Diese Arbeit befasst sich mit dem Effekt der beiden Massenmedien Tagespresse und Fernsehen auf das Wahlverhalten, differenziert nach Wahlentscheid und Wahlbeteiligung. Zuerst wird auf Medieneffekte von neutraler Berichterstattung eingegangen, wobei Lesen von Tageszeitungen und Konsum von politischen Fernsehinhalten eine höhere Wahlbeteiligung zur Folge hat. Medieneffekte von tendenziöser Berichterstattung werden vor dem Hintergrund von inneren und äusseren Kontexten untersucht. Bedeutend hier ist vor allem der Effekt auf den Wahlentscheid, der durch demokratische Strukturen, einem funktionierenden Medienmarkt und starken vorhandenen Einstellungen gedämpft wird, durch höhere Aufmerksamkeit und eine grössere Konsumintensität hingegen zunimmt.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Einschränkung des Untersuchungsgegenstandes und verwandte Forschungszweige
- Der Effekt von neutraler Berichterstattung auf das Wahlverhalten
- Theoretische Überlegungen
- Wirkungskanäle
- Agenda-Setting
- Priming
- Framing
- Empirische Veröffentlichungen
- Unterschiede zwischen den Medienformen Presse und Fernsehen
- Effekt auf den Wahlentscheid
- Effekt auf die Wahlbeteiligung
- Unterschiede zwischen öffentlich-rechtlichen und kommerziellen Fernsehstationen
- Der Effekt von tendenziöser Berichterstattung auf das Wahlergebnis
- Theoretische Überlegungen
- Methodische Überlegungen
- Gatekeeping Bias
- Coverage Bias
- Statement Bias
- Empirische Forschungsergebnisse
- Existenz demokratischer Strukturen
- Medienmarkt
- Aufmerksamkeit und Konsumintensität
- Vorhandene Einstellungen und Parteibindung
- Gründe für das unterschiedliche Beurteilen von Medieneffekten
- Zusammenfassung
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit befasst sich mit der Frage, wie Massenmedien, insbesondere die Tagespresse und das Fernsehen, das Wahlverhalten der Bevölkerung beeinflussen. Im Fokus stehen dabei sowohl der Einfluss auf den Wahlentscheid als auch auf die Wahlbeteiligung.
- Die Wirkung von neutraler Berichterstattung auf das Wahlverhalten
- Die Effekte von tendenziöser Berichterstattung auf das Wahlergebnis
- Die Bedeutung von demokratischen Strukturen, Medienmärkten und vorhandenen Einstellungen für die Ausprägung von Medieneffekten
- Die unterschiedliche Beurteilung von Medieneffekten in der empirischen Forschung
- Die Rolle von Medien in einer Mediengesellschaft im Kontext von Politik und Wahlverhalten
Zusammenfassung der Kapitel
Die Arbeit beginnt mit einer Einleitung, die die Relevanz von Medien in unserer Gesellschaft und insbesondere im Bereich der Politik herausstreicht. Im Anschluss wird der Untersuchungsgegenstand der Arbeit definiert und auf verwandte Forschungszweige eingegangen. Das dritte Kapitel widmet sich der Wirkung neutraler Berichterstattung, wobei verschiedene Wirkungsformen wie Agenda-Setting, Priming und Framing vorgestellt und empirische Veröffentlichungen zum Einfluss von Tageszeitungen und Fernsehen auf Wahlentscheid und Wahlbeteiligung analysiert werden. Das vierte Kapitel beschäftigt sich mit dem Einfluss von tendenziöser Berichterstattung auf das Wahlergebnis. Dabei werden theoretische Überlegungen zur Wirkungsweise von verschiedenen Arten von Bias, wie Gatekeeping, Coverage und Statement Bias, angestellt und empirische Forschungsergebnisse im Kontext verschiedener Einflussfaktoren, wie demokratische Strukturen, Medienmarkt, Aufmerksamkeit und vorhandene Einstellungen, beleuchtet.
Schlüsselwörter
Die Arbeit beleuchtet den Einfluss von Massenmedien, insbesondere Tagespresse und Fernsehen, auf das Wahlverhalten. Im Fokus stehen die Wirkungsmechanismen von neutraler und tendenziöser Berichterstattung, sowie die Bedeutung von demokratischen Strukturen, Medienmärkten und Einstellungen. Zu den zentralen Themen der Arbeit gehören Agenda-Setting, Priming, Framing, Gatekeeping Bias, Coverage Bias, Statement Bias, Wahlentscheid, Wahlbeteiligung und Mediengesellschaft.
Häufig gestellte Fragen
Wie beeinflussen Tageszeitungen die Wahlbeteiligung?
Studien zeigen, dass das regelmäßige Lesen von Tageszeitungen die politische Informiertheit steigert und in der Folge zu einer höheren Wahlbeteiligung führt.
Was versteht man unter "Agenda-Setting" durch Medien?
Agenda-Setting bedeutet, dass Medien durch die Auswahl und Gewichtung von Themen bestimmen, welche Probleme die Öffentlichkeit für besonders wichtig hält.
Welchen Effekt hat tendenziöse Berichterstattung auf den Wahlentscheid?
Tendenziöse Berichterstattung kann den Wahlentscheid beeinflussen, wobei dieser Effekt bei unentschlossenen Wählern und hoher Konsumintensität am stärksten ist.
Was ist der Unterschied zwischen "Coverage Bias" und "Statement Bias"?
Coverage Bias bezieht sich auf die ungleiche zeitliche oder räumliche Berichterstattung über Parteien, während Statement Bias die wertende (positive oder negative) Sprache in der Berichterstattung meint.
Warum wirken Medieneffekte bei manchen Wählern weniger stark?
Starke vorhandene politische Einstellungen und eine feste Parteibindung wirken als Filter, die den Einfluss medialer Berichterstattung auf den Wahlentscheid dämpfen.
- Arbeit zitieren
- Lorenz Walthert (Autor:in), 2013, Der Effekt von Massenmedien auf das Wahlverhalten, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/263768