"Flatrate-Partys", "Komasaufen" oder Trinkgelage in Parks und vor Supermärkten - die Thematik des Alkoholkonsums wird in unserer GGesellschaft fast ausschließlich auf die Jugend bezogen. [...] Alkoholische Getrännke dienten zu Beginn des modernen medizinischen Zeitalters und auch heute noch als Medizin. [...] Situationsabhängig und beinah arbiträr ist die Gradwanderung der Bedeutung und der Funktionen, die dem Alkoholkonsum zugeschrieben werden: Vom Feieraabendbierchen, dem Wein zum Fleisch, dem Sekt zum Anstoßen auf ein tolles Ereignis bis hin zur ggefährlichen Droge - das Problem mit Alkohol ist sein widersprüchlicher Stellenwert des Alkoholgenusses vs. der Droge ...
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Risiko-Diskurse
- Suchtprävention und Risikoverhalten
- Die Suchtprävention - von den Anfängen bis heute
- Risikoverhalten und Risikokompetenz
- Ausblick
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit untersucht die Problematik des Alkoholkonsums unter Jugendlichen im Kontext von Risiko-Diskursen und Suchtprävention. Die Analyse setzt sich zum Ziel, die verschiedenen Facetten des Risikoverhaltens sowie die Entwicklung und Herausforderungen der Suchtprävention in Deutschland zu beleuchten.
- Risiko-Diskurse und ihre Konstruktion in der Gesellschaft
- Die Rolle der Jugend in Risiko-Diskursen und die damit verbundenen Muster
- Entwicklung und Ansätze der Suchtprävention
- Der Begriff der "Risikokompetenz" im Kontext von Jugend und Alkohol
- Die Aufgaben der Gesellschaft und Pädagogik im Umgang mit Risikoverhalten
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung
Die Einleitung stellt die Problematik des Alkoholkonsums unter Jugendlichen und insbesondere das Phänomen des "Koma-Saufens" in den Vordergrund. Sie beleuchtet die widersprüchliche Rolle des Alkohols in der Gesellschaft, von der "Feierabendbierchen" bis zur gefährlichen Droge. Dabei wird die Bedeutung eines rationalen Umgangs mit Alkohol und der Notwendigkeit einer effektiven Alkoholpolitik hervorgehoben.
Risiko-Diskurse
Dieses Kapitel analysiert die Entstehung und Konstruktion von Risiko-Diskursen. Es geht um die Bedeutung der Risikoidentifizierung als Ausdruck kollektiver Ängste und die Verschiebung dieser Sorgen auf verschiedene gesellschaftliche Ebenen. Die Jugend wird als Projektionsfläche für gesellschaftliche Probleme und als Risikofaktor dargestellt, wobei die Notwendigkeit einer differenzierten Betrachtungsweise und der Fokus auf positive Aspekte des Risikoverhaltens hervorgehoben werden.
Suchtprävention und Risikoverhalten
Dieses Kapitel befasst sich mit den Ansätzen der Suchtprävention und deren Entwicklung in Deutschland. Im Zentrum stehen die Fragen nach den Kompetenzen, die Jugendliche zum Umgang mit Risiken benötigen, und der Unterstützung, die die Pädagogik ihnen bieten kann.
Schlüsselwörter
Schlüsselbegriffe der Arbeit sind: Risikodiskurse, Jugend, Alkoholkonsum, Suchtprävention, Risikokompetenz, Gesellschaft, Pädagogik, Struktur und Handeln. Diese Begriffe stehen im Zentrum der Analyse und ermöglichen eine tiefergehende Auseinandersetzung mit den Themen der Arbeit.
Häufig gestellte Fragen
Was versteht man unter dem Phänomen "Rauschtrinken" bei Jugendlichen?
Rauschtrinken (oft als "Komasaufen" bezeichnet) ist der Konsum großer Mengen Alkohol in kurzer Zeit mit dem Ziel, einen massiven Rauschzustand zu erreichen.
Warum ist der Stellenwert von Alkohol in der Gesellschaft widersprüchlich?
Alkohol wird einerseits als Genussmittel und Kulturgut (Feierabendbier, Anstoßen) akzeptiert, andererseits als gefährliche Droge mit hohem Suchtpotenzial eingestuft.
Was bedeutet "Risikokompetenz" im Umgang mit Alkohol?
Risikokompetenz ist die Fähigkeit von Jugendlichen, Gefahren realistisch einzuschätzen und einen verantwortungsvollen, maßvollen Umgang mit Rauschmitteln zu erlernen.
Wie hat sich die Suchtprävention in Deutschland entwickelt?
Sie wandelte sich von rein abschreckenden Verboten hin zu pädagogischen Ansätzen, die die Lebenskompetenz stärken und zur kritischen Reflexion anregen.
Welche Rolle spielen Risiko-Diskurse in der Pädagogik?
Risiko-Diskurse spiegeln oft gesellschaftliche Ängste wider. Die Pädagogik muss hierbei die Jugend nicht nur als "Risikofaktor" sehen, sondern positive Entwicklungsräume schaffen.
- Quote paper
- Leo Müller (Author), 2011, Rauschtrinken. Risikoverhalten und Suchtprävention, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/265357