Die Arbeit beschäftigt sich mit die ideologischen und sozio-ökonomischen Grundlagen der Wirtschaft im Modernen Japan und entwickelt daraus den besonderen, dem westlichen Muster nicht gleichenden, Charakter der Arbeiterproblematik in Japan.
Inhaltsverzeichnis
- Ausgangspunkte
- Moderne
- Iwakura
- Wettbewerb
- Effizienz
- Tradition
- Sakoku
- le-Verantwortlichkeit
- Familiarität
- Workable Synthesis?
- Situationen
- Die Ländliche Gesellschaft
- Konfrontation
- Die Meiji-Landreform
- Dekasegi
- Markt und Wettbewerb
- Laissez-Faire Kapitalismus
- Pauperisierung
- Leichte Industrie und Paternalismus
- „Meijister-Kapitalismus“
- Reservoir
- Ausbeutung
- Repression (?)
- Schlechte Vorraussetzungen
- Schwere Industrie und Paternalismus
- Keine Zäsur
- Watari Shokkou
- Oyakata-System
- Der Mittel-Meiji-Paternalismus
- Urbanisierung
- Slow-Down
- Zweischneidige Politik
- Der Taishou-Paternalismus
- Reaktionen
- Chichibu und Fukushima
- Jiyuutou
- Gekka Jikken
- Landhalter und Protestbewegung
- Der legalistische Weg
- Der agitative Weg
- Ende der Jiyuutou
- Imperium und Arbeiterbewegung
- Der Russo-Japanische Krieg
- Hibiya-Park, Ashio und Great Treason
- Nation oder Klasse?
- Yuuaikai, Kantou-Erdbeben, Weltwirtschaftskrise
- New Social Base
- Yuuaikai und Kantou-Erdbeben
- Yuuaikai und Weltwirtschaftskrise
- Die Rolle der Zaibatsu
- Zaibatsu, Yuuaikai und Touyou-Streik
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Hausarbeit befasst sich mit der „Sozialen Frage“ im modernen Japan zwischen 1868 und 1930. Ziel ist es, die Entwicklungen und Herausforderungen der japanischen Gesellschaft in diesem Zeitraum zu beleuchten und die spezifischen Bedingungen der Industrialisierung und Modernisierung Japans im Vergleich zu westlichen Modellen zu analysieren.
- Der Einfluss der westlichen Modernisierung auf die japanische Gesellschaft
- Der Konflikt zwischen Tradition und Moderne im wirtschaftlichen und sozialen Wandel
- Die Entstehung von Paternalismus in der japanischen Industrie und seine Auswirkungen
- Die Entwicklung der Arbeiterbewegung und ihre Reaktion auf die Herausforderungen der Industrialisierung
- Die Rolle der Zaibatsu in der japanischen Wirtschaft und ihre Beziehung zu den Arbeitern
Zusammenfassung der Kapitel
Die Hausarbeit beginnt mit einer Analyse der Ausgangspunkte für die Soziale Frage in Japan. Dabei werden die Iwakura-Mission und die „blueprint for modernization“ im Westen sowie die Tradition des Tokugawa-Ethos und die Unterschiede zum westlichen Wirtschaftssystem beleuchtet. Im weiteren Verlauf werden die Situation in der ländlichen Gesellschaft, die Entwicklungen in der leichten und schweren Industrie sowie die Herausforderungen und Reaktionen auf die Industrialisierung in Japan untersucht.
Kapitel über die ländliche Gesellschaft analysieren die Konfrontation mit dem Markt und den Wettbewerb, die Meiji-Landreform, das Phänomen des Dekasegi und die Pauperisierung.
Kapitel über die leichte Industrie beleuchten den „Meijister-Kapitalismus“, das Reservoir an Arbeitskräften, Ausbeutung und Repression sowie die schlechten Voraussetzungen für eine nachhaltige Entwicklung.
Kapitel über die schwere Industrie befassen sich mit dem Oyakata-System, dem Mittel-Meiji-Paternalismus, der Urbanisierung, dem Slow-Down und der zweischneidigen Politik der Regierung.
Kapitel über Reaktionen untersuchen die Entstehung der Jiyuutou und ihre Rolle in der Landhalter- und Protestbewegung, die Arbeiterbewegung im Kontext des Russo-Japanischen Krieges, die Ereignisse im Hibiya-Park und die Rolle des Yuuaikai sowie die Auswirkungen des Kantou-Erdbebens und der Weltwirtschaftskrise.
Schlüsselwörter
Die zentralen Schlüsselwörter dieser Arbeit sind die Soziale Frage, Industrialisierung, Modernisierung, Tradition, Moderne, Paternalismus, Arbeiterbewegung, Zaibatsu, Iwakura-Mission, Tokugawa-Ethos, Dekasegi, Yuuaikai, Jiyuutou, Hibiya-Park, Kantou-Erdbeben, Weltwirtschaftskrise.
Häufig gestellte Fragen
Was versteht man unter der „Sozialen Frage“ im historischen Japan?
Sie bezeichnet die sozialen Missstände und die Arbeiterproblematik, die im Zuge der rasanten Industrialisierung und Modernisierung Japans nach der Meiji-Restauration (1868) entstanden sind.
Welche Rolle spielte der Paternalismus in der japanischen Industrie?
Paternalismus war eine Strategie der Arbeitgeber, um Loyalität zu sichern. Er basierte auf traditionellen Familienstrukturen (Ie-Prinzip) und bot soziale Absicherung bei gleichzeitiger Kontrolle der Arbeiter.
Was war die Iwakura-Mission?
Die Iwakura-Mission war eine japanische Gesandtschaftsreise in den Westen, um moderne politische und wirtschaftliche Systeme zu studieren und einen Bauplan für Japans Modernisierung zu erstellen.
Was bedeutet der Begriff „Dekasegi“?
Dekasegi bezeichnet die Arbeitsmigration von der verarmten Landbevölkerung in die wachsenden Industriezentren, oft unter harten Bedingungen in der Textilindustrie.
Wie reagierte die japanische Arbeiterbewegung auf die Industrialisierung?
Es entstanden Organisationen wie die Yuuaikai, die versuchten, Arbeiterrechte zu stärken. Die Bewegung war jedoch oft mit Repressionen konfrontiert und gespalten zwischen nationalen und klassenbezogenen Interessen.
Welchen Einfluss hatten die Zaibatsu auf die soziale Lage?
Die Zaibatsu (große Wirtschaftskonglomerate) dominierten die Wirtschaft und prägten durch ihre Macht und ihre paternalistischen Strukturen maßgeblich die Arbeitsbedingungen und das soziale Gefüge Japans.
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- Friedrich Alexander Kurz (Author), 2004, Über die Soziale Frage in Japan, 1868 - 1930, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/26731