Viele Unternehmen investieren Unsummen in das Image ihrer Marke. Gespart wird bei den Produktionsbedingungen und die Folge sind katastrophale und menschenunwürdige Arbeitsverhältnisse, Armut und die Verletzung von Menschenrechten. In Europa müssen Unternehmen heute wesentlich strengere ökologische und soziale Auflagen erfüllen als in südlicheren Ländern. Viele dieser multinationalen Unternehmen verlagern ihre gesamten Produktionsstandorte daher in Gebiete mit niedrigeren Standards. Damit wird das Umweltproblem in ärmere Länder exportiert. Viele Betroffene wissen sehr wohl, dass sie ihr Elend der Profitgier westlicher Firmen zu verdanken haben. In aktuellen Berichten findet man Boykottaufrufe gegen Firmen, die von der Ausbeutung von Menschen profitieren. Diese Boykotte zerstören oft nur Arbeitsplätze, ändern aber meist nichts an der Misere. Bereits in den Niedrigstlohnländern hat sich eine Standortkonkurrenz entwickelt, und das Argument lautet: Würde man den Mindestlohn hinaufsetzten, könnte man nicht mehr konkurrieren. Die Macht für Veränderungen liegt also „nur“ bei den Konsumenten. Im Folgenden möchte ich auf die Thematik der Kinderarbeit Zwangsarbeit, der Ausbeutung von Menschen und Ressourcen eingehen. Als Beispiel habe ich den Fall der Burma Pipeline herangezogen, um diese und andere Missstände aufzuzeigen. Ist Profit durch Ausbeutung der einzige Weg, um die Gewinne zu maximieren? Diese Arbeit soll dazu dienen, die Methoden der multinationalen Konzerne kritisch zu betrachten.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Kinderarbeit
- Zwangsarbeit und Sklaverei
- Ausbeutung von Arbeitern und Ressourcen
- Die Burma Pipeline
- Ziele und Eckdaten
- Verlauf der Pipeline
- UNOCAL & TOTAL - Wohltäter oder Ausbeuter?
- Positive „Absichten“
- Die Kehrseite der Medaille
- Ignorierung berechtigter Aufrufe zur Enthüllung
- Unterstützung des SLORC Regimes
- Missbräuche in Verbindung mit der Sicherung des Pipeline Projekts
- Zwangsarbeit
- Zwangsumsiedelungen und Verdrängung der Einwohner
- Umweltverschmutzung und Drogenhandel
- Free Burma Coalition
- Conclusio
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit untersucht kritisch die Methoden multinationaler Konzerne im Kontext von Globalisierungsprozessen und Internationalisierungsstrategien. Sie analysiert, inwiefern die Profitmaximierung durch die Ausbeutung von Menschen und Ressourcen erfolgt. Das Hauptaugenmerk liegt auf der Frage, ob Profit durch Ausbeutung der einzige Weg ist, um die Gewinne zu maximieren.
- Kinderarbeit und deren Ausmaß
- Zwangsarbeit und Sklaverei als Ausdrucksformen von Ausbeutung
- Die Ausbeutung von Arbeitern und Ressourcen in Entwicklungsländern
- Der Fall der Burma Pipeline als Beispiel für menschenrechtsverletzende Praktiken multinationaler Konzerne
- Die Auswirkungen von Globalisierung auf die Arbeitsbedingungen und Menschenrechte in verschiedenen Ländern
Zusammenfassung der Kapitel
- Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der Ausbeutung von Menschen und Ressourcen im Kontext der Globalisierung ein und stellt die Fragestellung der Arbeit dar.
- Kinderarbeit: Das Kapitel beleuchtet das Ausmaß der Kinderarbeit weltweit und geht auf die sektorale Verteilung ein. Es werden Statistiken und Daten zur Veranschaulichung herangezogen.
- Zwangsarbeit und Sklaverei: Dieses Kapitel behandelt die Problematik der Zwangsarbeit und Sklaverei, welche ebenfalls als Formen der Ausbeutung anzusehen sind. Es werden Beispiele aus verschiedenen Ländern und Sektoren aufgezeigt.
- Ausbeutung von Arbeitern und Ressourcen: Dieses Kapitel diskutiert die Ausbeutung von Arbeitern und Ressourcen in Entwicklungsländern, die durch die Globalisierung verstärkt wird. Es werden die Auswirkungen auf die Umwelt und die Lebensbedingungen der Menschen beleuchtet.
- Die Burma Pipeline: Dieses Kapitel analysiert den Fall der Burma Pipeline und untersucht die Rolle von UNOCAL und TOTAL bei der Förderung des Projekts. Es werden die positiven „Absichten“ sowie die negative Seite der Medaille, einschließlich Missbräuche, Zwangsarbeit, Umweltverschmutzung und Drogenhandel, beleuchtet.
Schlüsselwörter
Die Arbeit befasst sich mit den Themen Globalisierung, Internationalisierungsstrategien, Ausbeutung, Kinderarbeit, Zwangsarbeit, Ressourcen, Menschenrechte, Burma Pipeline, UNOCAL, TOTAL, Profitmaximierung und Nachhaltigkeit.
Häufig gestellte Fragen
Wie nutzen multinationale Konzerne die Globalisierung zur Ausbeutung?
Viele Unternehmen verlagern ihre Produktion in Länder mit niedrigen ökologischen und sozialen Standards, um Kosten zu sparen. Dies führt oft zu menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen, Kinderarbeit und Umweltzerstörung.
Was zeigt das Beispiel der Burma Pipeline?
Am Fall der Burma Pipeline (UNOCAL & TOTAL) werden Missstände wie die Zusammenarbeit mit repressiven Regimes, Zwangsarbeit, Zwangsumsiedlungen und die Missachtung von Menschenrechten verdeutlicht.
Ist Profit durch Ausbeutung der einzige Weg zur Gewinnmaximierung?
Die Arbeit hinterfragt diesen Weg kritisch und zeigt auf, dass multinationaler Profit oft auf Kosten der schwächsten Glieder der Kette und der natürlichen Ressourcen erzielt wird.
Welche Rolle spielen Konsumenten bei der Veränderung dieser Zustände?
Konsumenten haben durch ihr Kaufverhalten Macht. Boykotte können Druck ausüben, sind aber oft zwiespältig, da sie auch Arbeitsplätze in den betroffenen Ländern vernichten können.
Wie verbreitet ist Zwangsarbeit und moderne Sklaverei heute?
Trotz internationaler Verbote existieren Zwangsarbeit und sklavereiähnliche Verhältnisse weltweit weiter, oft versteckt in komplexen globalen Lieferketten.
- Quote paper
- Mag. Markus Ch. Kleinbichler (Author), 2004, Globalisierungsprozesse und Internationalisierungsstrategien - "Profit durch Ausbeutung?", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/26928