Bilder sind in allen Bereichen des Lebens anzutreffen und allgegenwärtig. Begriffe wie "Massenmedium" oder "Bilderflut" spiegeln die Wahrnehmung der Gesellschaft von Bildern wieder.
Bilder wirken in der Regel in rascher Folge auf die Menschen ein und sind dementsprechend nur kurz zu betrachten. Eine Konzentration auf das Bild, beziehungsweise die Bilder, kann so nicht erfolgen. Dies birgt die Gefahr, dass alle Bilder nur sehr kurz betrachtet werden und eine längere Konzentration und kritische Auseinandersetzung nicht erfolgt, selbst wenn das Bild länger betrachtet werden kann.
In der Geschichtsdidaktik gibt es Tendenzen, die versuchen auf diese Entwicklung zu reagieren. Dennoch wird die Verwendung und Bewertung von Bildern in der Geschichtsdidaktik ambivalent betrachtet.
Diese Arbeit versucht den Einsatz von Bildern im Geschichtsunterricht, genauer gesagt den Einsatz zum Einstieg in eine Unterrichtsstunde oder –reihe, näher zu betrachten. In diesem Zusammenhang soll der Frage nachgegangen werden, ob sich Möglichkeiten zur Ausbildung des Geschichtsbewusstseins bieten und wenn ja welche.
Zunächst erfolgt eine allgemeine Betrachtung zur didaktischen Argumentation für den Einsatz von Bildern im Geschichtsunterricht. Daran anschließend sollen die didaktischen Möglichkeiten eines Einstiegs in Unterrichtsstunden und –reihen erläutert werden. Um einen Praxisbezug zu gewährleisten erfolgt die Analyse exemplarisch ausgewählter Schulbücher, anhand derer untersucht wird, wie diese mit dem Thema Bilder umgehen und diese für Einstiege nutzen. Auch ein kurzer Bezug zum Fachpraktikum soll genutzt werden, um Chancen und Risiken eines Einstiegs mittels eines Bildes deutlich zu machen. Ein Fazit fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und gibt einen kurzen Ausblick.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Allgemeine Geschichtsdidaktische Überlegungen zu Bildern
3. Bilder als Einstiege in Unterrichtsstunden und –reihen
3.1. Möglichkeiten des Einstiegs
3.2. Unterrichtsprinzipien und ihre Auswirkung auf die Verwendung von Bildquellen
3.3. Exemplarische Betrachtung des Bildeinsatzes in Schulbüchern
4. Bezug zum Fachpraktikum
5. Fazit
6. Literaturverzeichnis
Häufig gestellte Fragen
Warum eignen sich Bilder besonders gut als Einstieg in den Geschichtsunterricht?
Bilder wirken unmittelbar, können Neugier wecken und bieten einen schnellen visuellen Zugang zu historischen Themen.
Was versteht man unter „Geschichtsbewusstsein“?
Es ist die Fähigkeit, die Verbindung zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu verstehen und historische Ereignisse kritisch zu reflektieren.
Welche Gefahr birgt die „Bilderflut“ für Schüler?
Es besteht die Gefahr einer oberflächlichen Betrachtung, bei der die kritische Auseinandersetzung und Analyse des Bildinhalts ausbleibt.
Wie nutzen Schulbücher Bilder für den Unterrichtseinstieg?
Die Arbeit analysiert exemplarisch, ob Bilder in Schulbüchern nur illustrativ dienen oder gezielt zur Problematisierung und Hypothesenbildung eingesetzt werden.
Was sind die didaktischen Möglichkeiten eines Bildeinstiegs?
Bilder können als Provokation, zur Konfrontation mit Vorurteilen oder als Ausgangspunkt für eine Quellenanalyse dienen.
- Quote paper
- André Stepanek (Author), 2012, Bilder als Einstieg in Unterrichtsstunden. Möglichkeiten zur Ausbildung von Geschichtsbewusstsein?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/264104