Die Debatte um die Betriebliche Gesundheitsförderung ist omnipräsent in Fachmagazinen, die sich mit aktuellen Trends der Personal- und Unternehmensführung beschäftigen. In der monatlich erscheinenden Fachzeitschrift „Personalwirtschaft“ war in nahezu jeder Ausgabe ein Artikel zu finden, der sich direkt oder indirekt mit dieser Problematik auseinandersetzt. Dabei ist das Thema nicht neu. Bereits 1986 wurde von der World Health Organisation (WHO) in Ottawa eine Charta verabschiedet, die den Stellenwert von Gesundheitsförderung in Unternehmen thematisiert.
Ein Grund warum sich die Thematik aktuell so in den Vordergrund rückt ist die zunehmende Alterung der Gesellschaft und damit einhergehend auch der Belegschaft. In Verbindung mit dem drohenden Fachkräftemangel wandelt sich der Fokus wieder hin zu den Arbeitnehmern Ü50. Dies geschieht jedoch auch vor dem Hintergrund des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG), das unter anderem die Diskriminierung älterer Mitarbeiter verbietet. Da die Betriebliche Gesundheitsförderung eng mit dem Diversity Management verzahnt ist und diese sich nach Aretz als strategischer Ansatz der Unternehmensführung versteht, wird allein hieran die Bedeutung der Thematik deutlich. Zudem sehen sich Unternehmen „(...) zunehmend mit einer externen und internen Vielfalt konfrontiert, auf die sie im Hinblick auf eine internationale Wettbewerbsfähigkeit flexibel reagieren (...) müssen.“
Inhaltsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis
Abkürzungsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Hinführung
1.2 Methodik und Aufbau
2. BGM als Teildisziplin des Diversity Managements
2.1 Begriffe
2.1.1 Diversity
2.1.2 Diversity Management
2.1.3 Betriebliches Gesundheitsmanagement
2.1.4 Betriebliche Gesundheitsförderung
2.2 Veränderte Rahmenbedingungen
2.2.1 Rechtliche Herausforderungen
2.2.2 Demografischer Wandel
2.2.3 Wandel im Arbeitsalltag und Globalisierung
2.3 Fehlzeiten
2.4 Gegenteilige Ergebnisse
2.5 Folgerungen
3. Konzepte zur Betrieblichen Gesundheitsförderung
3.1 Nutzenorientierte Konzept
3.2 Evaluation eines Gesundheitszirkels
3.3 Konzept von Sport und Bewegungsangeboten in KMU
4. Implementierung eines BGF-Konzepts in die Aristo Pharma GmbH
4.1 Hinführung zu Unternehmen und Modell
4.2 Konzeptionierung des BGF-Konzepts
5. Fazit
Literaturverzeichnis
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Unterschied zwischen BGM und BGF?
Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) ist der strategische Überbau, während Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) die konkreten Maßnahmen (z.B. Sportkurse) umfasst.
Warum wird BGF für Unternehmen immer wichtiger?
Gründe sind der demografische Wandel (ältere Belegschaften), der Fachkräftemangel und rechtliche Anforderungen wie das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG).
Wie hängen Diversity Management und Gesundheit zusammen?
Beide Ansätze zielen darauf ab, die Vielfalt der Belegschaft (z.B. Alter) als Ressource zu nutzen und durch flexible, gesundheitsfördernde Maßnahmen die Leistungsfähigkeit zu erhalten.
Was ist ein Gesundheitszirkel?
Eine moderierte Gruppe von Mitarbeitern, die betriebliche Belastungen analysiert und gemeinsam Verbesserungsvorschläge für die Arbeitsbedingungen erarbeitet.
Welchen Nutzen haben KMU von Gesundheitsangeboten?
KMU profitieren durch geringere Fehlzeiten, eine höhere Mitarbeiterbindung und eine gesteigerte Attraktivität als Arbeitgeber im Wettbewerb um Fachkräfte.
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- Philipp Große (Author), 2013, Betriebliche Gesundheitsförderung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/267597