Die vorliegende Arbeit beleuchtet die Rolle der Beitrittskandidaten zur Europäischen Union in diesem bis zum heutigen Zeitpunkt wenig erforschten „Konvent über die Zukunft Europas“.
Die Leitfrage dieser Arbeit lautet: Inwiefern konnten die im Konvent vertretenen Beitrittskandidaten Zypern, Malta, Ungarn, Polen, Rumänien, Slowenien, Lettland, Estland, Litauen, Bulgarien, die Tschechische Republik, die Slowakei und die Türkei die Arbeitsweise und die Ergebnisfindung des Konvents beeinflussen?
Diese Frage wird unter den Aspekten der Mitsprache und der Nutzung möglicher Zugeständnisse betrachtet und im Rahmen der Integrationsforschung angelegt.
Inhaltsverzeichnis
- Einführung
- Begriffsklärung
- Aufbau
- Schritte zum Konvent
- Erste Sitzung
- Zielsetzung des Konvents
- Der Auftrag von Laeken
- Ein geschlossenes Dokument
- Konsenspapier
- Ziel „Verfassungsvertrag“
- Organisation und Prozesse des Konvents
- Vorsitz und Repräsentation
- Verlauf, Prozesse, Agenda Setting und Ergebnisfindung
- Anhörungsphase
- Reflexionsphase
- Vorschlagsphase
- Phase der Nachbesserung
- Beitrittskandidaten: Zwischen Mitsprache und Machtlosigkeit
- Vertretung der Beitrittskandidaten im Konvent
- Positionen der Beitrittskandidaten
- Ausgangspositionen ausgewählter Beitrittskandidaten
- Einflussnahme
- Ergebnis und Ausblick
- Position der Beitrittskandidaten: Stark oder schwach?
- Durchsetzbarkeit der Ergebnisse
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Arbeit untersucht die Rolle der Beitrittskandidaten zur Europäischen Union im „Konvent über die Zukunft Europas“, mit dem Ziel, die Mitspracherechte und den Einfluss dieser Staaten auf die Arbeitsweise und Ergebnisfindung des Konvents zu beleuchten.
- Die Bedeutung des „Konvents über die Zukunft Europas“ im Kontext der EU-Erweiterung
- Die Rolle der Beitrittskandidaten im Konvent: Mitsprache und Machtlosigkeit
- Die Arbeitsweise und Prozesse des Konvents
- Die Positionen der Beitrittskandidaten im Konvent
- Die Analyse von Einflussfaktoren auf die Positionierung und Einflussnahme der Beitrittskandidaten
Zusammenfassung der Kapitel
Das erste Kapitel beleuchtet die Notwendigkeit des Konvents aus Sicht der EU-Mitgliedstaaten. Es folgt ein Kapitel zur Zielsetzung des Konvents, welches sich mit der Organisation, den Prozessen und der Arbeitsweise des Konvents auseinandersetzt. Im vierten Kapitel werden die Positionen der Beitrittskandidaten im Allgemeinen und anhand einiger ausgewählter Beispiele untersucht.
Schlüsselwörter
Die Arbeit konzentriert sich auf die Themen Beitrittskandidaten, Europäischer Konvent, EU-Erweiterung, Mitsprache, Einflussnahme, Machtverhältnisse, Integrationsforschung, institutionelle Rahmenbedingungen, Entscheidungsfindungsprozesse, Verfassungsvertrag.
Häufig gestellte Fragen
Welche Rolle spielten die Beitrittskandidaten im EU-Konvent?
Die Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen der formellen Mitsprache und der tatsächlichen Machtlosigkeit der 13 Kandidatenländer bei der Gestaltung der EU-Zukunft.
Was war der "Auftrag von Laeken"?
Die Erklärung von Laeken im Jahr 2001 gab den Startschuss für den Konvent zur Ausarbeitung eines Verfassungsvertrags für die EU.
Welche Länder waren als Beitrittskandidaten vertreten?
Unter anderem Zypern, Malta, Ungarn, Polen, Rumänien, die Türkei und die baltischen Staaten.
Konnten die Kandidaten das Endergebnis beeinflussen?
Obwohl sie an den Debatten teilnahmen, war ihr Einfluss auf die finalen Entscheidungen im Vergleich zu den alten Mitgliedstaaten oft begrenzt.
Was war das Ziel des Verfassungsvertrags?
Ziel war es, die EU durch ein geschlossenes Dokument handlungsfähiger, transparenter und demokratischer zu machen.
- Quote paper
- Andreas Belschner (Author), 2004, Die Rolle der Beitrittskandidaten im Europäischen Verfassungskonvent - zwischen Mitsprache und Machtlosigkeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/26480