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Soziale Kompetenzen von Bachelor-Studierenden an der Wirtschaftsuniversität Wien

Title: Soziale Kompetenzen von Bachelor-Studierenden an der Wirtschaftsuniversität Wien

Master's Thesis , 2010 , 184 Pages , Grade: 1

Autor:in: Mag. Robert Hupfer, MSc (Author)

Didactics - Business economics, Economic Pedagogy
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Summary Excerpt Details

Mit dem Begriff der sozialen Kompetenz werden häufig Eigenschaften wie teamfähig, kommunikativ oder konfliktfähig in Verbindung gebracht. Jemand gilt
als ein sozial kompetenter Mensch, wenn er gut mit anderen umgehen und schwierige soziale Situationen bewältigen kann. Daher erscheint es logisch, dass
soziale Kompetenzen nicht nur privat, sondern auch beruflich eine wesentliche Anforderung darstellen (vgl. Greimel-Fuhrmann/Pachlinger 2008, S. 67).

Der berufliche Erfolg einer Person kann sehr unterschiedlich definiert werden. Mögliche Indikatoren wären z. B. das Gehalt, die Geschwindigkeit des
hierarchischen Aufstiegs in einem Unternehmen, die eigene Arbeitszufriedenheit oder die Zufriedenheit von Kund/innen und nachgeordneten Mitarbeiter/innen. Der
Erfolg ist, wie auch immer er im konkreten Fall definiert wird, das Ergebnis eines komplexen Zusammenspiels vieler Faktoren. Bei einem Versicherungsvertreter ist
er z. B. nicht nur zu 100 % durch dessen Fähigkeit zur Perspektivenübernahme oder durch Extraversion determiniert, sondern auch fachliche Kompetenzen, eine
hohe Leistungsmotivation, die Arbeitsumwelt etc. spielen eine Rolle. Jede einzelne soziale Kompetenz ist somit nur ein Baustein des beruflichen Erfolgs (vgl. Kanning
2005, S. 16f.). Dennoch wird soziale Kompetenz häufig als Schlüsselqualifikation bezeichnet (vgl. z. B. Wellhöfer 2004, S. 1). Ein Blick auf für Absolvent/innen eines
wirtschaftswissenschaftlichen Studiums relevante Stellenanzeigen (z. B. in Tageszeitungen) bestätigt, dass soziale Kompetenzen für zahlreiche Berufsfelder
als wesentlich angesehen werden. Es existieren kaum Stellenausschreibungen, welche nicht zumindest einzelne den sozialen Kompetenzen zurechenbare Eigenschaften wie Teamfähigkeit, Durchsetzungsvermögen oder Eigeninitiative
anführen. Dies betrifft nicht nur Positionen, deren Tätigkeitsprofil zahlreiche soziale Kontakte umfasst. Auch Mitarbeiter/innen im Backoffice-Bereich oder im
internen Rechnungswesen sollen z. B. konfliktfähig, teamfähig oder kommunikativ sein (vgl. Greimel-Fuhrmann/Pachlinger 2008, S. 67).

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. PROBLEMSTELLUNG

1.1. BEDEUTUNG VON SOZIALEN KOMPETENZEN

1.2. ZIELSETZUNGEN DER ARBEIT

1.3. AUFBAU DER ARBEIT

2. SOZIALE KOMPETENZ

2.1. EINORDNUNG UND DEFINITION DES BEGRIFFS

2.1.1. Kompetenzdimensionen

2.1.2. Abgrenzung zu anderen Begriffen

2.1.3. Dimensionen sozialer Kompetenz

2.2. AUSGEWÄHLTE KATEGORIEN SOZIALER KOMPETENZ

2.2.1. Kommunikationsfähigkeit

Exkurs: Transaktionsanalyse

2.2.2. Kooperationsfähigkeit

2.2.3. Konfliktfähigkeit

2.2.4. Verhandlungsführung

2.2.5. Sensitivität

2.2.6. Kontaktfähigkeit

2.2.7. Soziabilität

2.2.8. Teamorientierung

2.2.9. Durchsetzungsstärke

Exkurs: Soziale Kompetenz bei Führungskräften

2.3. ENTWICKLUNG SOZIALER KOMPETENZ

2.3.1. Behavioristische Lerntheorien

2.3.2. Kognitive Lerntheorien

2.3.3. Sozial-kognitive Lerntheorien

2.3.4. Handlungstheoretische und konstruktivistische Didaktikansätze

2.3.5. Wissensorientierte Verfahren

2.3.6. Verhaltensorientierte Verfahren

2.3.7. Beratungsorientierte Verfahren

2.3.8. Selbsterfahrungsorientierte Verfahren

Exkurs: Gruppenarbeit

2.3.9. Lernphasen zur Entwicklung von Sozialkompetenzen

2.4. MESSUNG UND DIAGNOSE SOZIALER KOMPETENZ

2.4.1. Gütekriterien der Sozialkompetenzmessung

2.4.2. Methoden zur Messung sozialer Kompetenzen

2.5. SOZIALE KOMPETENZ AN DER UNIVERSITÄT

2.5.1. Soziale Kompetenz an der WU

2.5.2. Bedeutung der Eingangsvoraussetzungen der Studierenden für die Förderung der „sozialen Kompetenz“

3. EMPIRISCHE ANALYSE

3.1. ZIELSETZUNG DER ANALYSE

3.2. UNTERSUCHUNGSDESIGN UND METHODE

3.3. UMGEBUNG

3.4. QUALITATIVE ANALYSE

3.4.1. Erhebungsverfahren

3.4.2. Art von Daten

3.4.3. Auswertung

3.4.4. Interpretation

3.5. QUANTITATIVE ANALYSE

3.5.1. Erhebungsverfahren

3.5.2. Auswertung

3.5.3. Interpretation

4. ZUSAMMENFASSUNG UND DISKUSSION DER ERGEBNISSE

4.1. THEORETISCHER BEZUG

4.2. ERHEBUNG

4.3. WESENTLICHE ERGEBNISSE DER ERHEBUNGEN

4.3.1. Qualitativer Teil

4.3.2. Quantitativer Teil

4.4. GRENZEN DER ERHEBUNGEN

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Masterarbeit untersucht, über welche spezifischen Kenntnisse und Fähigkeiten Bachelor-Studierende der Wirtschaftsuniversität Wien (WU) im Bereich der sozialen Kompetenz zu Beginn ihrer verpflichtenden Lehrveranstaltung verfügen. Durch eine Kombination aus qualitativen und quantitativen Methoden wird analysiert, wie Studierende soziale Kompetenzen definieren, mit welchen Eigenschaftsmerkmalen sie diese assoziieren und wie sie in simulierten beruflichen Problemsituationen agieren.

  • Theoretische Fundierung und Abgrenzung des Konzepts "Soziale Kompetenz".
  • Systematische Analyse von Methoden zur Messung und Entwicklung sozialer Kompetenzen.
  • Erfassung der Eingangsvoraussetzungen von Studierenden mittels des Bochumer Inventars zur berufsbezogenen Persönlichkeitsbeschreibung (BIP).
  • Interpretation der subjektiven Assoziationen und Problemlösungsstrategien der Studierenden.
  • Diskussion der Bedeutung von Sozialkompetenzen im universitären Curriculum und für den beruflichen Erfolg.

Auszug aus dem Buch

2.2.1. Kommunikationsfähigkeit

Versucht man sozial kompetentes Verhalten zu bestimmen, ist ein wesentliches Merkmal dafür die Interaktion mit anderen Menschen (vgl. Karkoschka 1998, S. 23). Information und Kommunikation sind für den Menschen lebensnotwendig, da ein Mensch ohne Kommunikation nicht leben kann (vgl. Donnert, 2003, S. 59). Alle zwischenmenschlichen Interaktionen laufen im beruflichen Alltag oder der Ausbildung im Wesentlichen über Kommunikation ab (vgl. Lenzen 1998, S. 54). Um in sozialen Situationen erfolgreich handeln zu können, müssen soziale Interaktionsprozesse analysiert und überlegt werden (vgl. Wellhöfer 2004, S. 116). Daraus lässt sich schließen, dass der Kommunikation im Zusammenhang mit sozialer Kompetenz eine große Bedeutung zukommt. Walzik (2004) bezeichnet Kommunikation in einem Beitrag als „Kernelement sozialer Kompetenz“ (vgl. Walzik 2004, S. 221). Auch Euler/Hahn (2007) sehen als Ausgangsperspektive für das Verständnis von Sozialkompetenzen die soziale Kommunikation. Sie gilt als die Basis und Bezugspunkt für die Anwendung von Sozialkompetenzen (vgl. Euler/Hahn 2007, S. 262). Sie beschreiben dies folgendermaßen (Euler/Hahn 2007, S. 218):

„Die soziale Kommunikation vollzieht sich in unterschiedlichen Situationskontexten (zum Beispiel Konflikt, Teamarbeit, Verhandlung, Moderation), deren Ausprägung die Anforderungen an die Kommunizierenden konkretisiert. Aus diesen Überlegungen ergibt sich, dass die Präzisierung von Sozialkompetenzen auf einem bestimmten Verständnis von sozialer Kommunikation aufbaut.“

Soziale Kompetenz hat folglich immer etwas mit Kommunikation zu tun (vgl. Kanning 2005, S. 68). Kommunikationsfähigkeit erscheint dabei als zentraler Bestandteil der sozial-kommunikativen Kompetenz (vgl. Heyse/Erpenbeck 2004, S. 289). Kommunikationsfähigkeit wird im Allgemeinen als die Fähigkeit verstanden, Informationen auszutauschen sowie sich verbal und nichtverbal zu verständigen. Dabei ist jeder Mensch Sender und Empfänger (vgl. Lang 2000, S. 407). Mit anderen zu kommunizieren ist ein komplexes Geschehen der menschlichen Sinne. Kommunikation kann nicht nur auf das gesprochene oder geschriebene Wort beschränkt werden, da sie in ihren Erscheinungsformen sehr vielschichtig ist. (vgl. Lenzen 1998, S. 50). Um die Hintergründe von Kommunikationsprozessen zu verstehen, muss im ersten Schritt immer eine Auseinandersetzung mit den grundlegenden Erkenntnissen der Kommunikationspsychologie erfolgen (vgl. Mangels, 1995, S. 54).

Zusammenfassung der Kapitel

1. PROBLEMSTELLUNG: Einführung in die Relevanz sozialer Kompetenzen für den beruflichen Erfolg und Erläuterung der Forschungsziele sowie des Aufbaus der Arbeit.

2. SOZIALE KOMPETENZ: Detaillierte theoretische Einordnung, Definition, Abgrenzung verwandter Konzepte sowie Beschreibung von Entwicklungswegen und Messmethoden.

3. EMPIRISCHE ANALYSE: Darstellung des methodischen Vorgehens der Studie unter Verwendung von qualitativen Fragebögen und quantitativen Daten des BIP.

4. ZUSAMMENFASSUNG UND DISKUSSION DER ERGEBNISSE: Zusammenführung der Ergebnisse, Reflexion der theoretischen Grundlagen und kritische Würdigung der Erhebungen.

Schlüsselwörter

Soziale Kompetenz, Kommunikationsfähigkeit, Kooperationsfähigkeit, Konfliktfähigkeit, Verhandlungsführung, Sensitivität, Soziabilität, Teamorientierung, Durchsetzungsstärke, BIP, Sozialkompetenz, Personalentwicklung, Universitäre Bildung, Empirische Analyse, Studienanfänger.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den sozialen Kompetenzen von Bachelor-Studierenden an der Wirtschaftsuniversität Wien und deren Bedeutung für den beruflichen Alltag sowie deren Förderung im universitären Umfeld.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themenfelder umfassen die theoretische Definition sozialer Kompetenz, Methoden zu deren Entwicklung und Förderung, sowie die empirische Analyse der Selbsteinschätzung und des Verhaltens von Studierenden in sozialen Situationen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es zu untersuchen, über welche Kenntnisse und Fähigkeiten Bachelor-Studierende zu Beginn ihrer Vorlesung "Soziale Kompetenz" verfügen und wie diese ihre Handlungsstrategien beeinflussen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es kommt ein Methodenmix zum Einsatz: eine qualitative Inhaltsanalyse offener Fragen zur Selbsteinschätzung und eine quantitative Analyse gestützter Fragebögen basierend auf dem Bochumer Inventar zur berufsbezogenen Persönlichkeitsbeschreibung (BIP).

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, Methoden zur Messung, eine Darstellung der Situation an der Universität sowie eine empirische Untersuchung der Studierenden-Daten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind soziale Kompetenz, Kommunikations- und Kooperationsfähigkeit, Konfliktlösung, Verhandlungsführung und die empirische Messung mittels Persönlichkeitsinventaren.

Welche Rolle spielt das "Harvard-Konzept" im Kontext der Arbeit?

Das Harvard-Konzept dient als theoretisches Modell für eine erfolgreiche Verhandlungsführung, welches Prinzipien wie das Trennen von Mensch und Problem sowie das Konzentrieren auf Interessen statt Positionen zur Verbesserung der Verhandlungskompetenz bietet.

Wie unterscheiden sich die untersuchten Personengruppen in Bezug auf die Studiendauer?

Die Analyse zeigt, dass Studierende mit längerer Studiendauer in der Regel ein höheres Maß an Routine bei Präsentationen aufweisen und sensibler auf soziale atmosphärische Signale reagieren, als Studierende zu Beginn ihres Studiums.

Welche Rolle spielt die geschlechtsspezifische Differenzierung bei den Ergebnissen?

Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Studentinnen sensibler auf die Gesprächsatmosphäre achten, während männliche Studierende sich bei Gehaltsverhandlungen oft durchsetzungsstärker oder weniger "übervorteilt" einschätzen.

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Details

Title
Soziale Kompetenzen von Bachelor-Studierenden an der Wirtschaftsuniversität Wien
College
Vienna University of Economics and Business  (Wirtschaftspädagogik)
Grade
1
Author
Mag. Robert Hupfer, MSc (Author)
Publication Year
2010
Pages
184
Catalog Number
V267945
ISBN (eBook)
9783656581550
ISBN (Book)
9783656580607
Language
German
Tags
soziale kompetenzen bachelor-studierenden wirtschaftsuniversität wien
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Mag. Robert Hupfer, MSc (Author), 2010, Soziale Kompetenzen von Bachelor-Studierenden an der Wirtschaftsuniversität Wien, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/267945
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