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Die ökonomische Wohlfahrtstheorie: Ökonomische Grundlagen zur Ressourcenknappheit und zur Verwendung von Ressourcen im Wirtschaftsprozess

Title: Die ökonomische Wohlfahrtstheorie: Ökonomische Grundlagen zur Ressourcenknappheit und zur Verwendung von Ressourcen im Wirtschaftsprozess

Term Paper , 2004 , 33 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Master of Science in Public Health and Administration Franziska Bittner (Author)

Health - Public Health
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In vielen entwickelten Volkswirtschaften gibt es heutzutage kaum noch wirt-schaftliche Aktivitäten, die nicht in irgendeiner Weise mit dem Wirken des Staa-tes verknüpft sind . So erfordert der beträchtliche Anteil des Staates am wirt-schaftlichen Leben einer modernen Gesellschaft und der damit verbundene Ein-fluss hinsichtlich der Verwendung ihrer Ressourcen einen verantwortungsvollen – v.a. aber einen ökonomisch rationalen – Umgang mit dieser Macht. Die Wir-kungen staatlicher Maßnahmen stehen zudem zunehmend im Interesse der Öffentlichkeit, so dass sich die Regierungen immer mehr „genötigt“ sehen, die ökonomische Sinnhaftigkeit staatlicher Aktivitäten zu rechtfertigen. Hierbei er-gibt sich eine Grundfrage, die immer wieder gestellt wird: „Geht es einer Gesell-schaft nach Durchführung einer bestimmten staatlichen Maßnahme „besser“ als zuvor oder nicht?“

Zur Beantwortung dieser Frage bedarf es der ökonomischen Evaluation (der Maßnahmen), welche wiederum auf der ökonomischen Wohlfahrtstheorie be-ruht. Ausgangspunkt dieser Theorie ist die Ressourcenknappheit und die Frage der Verwendung der Ressourcen im Wirtschaftprozess. Das Kernanliegen der ökonomischen Theorie besteht darin, Aussagen darüber zu treffen, wie die in einer Gesellschaft zur Verfügung stehenden knappen Mittel optimal genutzt werden können. Die Wohlfahrtstheorie versucht weiterführend zu beschreiben, unter welchen Bedingungen die Wohlfahrt bei Allokationsänderungen von Res-sourcen verbessert werden kann, welche Möglichkeiten es überhaupt gibt Wohlfahrtsänderungen zu messen und unter welchen Bedingungen ein gesellschaftliches Optimum der Allokation erreicht wird.

Ausgehend von der Problematik der Ressourcenknappheit sollen im Rahmen dieser Arbeit als nächstes kurz einige theoretische Grundlagen einer effizienten Ressourcenallokation vorgestellt werden, dem sich die Problematik der Wohl-fahrtsmessung anschließt. Vor diesem Hintergrund gilt es – als Hauptanliegen dieser Arbeit – die Frage nach einer effizienten Verteilungsgerechtigkeit von Leistungen (z.B. Gesundheitsleistungen) aufzugreifen. Dieses Themengebiet soll anhand der sozialen Wohlfahrtsfunktion, der fairen Allokation, den 6 Verteilungskriterien nach C. Perelam und dem Trade-off zwischen dem Effizienz- und Verteilungsziel bearbeitet werden. Abschließend erfolgt eine kurze Darstellung des Utilitarismus und des egalitären Liberalismus – mit letzterem also eine kur-ze Reflexion der rawlschen Gerechtigkeitstheorie.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung: Zielsetzung der Wohlfahrtstheorie

2 Das Marktgleichgewicht – eine effiziente Allokation?

2.1 Die Konsumentenrente

2.2 Die Produzentenrente

2.3 Markteffizienz und Marktversagen

3 Problem der Wohlfahrtsmessung

4 Die soziale Wohlfahrtsfunktion

5 Das Verteilungsproblem: Effizienz und Gerechtigkeit

5.1 Konzept der fairen Allokation

5.2 Die sechs Verteilungskriterien nach C. Perelam

5.3 Der Trade-off zwischen dem Effizienz- und dem Verteilungsziel

6 Die politische Philosophie der Einkommensumverteilung

6.1 Utilitarismus

6.2 Der egalitäre Liberalismus – John Rawls

7 Fazit

8 Literaturverzeichnis

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die ökonomischen Grundlagen der Ressourcenknappheit und hinterfragt, inwieweit freie Märkte zu einer effizienten Allokation führen. Das primäre Ziel ist die Analyse des Spannungsfeldes zwischen ökonomischer Effizienz und Verteilungsgerechtigkeit unter Berücksichtigung sozialstaatlicher Anforderungen.

  • Wohlfahrtstheorie und Effizienzkriterien (Pareto-Optimum).
  • Methoden der Wohlfahrtsmessung (ordinale vs. kardinale Nutzenmessung).
  • Soziale Wohlfahrtsfunktionen und deren ethische Implikationen.
  • Theorien der Verteilungsgerechtigkeit nach C. Perelam und John Rawls.
  • Der Zielkonflikt zwischen Markteffizienz und staatlicher Einkommensumverteilung.

Auszug aus dem Buch

3 Problem der Wohlfahrtsmessung

„Wohlstandsmehrung kann von den dafür politisch Verantwortlichen nur dann sinnvoll betrieben werden, wenn Wohlstand und damit Wohlstandsänderungen messbar sind.“28

Ohne entsprechende Messmöglichkeiten sind jedoch alle Behauptungen über den wohlfahrtssteigernden Charakter von wirtschaftlichen Maßnahmen nicht nachprüfbar.29

Wirtschaftlicher Wohlstand wird durch den Nutzen gemessen, den Güter und Dienstleistungen ihren Konsumenten stiften. So geht die ältere Wohlfahrtsökonomie davon aus, dass der Nutzen einerseits in Geldeinheiten messbar und damit ein Maß für die soziale Wohlfahrt sei, andererseits aber auch interpersonell vergleichbar (also kardinal messbar) und aggregierbar sei.30

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Zielsetzung der Wohlfahrtstheorie: Die Einleitung beleuchtet die Rolle staatlichen Handelns bei der Ressourcenverwaltung und führt in die ökonomische Wohlfahrtstheorie als Evaluationsgrundlage ein.

2 Das Marktgleichgewicht – eine effiziente Allokation?: Dieses Kapitel analysiert das Marktgleichgewicht anhand von Konsumenten- und Produzentenrente und erörtert die Grenzen der Markteffizienz.

3 Problem der Wohlfahrtsmessung: Der Autor diskutiert die theoretischen Herausforderungen bei der Messung von Nutzen und Wohlstand, insbesondere den Wechsel von kardinalen zu ordinalen Messansätzen.

4 Die soziale Wohlfahrtsfunktion: Es werden verschiedene mathematische Funktionen zur Aggregation individueller Nutzen zu einem gesellschaftlichen Wohlfahrtsmaß vorgestellt.

5 Das Verteilungsproblem: Effizienz und Gerechtigkeit: Dieses Kapitel verknüpft das Konzept der fairen Allokation mit unterschiedlichen ethischen Kriterien und dem Trade-off zwischen Effizienz und Verteilungszielen.

6 Die politische Philosophie der Einkommensumverteilung: Der Abschnitt vergleicht den Utilitarismus und den egalitären Liberalismus von John Rawls als philosophische Rahmen für staatliche Umverteilung.

7 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass eine absolut gerechte und zugleich effiziente Ressourcenallokation in einer Marktwirtschaft schwer erreichbar ist und plädiert für ein sicherndes Sozialnetz.

Schlüsselwörter

Wohlfahrtstheorie, Ressourcenknappheit, Allokation, Markteffizienz, Marktversagen, soziale Wohlfahrtsfunktion, Verteilungsgerechtigkeit, Utilitarismus, egalitärer Liberalismus, John Rawls, Konsumentenrente, Produzentenrente, Pareto-Effizienz, Einkommensumverteilung, Nutzenmessung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit behandelt die ökonomische Wohlfahrtstheorie und untersucht, wie knappe Ressourcen effizient verwendet werden können und welche Rolle der Staat bei der gerechten Verteilung spielt.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Schwerpunkte liegen auf der Effizienz des Marktgleichgewichts, den Problemen der Wohlfahrtsmessung, verschiedenen sozialen Wohlfahrtsfunktionen sowie ethischen Verteilungskriterien.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, den Zielkonflikt (Trade-off) zwischen einer effizienten Ressourcenallokation durch freie Märkte und der Notwendigkeit einer gerechten Verteilung von Leistungen zu durchleuchten.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Literaturanalyse ökonomischer Konzepte und verknüpft diese mit philosophischen Ansätzen der Verteilungsgerechtigkeit.

Was wird im Hauptteil der Untersuchung behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse von Markteffizienz, die Problematik der Wohlfahrtsmessung, die mathematische Darstellung sozialer Wohlfahrtsfunktionen sowie eine kritische Auseinandersetzung mit Gerechtigkeitstheorien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Dokument?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Allokation, Pareto-Effizienz, Verteilungsgerechtigkeit, Utilitarismus und das Rawls'sche Differenzprinzip geprägt.

Wie unterscheiden sich kardinale und ordinale Nutzenmessung laut dem Autor?

Während die ältere Wohlfahrtsökonomie von einer kardinalen (in Geldeinheiten messbaren und vergleichbaren) Nutzenmessung ausging, betont die neuere Ökonomie die rein ordinale (auf Verhaltensbeobachtung basierende) Messbarkeit.

Was ist das sogenannte „Maximim-Kriterium“ nach John Rawls?

Das Maximim-Kriterium besagt, dass staatliche Maßnahmen so gestaltet sein sollten, dass sie primär den Nutzen der am schlechtesten gestellten Person in einer Gesellschaft maximieren.

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Details

Title
Die ökonomische Wohlfahrtstheorie: Ökonomische Grundlagen zur Ressourcenknappheit und zur Verwendung von Ressourcen im Wirtschaftsprozess
College
University of Applied Sciences Neubrandenburg
Course
Gesundheitsökonomie II
Grade
1,0
Author
Master of Science in Public Health and Administration Franziska Bittner (Author)
Publication Year
2004
Pages
33
Catalog Number
V26842
ISBN (eBook)
9783638290616
ISBN (Book)
9783638649209
Language
German
Tags
Wohlfahrtstheorie Grundlagen Ressourcenknappheit Verwendung Ressourcen Wirtschaftsprozess Gesundheitsökonomie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Master of Science in Public Health and Administration Franziska Bittner (Author), 2004, Die ökonomische Wohlfahrtstheorie: Ökonomische Grundlagen zur Ressourcenknappheit und zur Verwendung von Ressourcen im Wirtschaftsprozess, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/26842
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