Das Thema des Seminars „Gewaltprävention durch Schulentwicklung“ brachte eine Vielzahl an interessanten Unterthemen hervor, die näher auf verschiedene Aspekte der Gewaltprävention in den unterschiedlichen Schulformen und -stufen eingingen. Aufgrund der Tatsache, dass in den vorherigen Sitzungen bereits ausführlich auf einführende Aspekte zum Thema Gewalt („Soziale Interaktion in der Schule“, „Gewaltprävention und Schulentwicklung“ und „Gewaltprävention in der Grundschule“) eingegangen worden war, war es das Ziel unserer Gruppe, sich detailliert mit dem Thema der Gewaltprävention in den Sekundarstufen zu beschäftigen. Da unsere Gruppe mit ca. 30 Teilnehmern verhältnismäßig groß ausfiel, wurde beschlossen, diese in weitere Kleingruppen zu unterteilen, die sich mit spezifischen Möglichkeiten bzw. Modellen der Gewaltprävention in den Sekundarstufen auseinandersetzen sollten. In dieser Hausarbeit werden zum einen diese Modelle in gebotener Kürze vorgestellt, zum anderen erfolgt eine Reflexion über den Arbeitsablauf in der Gruppe selbst, die didaktischen und methodischen Überlegungen und das eingesetzte Material, sowie über den Verlauf der von uns gestalteten Seminarsitzung. Dabei soll auch darauf eingegangen werden, inwieweit der Verlauf der Sitzung planmäßig erfolgte und in welchen Punkten davon abgewichen wurde, um letztlich Fehlerquellen ausmachen zu können, die bei einer weiteren Sitzung berücksichtigt werden könnten. An erster Stelle wird allerdings ein Einstieg zum Phänomen Gewalt bzw. Gewaltprävention gegeben werden, der darauf abzielt, das Explanandum im Forschungsdiskurs zu verorten. Zudem waren die dargestellten Erkenntnisse Grundlage für die Auswahl der einzelnen Maßnahmen. Da das generelle Problem der Gewaltprävention nicht darin besteht, dass zu wenige Programme entwickelt oder angeboten werden, sondern vielmehr darin, dass bestehende Programme selten oder gar nicht auf ihre Wirksamkeit überprüft werden, wird wenn möglich auf Evaluationsstudien zu den Maßnahmen verwiesen.
Inhalt
Einleitung
1. Gewaltprävention als Forschungsthema
2. Kurze Vorstellung der einzelnen Maßnahmen
2.1. Anti-Gewalt-Training (AGT)
2.2. Buddy-System
2.3 Streitschlichtung
2.4. Video-School-Training (VST)
2.5 Gewaltprävention im Unterricht
3. Darstellung der didaktischen und methodischen Überlegungen
4. Reflexion über den tatsächlichen Verlauf der Sitzung
4.1. Einstiegsdiskussion mit Rollenspiel
4.2. Gruppenarbeit in den Maßnahmengruppen
5. Abschließende Bemerkungen
Literaturverzeichnis
Internetquellen
Häufig gestellte Fragen
Welche spezifischen Maßnahmen zur Gewaltprävention werden in der Arbeit vorgestellt?
Vorgestellt werden das Anti-Gewalt-Training (AGT), das Buddy-System, Streitschlichtung, Video-School-Training (VST) sowie Gewaltprävention im regulären Unterricht.
Was ist das Ziel des Buddy-Systems?
Das Buddy-System zielt darauf ab, durch Patenschaften zwischen Schülern ein unterstützendes soziales Klima zu schaffen und Gewalt durch gegenseitige Verantwortung zu verhindern.
Warum ist die Evaluation von Präventionsprogrammen so wichtig?
Da viele Programme existieren, aber selten auf ihre tatsächliche Wirksamkeit überprüft werden, ist der Verweis auf Evaluationsstudien entscheidend für eine fundierte Auswahl der Maßnahmen.
Was versteht man unter dem "Explanandum" im Kontext der Gewaltforschung?
Es bezieht sich auf das zu erklärende Phänomen – in diesem Fall Gewalt an Schulen –, das im wissenschaftlichen Diskurs verortet werden muss.
Welche Rolle spielt die Schulentwicklung bei der Gewaltprävention?
Gewaltprävention wird als Teil eines ganzheitlichen Schulentwicklungsprozesses gesehen, der die gesamte Schulkultur und soziale Interaktion umfasst.
Was beinhaltet das Video-School-Training (VST)?
Das VST nutzt Videoanalysen, um Interaktionsmuster im Schulalltag sichtbar zu machen und pädagogisches Handeln gezielt zu reflektieren und zu verbessern.
- Quote paper
- Christoph Heckl (Author), Katharina Frye (Author), 2010, Gewaltprävention in den Sekundarstufen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/269052