Diese Arbeit untersucht die Selbstreferentialität Goethes in seinem Werk "Die Wahlverwandtschaften" in Bezug auf sein 1774 entstandenes Gedicht "Der König in Thule". Entsprechende Textstellen, an denen ein Zusammenhang herzustellen ist, und Parallelen zwischen den Stoffen werden auf ihre werkinternen und werkexternen Effekte untersucht.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Beschreibung der Kelchglas-Szenen in den Wahlverwandtschaften
- Beschreibung der Becher-Problematik im König von Thule
- Diverse Bedeutungsebenen des Kelchglases
- Omen des Todes
- Liebessymbol
- religiöse Assoziationen
- Einordnung in die Goetheschen Schaffensperioden
- Abschließende Beurteilung
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit untersucht die Selbstreferentialität Goethes in seinem Werk Die Wahlverwandtschaften in Bezug auf sein 1774 entstandenes Gedicht Der König in Thule. Entsprechende Textstellen, an denen ein Zusammenhang herzustellen ist, und Parallelen zwischen den Stoffen werden auf ihre werkinternen und werkexternen Effekte untersucht.
- Die Bedeutung des Kelchglas-Motivs in beiden Werken
- Die verschiedenen Bedeutungsebenen des Motivs, wie z.B. Omen des Todes, Liebessymbol und religiöse Assoziationen
- Die Einordnung der Werke in die Goetheschen Schaffensperioden
- Unterschiede in der Stoffverarbeitung und die Funktion der Symbole
- Rückschlüsse auf die Entwicklung Goethes als Autor
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in die Thematik ein und beschreibt die Selbstreferentialität Goethes in seinen Werken Die Wahlverwandtschaften und Der König in Thule. Im zweiten Kapitel werden die Kelchglas-Szenen in den Wahlverwandtschaften analysiert und die verschiedenen Bedeutungsaspekte des Motivs beleuchtet. Das dritte Kapitel befasst sich mit der Becher-Problematik im König von Thule und untersucht die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den beiden Werken. Im vierten Kapitel werden die verschiedenen Bedeutungsebenen des Kelchglas-Motivs, wie z.B. Omen des Todes, Liebessymbol und religiöse Assoziationen, untersucht. Das fünfte Kapitel befasst sich mit der Einordnung der Werke in die Goetheschen Schaffensperioden.
Schlüsselwörter
Die Arbeit fokussiert auf die Selbstreferentialität Goethes, das Kelchglas-Motiv, die Wahlverwandtschaften, Der König in Thule, Symbolik, Liebesbeziehungen, Schicksalhaftigkeit, Tod, Romantik, christlicher Glaube, Sturm und Drang, Schaffensperioden.
Häufig gestellte Fragen
Was symbolisiert das Kelchglas in Goethes "Wahlverwandtschaften"?
Es dient als vielschichtiges Symbol: als Omen des Todes, als Zeichen für schicksalhafte Liebesbeziehungen und trägt zudem religiöse Assoziationen in sich.
Welche Verbindung besteht zum Gedicht "Der König in Thule"?
Die Arbeit zeigt Goethes Selbstreferentialität auf, indem sie Parallelen zwischen dem Becher des Königs (Symbol lebenslanger Treue bis zum Tod) und dem Glas in den Wahlverwandtschaften zieht.
Was bedeutet das Kelchglas als "Omen des Todes"?
In den Wahlverwandtschaften kündigt das Zerbrechen oder der spezifische Umgang mit dem Glas oft tragische Wendungen oder das nahende Ende von Protagonisten an.
In welche Schaffensperioden fallen die untersuchten Werke?
"Der König in Thule" (1774) gehört zur Epoche des Sturm und Drang, während "Die Wahlverwandtschaften" (1809) der Weimarer Klassik bzw. der Übergangsphase zur Romantik zuzuordnen sind.
Wie unterscheidet sich die Symbolik des Bechers in den beiden Werken?
Während der Becher in der Ballade für unerschütterliche Treue steht, ist das Kelchglas im Roman eher ein Symbol für die Zerbrechlichkeit menschlicher Beziehungen und chemisch-schicksalhafter Anziehungskräfte.
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- Viktoria Freya Weigel (Author), 2013, Das Kelchglas-Motiv in den "Wahlverwandtschaften" (1809) und im "König von Thule" (1774) von Johann Wolfgang von Goethe, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/265887