Der wesentliche Inhalt dieser Arbeit ist die Vorstellung ausgewählter
verhaltensanalytischer Modelle der Mikroökonomie. Der Schwerpunkt liegt hierbei auf der Analyse der Nachfragerentscheidungen bezüglich eines
Stromanbieterwechsels. Des Weiteren werden wesentliche Daten zum deutschen
sowie in Teilen zum europäischen Strommarkt vorgestellt. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf dem privaten Stromanbieterwechsel. Die verhaltensanalytischen Modelle werden unter Verwendung der statistischen Daten auf Plausibilität geprüft. Abschließend wird ein vom Autor selbst entwickelter Lösungsansatz vorgestellt. Dieser zielt auf die Steigerung der Stromanbieterwechselrate ab in Verbindung mit der Hebung von Gewinnpotenzial. Ergebnis dieser Arbeit ist eine volkswirtschaftlich ausgerichtete Verhaltensanalyse der auf dem Strommarkt auftretenden privaten Nachfrager. Die Analyse dient zudem zur Feststellung der Erfolgsaussichten des vorgeschlagenen Lösungsansatzes.
Inhaltsverzeichnis
- Vorwort
- Abstract
- 1 Einleitung
- 2 Grundlagen des Stromanbieterwechsels
- 2.1 Der Strommarkt in Deutschland
- 2.2 Der Strommarkt in Europa
- 2.3 Der Stromanbieterwechsel
- 2.4 Die Verhaltensökonomie
- 3 Verhaltensanalytische Modelle im Kontext des Stromanbieterwechsels
- 3.1 Das Modell des Homo oeconomicus
- 3.2 Das Modell des Homo sapiens
- 3.3 Das Prospect Theory Model
- 3.4 Das Framing-Effekt Model
- 3.5 Das Endowment-Effekt Model
- 4 Analyse der Ergebnisse
- 4.1 Vergleich der Modelle
- 4.2 Zusammenfassung der Ergebnisse
- 5 Lösungsansatz
- 5.1 Die Steigerung der Stromanbieterwechselrate
- 5.2 Die Hebung von Gewinnpotenzial
- 6 Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Bachelor-Thesis befasst sich mit dem Thema des privaten Stromanbieterwechsels unter Betrachtung der Verhaltensökonomie. Ziel ist es, die Entscheidungsprozesse der Konsumenten im Hinblick auf einen Stromanbieterwechsel zu analysieren und die Erfolgsaussichten eines vom Autor entwickelten Lösungsansatzes zur Steigerung der Stromanbieterwechselrate zu bewerten.
- Analyse des deutschen und europäischen Strommarktes
- Vorstellung und Anwendung verhaltensanalytischer Modelle auf die Entscheidungsprozesse beim Stromanbieterwechsel
- Beurteilung der Plausibilität der Modelle auf Basis statistischer Daten
- Entwicklung eines Lösungsansatzes zur Steigerung der Stromanbieterwechselrate
- Bewertung der volkswirtschaftlichen Auswirkungen des Lösungsansatzes
Zusammenfassung der Kapitel
- Kapitel 2: Grundlagen des Stromanbieterwechsels: Dieses Kapitel beleuchtet die Struktur des Strommarktes in Deutschland und Europa, beschreibt den Stromanbieterwechselprozess und führt in die Grundlagen der Verhaltensökonomie ein.
- Kapitel 3: Verhaltensanalytische Modelle im Kontext des Stromanbieterwechsels: Hier werden verschiedene Modelle aus der Verhaltensökonomie vorgestellt, die auf die Entscheidungsprozesse der Konsumenten beim Stromanbieterwechsel angewandt werden können. Dazu gehören Modelle wie der Homo oeconomicus, der Homo sapiens, die Prospect Theory, der Framing-Effekt und der Endowment-Effekt.
- Kapitel 4: Analyse der Ergebnisse: In diesem Kapitel werden die Ergebnisse der Anwendung der verhaltensanalytischen Modelle auf die Entscheidungsfindung von Konsumenten im Kontext des Stromanbieterwechsels analysiert und verglichen.
- Kapitel 5: Lösungsansatz: Hier wird ein vom Autor selbst entwickelter Lösungsansatz vorgestellt, der auf die Steigerung der Stromanbieterwechselrate und die Hebung von Gewinnpotenzial abzielt.
Schlüsselwörter
Stromanbieterwechsel, Verhaltensökonomie, Homo oeconomicus, Homo sapiens, Prospect Theory, Framing-Effekt, Endowment-Effekt, Strommarkt, Deutschland, Europa, Gewinnpotenzial, Lösungsansatz, Konsumentenverhalten, Entscheidungsfindung.
Häufig gestellte Fragen
Warum wechseln viele Privatpersonen ihren Stromanbieter nicht?
Verhaltensökonomische Effekte wie der Endowment-Effekt (Besitztumseffekt) oder Framing-Effekte führen dazu, dass Verbraucher beim bewährten Anbieter bleiben, selbst wenn ein Wechsel finanziell vorteilhaft wäre.
Was besagt das Modell des Homo oeconomicus im Strommarkt?
Dieses Modell geht davon aus, dass der Konsument rein rational handelt und sofort zum günstigsten Anbieter wechselt, sobald die Ersparnis die Wechselkosten übersteigt. Die Realität zeigt jedoch, dass dies oft nicht der Fall ist.
Was ist die Prospect Theory im Kontext des Anbieterwechsels?
Die Prospect Theory erklärt, dass Menschen Verluste stärker gewichten als Gewinne. Die Angst vor Komplikationen beim Wechsel wiegt oft schwerer als die Aussicht auf eine Strompreisersparnis.
Welchen Einfluss hat der Framing-Effekt?
Der Framing-Effekt beschreibt, wie die Darstellung von Informationen die Entscheidung beeinflusst. Je nachdem, wie Einsparpotenziale oder Wechselprozesse kommuniziert werden, steigt oder sinkt die Wechselbereitschaft.
Wie kann die Stromanbieterwechselrate gesteigert werden?
Durch die Reduzierung von wahrgenommenen Barrieren, einfachere Vergleichsprozesse und gezielte Ansprache, die psychologische Hemmschwellen abbaut, kann die Wechselrate erhöht werden.
Wie unterscheidet sich der deutsche vom europäischen Strommarkt?
Der deutsche Strommarkt ist durch eine hohe Anzahl an Anbietern und eine komplexe Preisstruktur geprägt, während andere europäische Märkte teilweise stärker zentralisiert oder unterschiedlich reguliert sind.
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- Boris Solis Mittwoch (Author), 2012, Der private Stromanbieterwechsel, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/263816