„S-Bahn-Drama München: Wie lange müssen die Mörder in Haft?“ – „Killer von München: Warum sperren wir so ein Pack nicht einfach weg?“ – „22 Schläge und Tritte auf das Opfer“
Wann immer solche Meldungen in den Medien auftauchen, wird der Ruf nach einer Erhöhung der Jugendstrafe laut. Doch was steckt hinter diesen Forderungen? Ist es der Wunsch, Straftaten der Jugendlichen zu vergelten, sie für ihre Taten „büßen“ zu lassen? Sollte nicht eher im Fokus die Hilfe für diese Jugendlichen stehen? Was bewegt sie überhaupt dazu Straftaten zu begehen? Mit diesen und ähnlichen Fragen wird sich die vorliegende Arbeit beschäftigen und versuchen, eine Antwort auf die Frage, ob sich aus der Strafzumessung Rückschlüsse auf mögliche Gründe für deviantes Verhalten ziehen lassen, eingehen.
Inhalt
1. Einleitung
2. Devianz - Erscheinungsformen, Entstehungsbedingungen
2.1. Begriffsklärung: Devian
2.2. Erscheinungsformen devianten Verhalten
2.3. Erklärungsversuche zur Entstehung von Devian
2.3.1. Die Merton’sche Theori
2.3.2. Theorie der differentiellen Kontakt
2.3.3. Subkulturtheori
2.3.4. Subjective Expected Utility Thes
3. Strafzumessungen nach Jugendstrafrecht - Erziehungsmaßregeln, Zuchtmittel und Jugendstraf
3.1. Eine Einführung in das Jugendstrafrech
3.2. Der Sanktionskatalog des JGG
3.2.1. Erziehungsmaßregel
3.2.2. Zuchtmitt
3.2.3. Jugendstraf
4. Anspruch und Wirklichkeit - der Erziehungsgedanke im Jugendstrafrec
5. Abschließende Betrachtung der Devianztheorien hinsichtlich der Strafzumessung
6. Fazit
7. Anhang
7.1. Literaturverzeichni
7.2. Internetquellen
Häufig gestellte Fragen
Was versteht man unter Devianz im Jugendalter?
Devianz bezeichnet ein von gesellschaftlichen Normen abweichendes Verhalten, das im Jugendstrafrecht durch verschiedene Theorien erklärt wird.
Welche Erklärungsversuche für deviantes Verhalten gibt es?
Die Arbeit nennt die Merton’sche Anomietheorie, die Theorie der differentiellen Kontakte, die Subkulturtheorie und die Subjective Expected Utility Thesis.
Was ist der Unterschied zwischen Erziehungsmaßregeln und Jugendstrafe?
Erziehungsmaßregeln (wie soziale Gruppenarbeit) stehen im Vordergrund des JGG, während die Jugendstrafe als "ultima ratio" nur bei schädlichen Neigungen oder Schwere der Schuld verhängt wird.
Was sind Zuchtmittel im Jugendstrafrecht?
Zuchtmittel sind Sanktionen wie Verwarnungen, Auflagen oder Jugendarrest, die dem Jugendlichen das Unrecht seiner Tat eindringlich bewusst machen sollen.
Steht im Jugendstrafrecht die Strafe oder die Erziehung im Fokus?
Der gesetzliche Anspruch des JGG ist primär der Erziehungsgedanke, um künftige Straftaten zu verhindern, anstatt rein repressiv zu vergelten.
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- Master of Arts Kathrin Mütze (Author), Jana Poborsky (Author), 2010, Erziehung oder Strafe vor dem Hintergrund der Devianztheorien. Erziehungsmaßregeln, Zuchtmittel und Jugendstrafe, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/268538