Die Globalisierung ist ein wichtiger Bestandteil der wirtschaftlichen Entwicklung für alle Länder. Dadurch aber, dass es in anderen Ländern (besonders der Dritten Welt) andere Gesetze (oder deren Mangel), vor allem im Bezug auf allgemeinen Menschenrechte, gelten (bzw. dadurch die leicht verletzen lassen), sowie kulturelle Differenzierungen vorliegen, kommt es zu vielfältigen Konflikten. Als Grund dafür gilt auch die Tatsache, dass es keine „globale“ Regierung, bzw. Kontrollsystem gibt, was oft dazu geführt hat, dass international handelnde Konzerne nur aus eigenen (Gewinn)Interessen ausgegangen sind und entsprechend „unverantwortlich“ allen anderen Stakeholdern gegenüber gehandelt haben. Dadurch haben sich die weltweit bekannten Skandale in vielen Bereichen wie z.B. Umwelt (Nachhaltigkeitsproblem, Verschmutzung), Menschenrechte (deren Mißbrauch, Kinderarbeit, niedrige Löhne), Arbeitsbedingungen (schlechte Arbeitsbedingungen in der Dritten Welt, Massenentlassungen am Standort, bis zu Produktionsverlagerungen, die nicht aus Notwendigkeit, sondern aus dem Grund der Gewinnmaximierung getätigt werden), und Korruption (Steuerbetrug, Geldwäscherei, Bestechungen, falsches Anreizsystem, überhöhe Managergehälter, Ausrichtung nur nach den Interessen der machtvollen Investoren) entwickelt.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Problemstellung
- Gang der Untersuchung
- „Gute“, bzw. „verantwortungsvolle“ Unternehmensführung
- Internationale Accountability Standards
- Überblick
- Problemstellung
- Darstellung und kritische Analyse
- International Standards Organisation (ISO) 26000
- Der UN Global Compact (UNGC)
- Die OECD-Grundsätze der Corporate Governance
- Die OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen
- Social Accountability (SA) 8000
- Kritisches Resümee
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit befasst sich mit dem Thema der internationalen Accountability Standards und deren Bedeutung für eine verantwortungsvolle Unternehmensführung in der globalisierten Welt.
- Die Herausforderungen der Globalisierung für Unternehmensethik
- Die Notwendigkeit ethischer Geschäftspraktiken und Corporate Social Responsibility (CSR)
- Die Rolle internationaler Accountability Standards als Orientierungsrahmen für verantwortungsvolle Unternehmensführung
- Die Analyse verschiedener internationaler Standards wie ISO 26000, UN Global Compact, OECD-Grundsätze und Social Accountability 8000
- Die Bedeutung der Standards für die Einhaltung von Menschenrechten, Umweltstandards und Arbeitsbedingungen
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung
Die Einleitung stellt die Problemstellung der Arbeit dar und beschreibt die Herausforderungen der Globalisierung für die Unternehmensführung. Sie erklärt die Notwendigkeit von „verantwortungsvoller“ Geschäftsführung im Sinne von CSR und die Bedeutung internationaler Accountability Standards als Orientierungsrahmen.
„Gute“, bzw. „verantwortungsvolle“ Unternehmensführung
Dieses Kapitel definiert den Begriff „verantwortungsvolle“ Unternehmensführung und beleuchtet die verschiedenen ethischen Konzepte, die dabei eine Rolle spielen. Es zeigt die Bedeutung von Stakeholder-Dialogen und die Notwendigkeit einer kritischen Reflexion des Unternehmenshandelns auf.
Internationale Accountability Standards
Dieses Kapitel bietet einen Überblick über internationale Accountability Standards und stellt die Problematik der unterschiedlichen Normen und Wertvorstellungen in verschiedenen Ländern und Kulturkreisen heraus.
Darstellung und kritische Analyse
Dieses Kapitel geht detailliert auf verschiedene internationale Standards ein, darunter ISO 26000, UN Global Compact, OECD-Grundsätze und Social Accountability 8000. Es analysiert die einzelnen Standards und ihre Bedeutung für die verantwortungsvolle Unternehmensführung.
Schlüsselwörter
Internationale Accountability Standards, Corporate Social Responsibility (CSR), Globalisierung, Unternehmensethik, Menschenrechte, Umweltstandards, Arbeitsbedingungen, Stakeholder-Dialog, ISO 26000, UN Global Compact, OECD-Grundsätze, Social Accountability 8000.
Häufig gestellte Fragen
Was sind internationale Accountability Standards?
Es handelt sich um Richtlinien und Normen, die Unternehmen dabei helfen sollen, ihrer gesellschaftlichen Verantwortung (CSR) gerecht zu werden, insbesondere in Bezug auf Menschenrechte, Umwelt und Arbeitsbedingungen.
Warum sind diese Standards in der Globalisierung so wichtig?
Da es keine „globale Regierung“ gibt, dienen diese Standards als notwendiger Orientierungsrahmen, um unverantwortliches Handeln von Konzernen (z. B. Kinderarbeit, Umweltverschmutzung) in Ländern mit schwacher Gesetzgebung zu verhindern.
Welche Standards werden in der Arbeit analysiert?
Die Arbeit untersucht unter anderem die ISO 26000, den UN Global Compact, die OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen und den Standard Social Accountability 8000 (SA 8000).
Was ist der UN Global Compact?
Der UN Global Compact ist eine weltweite Initiative der Vereinten Nationen, bei der sich Unternehmen verpflichten, zehn Prinzipien in den Bereichen Menschenrechte, Arbeitsnormen, Umweltschutz und Korruptionsbekämpfung einzuhalten.
Welche Rolle spielen Stakeholder-Dialoge?
Stakeholder-Dialoge sind essenziell für eine verantwortungsvolle Unternehmensführung, da sie sicherstellen, dass die Interessen aller betroffenen Gruppen (Mitarbeiter, Kunden, Umweltverbände etc.) berücksichtigt werden.
Was kritisiert die Arbeit an der aktuellen Situation?
Kritisiert wird oft die Gewinnmaximierung auf Kosten ethischer Werte sowie die Schwierigkeit, einheitliche Normen über verschiedene Kulturkreise hinweg durchzusetzen.
- Quote paper
- Valentina Ilina (Author), 2010, Internationale Accountability Standards: Überblick, Darstellung und kritische Analyse, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/269155