Diese Arbeit beschäftigt sich sowohl mit den Motiven, die eine Gesellschaft zum Erwerb eigener Aktien veranlasst als auch mit den Risiken, die bei einem Aktienrückkauf den Beteiligten drohen. Zu Beginn der Arbeit wird allerdings zum besseren Gesamtverständnis der Thematik ausführlich auf die Rahmenbedingungen beim Aktienrückkauf eingegangen. Dabei wird zunächst die aktuelle Rechtslage in Deutschland genauer beleuchtet und anschließend auf die verschiedenen Rückkaufverfahren und die Bilanzierung eigener Anteile eingegangen. Um die Arbeit abzurunden, wird anhand eines Beispiels aus der Praxis ein aktueller Bezug zum Thema hergestellt und abschließend ein Fazit gezogen.
Inhaltsverzeichnis
Abkürzungsverzeichnis
1. Einleitung
2. Aktuelle Rechtslage in Deutschland
2.1 Begrenzte Ausnahmen vom Erwerbsverbot
2.2 Unbegrenzte Ausnahmen vom Erwerbsverbot
3. Verschiedene Rückkaufverfahren
3.1 Rückkauf über die Börse
3.2 Öffentliche Rückkaufangebote
3.2.1 Festpreisangebote an die Aktionäre
3.2.2 Auktionierung der Rücknahmeangebote
3.2.3 Ausgabe übertragbarer Verkaufsrechte
3.3 Privat ausgehandelter Rückkauf
4. Bilanzierung eigener Aktien
4.1 Bilanzierung nach HGB
4.2 Bilanzierung nach IFRS
5. Motive
5.1 Eigene Aktien als Akquisitionswährung
5.2 Ausnutzung einer Unterbewertung
5.3 Aktienrückkäufe zur Bedienung von Belegschaftsaktien und Aktienoptionen (Stock Options)
5.4 Ausschüttung nicht benötigter Liquidität
5.5 Optimierung der Kapitalstruktur
5.5.1 Senkung der Kapitalkosten
5.5.2 Steigerung der Eigenkapitalrentabilität
5.6 Aktienrückkäufe zum Schutz vor feindlichen Übernahmen
5.6.1 Erschweren der Übernahmefinanzierung
5.6.2 Beeinflussung der Aktionärsstruktur
5.6.3 Greenmailing
5.7 Gestaltung der Aktionärstruktur
5.8 Weitere Motive
6. Risiken
6.1 Gefahren für die Gesellschaft
6.2 Gefahren für die Gläubiger der Gesellschaft
6.2.1 Gefährdung der Kapitalaufbringung
6.2.2 Gefährdung der Kapitalerhaltung
6.2.3 Verdeckte Einlagenrückgewähr
6.3 Risiken für die Aktionäre
6.3.1 Ungleichbehandlung von Aktionären
6.3.2 Einflussnahme der Verwaltung auf die Eigentümerstruktur
6.3.3 Verringerung des Eigenkapitals
6.4 Gefährdung des Kapitalmarktes
6.4.1 Kursmanipulation
6.4.2 Insiderhandel
7. Aktuelles Beispiel eines Aktienrückkaufes aus der Praxis
8. Fazit
Literaturverzeichnis
Häufig gestellte Fragen
Was sind die Hauptmotive für einen Aktienrückkauf?
Unternehmen kaufen eigene Aktien zurück, um sie als Akquisitionswährung zu nutzen, eine Unterbewertung ausgleichend zu beeinflussen, Belegschaftsaktien zu bedienen oder die Kapitalstruktur (z. B. Steigerung der Eigenkapitalrentabilität) zu optimieren.
Welche rechtlichen Rahmenbedingungen gelten in Deutschland?
Die Arbeit beleuchtet die aktuelle Rechtslage in Deutschland, insbesondere die begrenzten und unbegrenzten Ausnahmen vom grundsätzlichen Erwerbsverbot eigener Anteile.
Welche Risiken bestehen für die Gläubiger?
Für Gläubiger besteht die Gefahr einer Gefährdung der Kapitalaufbringung und Kapitalerhaltung sowie das Risiko einer verdeckten Einlagenrückgewähr.
Welche Rückkaufverfahren gibt es?
Es wird zwischen Rückkäufen über die Börse, öffentlichen Rückkaufangeboten (z. B. Festpreisangebote oder Auktionen) und privat ausgehandelten Rückkäufen unterschieden.
Wie werden eigene Aktien bilanziert?
Die Arbeit erläutert die Bilanzierung eigener Anteile sowohl nach den Vorschriften des HGB (Handelsgesetzbuch) als auch nach den internationalen IFRS-Standards.
Können Aktienrückkäufe zur Abwehr feindlicher Übernahmen dienen?
Ja, sie können genutzt werden, um die Übernahmefinanzierung zu erschweren oder die Aktionärsstruktur gezielt zu beeinflussen (z. B. durch Greenmailing).
- Citar trabajo
- Pascal Schwab (Autor), 2012, Aktienrückkäufe. Motive und Risiken, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/263930