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Gerechtigkeit in der Organallokation in Deutschland

Titel: Gerechtigkeit in der Organallokation in Deutschland

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2013 , 17 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: B.A. Manuel Kröger (Autor:in)

Philosophie - Praktische (Ethik, Ästhetik, Kultur, Natur, Recht, ...)
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Hauptseminararbeit befasst sich mit dem Thema der Organverteilung in Deutschland. Dass Organmangel in der medizinischen Versorgung herrscht, ist wohl allgemein bekannt. Was aber sind die Ursachen und Folgen dieser Knappheit? Wie wird die gerechte Verteilung der Organe aktuell - so gut es eben geht - umgesetzt? Welche neuen Lösungsansätze sind für eine optimale Organversorgung und -verteilung denkbar? Diese Fragen versucht die vorliegende Arbeit zu beantworten.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Aktuelle Situation in der Organtransplantationsmedizin

2.1 Kurze Geschichte der Organtransplantation

2.2 Organmangel

2.2.1 Ursachen des Organmangels

2.2.2 Organhandel als Folge des Organmangels

2.2.3 Aktuelle Praxis in der Organallokation

3. Neue Lösungsansätze für eine gerechte Organallokation

4. Quellen

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die ethischen und rechtlichen Herausforderungen bei der Verteilung knapper Organressourcen in Deutschland und analysiert Lösungsansätze für eine gerechtere Organallokation unter Berücksichtigung medizinischer und struktureller Rahmenbedingungen.

  • Analyse der Ursachen für den bestehenden Organmangel
  • Ethische und rechtliche Problematik des Organhandels
  • Bewertung der aktuellen Vergabepraxis durch Organisationen wie Eurotransplant
  • Diskussion über Voraussetzungen für Lebend- und postmortale Spenden
  • Entwicklung von Lösungsansätzen zur Verbesserung der Allokationsgerechtigkeit

Auszug aus dem Buch

2.2.2 Organhandel als Folge des Organmangels

Natürlich generiert ein Organmangel bei den auf diese Spenderorgane angewiesenen Patienten Angst. Sie haben beständig die Gefahr vor Augen, dass sie kein Organ zugeteilt bekommen und sterben. Diese Notsituation lässt den Patienten nach Alternativen Ausschau halten: anstatt sich ein Organ von einer Zuteilungsstelle wie z. B. der Eurotransplant, welche u. a. für Deutschland zuständig ist, zuteilen zu lassen, kann er sich ein Organ kaufen, vornehmlich im Ausland. Womit wir bei dem Thema „Organhandel“ wären.

Bei aller gebotenen Skepsis kann allerdings als gesichert gelten, daß namentlich in Staaten der Dritten Welt, etwa in Indien, im Irak und in Ägypten, Organmärkte existieren. Sie konnten sich aufgrund der Verelendung breiter Bevölkerungsschichten bilden. Sehr arme Menschen opfern lebenswichtige Organe, um ihre schlecht wirtschaftliche Situation zu lindern. So soll es in Indien Ortschaften geben, in denen die Mehrheit der armen Bewohner die Niere verkauft hat. Die Empfänger kommen aus den Wohlstandsgesellschaften der alten und neuen Welt. Sie zahlen für die Organe hohe Beträge. Hinsichtlich des Anteils der Spender werden Beträge zwischen 150 und 2.000 DM genannt.

Mit Organen wird illegaler Handel betrieben. Kriminelle nutzen vor allem die „gesundheitliche Notlage lebensgefährlich Erkrankter“ und „finanzielle[…] Notlage“ potentieller Spender der Dritten Welt aus, um ihre Geschäfte mit den Organen zu machen. Dabei gibt es verschiedene Formen der Kriminalität: die „[…][f]reiwillige, bezahlte Spende“, die „[…][e]rzwungene und zum Teil trotzdem bezahlte Nierenentnahme“ und, die schwerste Form von allen, der „[…][v]erbrecherische Organraub“. Letzteres ist meist mit der Tötung des „Spenders“ verbunden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Der Autor erläutert das ethisch und rechtlich komplexe Themenfeld der Organverteilung in Deutschland und setzt dieses in einen internationalen Kontext.

2. Aktuelle Situation in der Organtransplantationsmedizin: Dieses Kapitel beschreibt die medizinischen und strukturellen Hintergründe des Organmangels, die Problematik des Organhandels sowie die geltenden Mechanismen der Organallokation.

3. Neue Lösungsansätze für eine gerechte Organallokation: Hier werden Lösungsansätze diskutiert, die von einer breiteren Aufklärung der Öffentlichkeit über medizinische Prävention bis hin zur Optimierung ethischer Verteilungskriterien reichen.

4. Quellen: Auflistung der verwendeten wissenschaftlichen Literatur und rechtlichen Grundlagen.

Schlüsselwörter

Organallokation, Organtransplantation, Organmangel, Organspende, Transplantationsgesetz, Ethik, Verteilungskriterien, Lebendspende, Postmortale Spende, Eurotransplant, Gesundheitswesen, Organhandel, Allokationsgerechtigkeit, Patientenautonomie, Medizinrecht

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der ethischen und rechtlichen Problematik der Verteilung von nicht-regenerierbaren Organen im deutschen Gesundheitssystem.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Felder sind die Ursachen des Organmangels, die rechtlichen Rahmenbedingungen der Organspende sowie die ethischen Herausforderungen der Organallokation.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, die aktuelle problematische Situation bei der Organverteilung darzustellen, die Gründe hierfür zu identifizieren und mögliche Lösungsansätze aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es handelt sich um eine systematische Literaturanalyse, die medizinische, ethische und rechtliche Fachpublikationen auswertet und vergleicht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Geschichte der Transplantation, die Ursachen der Ressourcenknappheit, die Auswüchse des illegalen Organhandels sowie aktuelle Vergabesysteme.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich primär über die Begriffe Organtransplantation, Allokationsgerechtigkeit, Organmangel und Transplantationsgesetz definieren.

Welche Rolle spielen Eurotransplant und das deutsche Transplantationsgesetz?

Eurotransplant fungiert als zentrale Vermittlungsstelle, deren System auf definierten Kriterien beruht, während das deutsche Transplantationsgesetz die gesetzlichen Rahmenbedingungen vorgibt, die in der Arbeit kritisch auf ihre ethische Qualität hinterfragt werden.

Warum wird die „Kommerzialisierung“ des menschlichen Körpers diskutiert?

Die Arbeit diskutiert dies im Kontext von Anreizsystemen für Organspenden einerseits und der Gefahr der Ausbeutung von Bedürftigen in Form von illegalem Organhandel andererseits.

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Details

Titel
Gerechtigkeit in der Organallokation in Deutschland
Hochschule
Ludwig-Maximilians-Universität München  (Philosophische Fakultät)
Veranstaltung
Seminar Praktische Philosophie: Gerechtigkeit und Gesundheitssystem
Note
1,3
Autor
B.A. Manuel Kröger (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
17
Katalognummer
V263715
ISBN (eBook)
9783656524304
ISBN (Buch)
9783656530954
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Philosophie Praktische Philosophie Ethik Organmangel Organverteilung Organallokation Organtransplantation Organhandel Organraub Gerechtigkeit
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
B.A. Manuel Kröger (Autor:in), 2013, Gerechtigkeit in der Organallokation in Deutschland, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/263715
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Leseprobe aus  17  Seiten
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