministry of Defence (MoD)) die fünf britischen Militärkrankenhäuser kurzfristig zu schließen und die Aufgaben an Partner des britischen Verteidigungsministeriums zu geben. Unter Federführung des GST wurden nun fünf Krankenhäuser in Deutschland gesucht, die bereit waren, britische Soldaten und ihre Familien bei Bedarf zu behandeln und zu operieren. Die Aufgaben hatten einen hohen logistischen und sozialen Anspruch.
Im Rahmen der Umsetzung eines „Sozialen Vertragsmanagements“. waren Fragen des Miteinanders mit den britischen Vertretern vor Ort zu klären und die notwendigen organisatorischen Maßnahmen vorzubereiten. Eine wesentliche Rolle spielte hierbei die Überlassung britischer Hebammen für die deutschen Krankenhäuser. Die rechtlichen Herausforderungen sollen in dem vorliegenden Buch dargelegt werden.
Inhaltsverzeichnis
Vorwort
Inhaltsverzeichnis
Abkürzungsverzeichnis
1. Einleitung
2. Die Beschäftigung britischer Hebammen in einem deutschen Krankenhaus
2.1. Die Erlaubnis zum Führen der Bezeichnung „Hebamme“
2.2. Organisatorische Fragestellungen in der Frauenklinik der Henriettenstiftung
2.2.1. Die Einstellung des Pflegedienstes
2.2.2. Haftungsrechtliche Erwägungen seitens der Verwaltungsdirektion
2.2.3. Gemeinsam entwickelte Vorstellungen hinsichtlich der Ablauforganisation
2.3. Das Arbeitnehmerüberlassungsgesetz (AÜG) - Die Zusammenarbeit mit den Landesarbeitsämtern
3. Schlußbetrachtungen
4. Literaturverzeichnis
5. Quellenangaben
5.1 Gesetzestexte
5.2. Schriftstücke
Informationen zum Autor
Häufig gestellte Fragen
Warum suchte das Britische Verteidigungsministerium Partnerkrankenhäuser in Deutschland?
Das Ministerium beabsichtigte, fünf britische Militärkrankenhäuser kurzfristig zu schließen und die medizinische Versorgung der Soldaten und ihrer Angehörigen an Partner in Deutschland zu übertragen.
Welche Rolle spielte die Henriettenstiftung in Hannover bei diesem Projekt?
Die Henriettenstiftung wurde 1995 als Partner ausgewählt, um britische Soldaten und deren Familien zu behandeln, zu operieren und zu betreuen.
Was versteht man unter „Sozialem Vertragsmanagement“ in diesem Kontext?
Dabei geht es um die Klärung des Miteinanders mit britischen Vertretern vor Ort und die Vorbereitung notwendiger organisatorischer Maßnahmen für die Zusammenarbeit.
Welche Bedeutung hatte die Überlassung britischer Hebammen?
Britische Hebammen wurden deutschen Krankenhäusern überlassen, um eine mutsprachliche und kulturell vertraute Betreuung der britischen Patientinnen zu gewährleisten.
Welche rechtlichen Herausforderungen werden in dem Buch thematisiert?
Das Buch behandelt unter anderem die Erlaubnis zum Führen der Berufsbezeichnung „Hebamme“, haftungsrechtliche Erwägungen und die Anwendung des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes (AÜG).
Welche Rolle spielten die Landesarbeitsämter?
Die Zusammenarbeit mit den Landesarbeitsämtern war im Rahmen des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes (AÜG) für die rechtssichere Beschäftigung der ausländischen Fachkräfte notwendig.
- Quote paper
- Dr. Eibe Hinrichs (Author), 2002, Probleme und Möglichkeiten der Überlassung von ausländischen Arbeitnehmern in Krankenhäusern, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/270900