Diese Arbeit wurde im Rahmen eines Masterseminars erstellt, auf der BPinPM.net Konferenz 2013 vorgestellt und befasst sich mit einer Literaturrecherche zum Thema von Prozessrisiken. Im Allgemeinen wird sich mit der Identifikation, der Bewertung sowie der Handhabung von Risiken in Unternehmensprozesses auseinandergesetzt.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Definitionen
2.1 Prozess
2.2 Prozessrisiko
2.3 Monitoring
2.4 Risikomanagement
3. Identifikation und Bewertung von Prozessrisiken
3.1 Identifikation von Prozessrisiken
3.1.1 Checklisten
3.1.2 Delphi-Methode
3.2 Bewertung von Prozessrisiken
3.2.1 Quantitative Bewertungen
3.2.1.1 Volatilität
3.2.1.2 Value at Risk
3.2.2 Qualitative Bewertungen
4. Management von Prozessrisiken
4.1 Handlungsmaßnahmen
4.1.1 Risikovorsorge
4.1.2 Risikovermeidung
4.1.3 Risikobegrenzung
4.2 Monitoring
5. Zusammenfassung und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit verfolgt das Ziel, systematische Ansätze zur Identifikation, Bewertung und Steuerung von Prozessrisiken in Unternehmen darzustellen, um die Zielerreichung kritischer Geschäftsprozesse abzusichern.
- Grundlagen und Definitionen zu Prozessen und Risikomanagement
- Methoden zur Identifikation von Prozessrisiken (Checklisten, Delphi-Methode)
- Quantitative Bewertungsverfahren (Volatilität, Value at Risk)
- Qualitative Bewertungsansätze (Nutzwertanalyse)
- Strategien zum Management von Prozessrisiken
Auszug aus dem Buch
3.1.1 Checklisten
Checklisten eigenen sich für die Erkennung von Risiken und potentiellen Risikoquellen, welche einen offensichtlichen Einfluss auf den Prozess haben. Eine Checkliste stellt dabei einen Fragekatalog zur Verfügung, der speziell auf das Unternehmen und dessen Bedürfnisse abzielt. Ziel einer Checkliste ist ein systematisches Vorgehen, um homogene und lückenlose Risikoidentifikation auszuführen (Schneck 2010).
Anhand der dokumentierten Fragestellungen kann ein Prozess auf potentielle Risiken überprüft werden. Aus den gegeben Antworten lassen sich Risiken identifizieren und ableiten.
Ein Vorteil von Checklisten ist die einfache Ausführung, die Wiederverwendbarkeit für weitere Prozesse und der daraus resultierende Überblick von möglichen Risiken. Auf der anderen Seite steht jedoch das auftretende Sicherheitsgefühl, welches die Verwender von Checklisten den Glauben vermittelt, mit der Checkliste alle möglichen Risiken identifizieren zu können. Ebenfalls fehlt es bei dem Einsatz von bereits angefertigten Checklisten an Kreativität zur Findung von Risiken, welche nicht mittels der Checkliste zu finden sind (Wanner 2013).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung motiviert das Thema Risikomanagement durch die Notwendigkeit, Unternehmenskrisen durch frühzeitige Identifikation und Bewertung negativer Einflussfaktoren auf Prozesse zu minimieren.
2. Definitionen: Hier werden zentrale Fachbegriffe wie Prozess, Prozessrisiko, Monitoring und Risikomanagement definiert, um ein einheitliches Verständnis für die nachfolgende Arbeit zu schaffen.
3. Identifikation und Bewertung von Prozessrisiken: Dieses Kapitel erläutert Instrumente zur Risikoerkennung (Checklisten, Delphi-Methode) sowie Verfahren zur quantitativen und qualitativen Bewertung von identifizierten Risiken.
4. Management von Prozessrisiken: Der Fokus liegt auf aktiven Handlungsmaßnahmen wie Risikovorsorge, -vermeidung und -begrenzung sowie der kontinuierlichen Überwachung durch Monitoring.
5. Zusammenfassung und Ausblick: Das Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und skizziert potenzielle weitere Forschungsansätze, insbesondere hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit von Risikovorsorgemaßnahmen.
Schlüsselwörter
Prozessrisiko, Risikomanagement, Risikoidentifikation, Risikobewertung, Volatilität, Value at Risk, Nutzwertanalyse, Risikovorsorge, Risikovermeidung, Risikobegrenzung, Monitoring, Prozessmanagement, Unternehmensrisiko, Geschäftsprozesse
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der systematischen Handhabung von Prozessrisiken, angefangen bei deren Identifikation über die Bewertung bis hin zur aktiven Steuerung im Unternehmensalltag.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Zentrale Felder sind die Risikoidentifikation, quantitative und qualitative Bewertungsmethoden sowie Strategien zur Risikosteuerung und die Bedeutung eines kontinuierlichen Monitorings.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das primäre Ziel ist es, dem Leser Methoden aufzuzeigen, mit denen Risiken in Geschäftsprozessen frühzeitig erkannt, messbar gemacht und durch geeignete Maßnahmen limitiert werden können.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden zur Risikobewertung verwendet?
Die Arbeit stellt sowohl quantitative Methoden wie die Volatilität und den Value at Risk als auch qualitative Methoden wie die Nutzwertanalyse vor.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Identifikation (Checklisten, Delphi-Methode), die Bewertung (statistische und Nutzwert-Verfahren) sowie das Management von Prozessrisiken (Vorsorge, Vermeidung, Begrenzung).
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Die wichtigsten Schlagworte sind Prozessrisiko, Risikomanagement, Volatilität, Value at Risk, Nutzwertanalyse und Monitoring.
Warum wird die Delphi-Methode den Checklisten gegenübergestellt?
Die Delphi-Methode wird als komplexere Ergänzung zu Checklisten beschrieben, da sie durch Expertenbefragungen unvorhergesehene Risiken aufdecken kann, die bei starren Fragekatalogen oft übersehen werden.
Welche Rolle spielt die Volatilität bei der Risikovorsorge?
Die Volatilität dient als Kennzahl für die maximale Vermögensschwankung und kann theoretisch zur Bestimmung der Höhe finanzieller Rückstellungen zur Risikovorsorge herangezogen werden.
Was unterscheidet quantitative von qualitativen Bewertungsmethoden?
Quantitative Methoden basieren auf mathematischen und statistischen Modellen, während qualitative Methoden wie die Nutzwertanalyse nicht-monetäre Faktoren durch Skalen bewerten.
Wann ist eine Risikovermeidung laut Autor ratsam?
Die Risikovermeidung wird als letzte Option eingestuft, die nur dann angewandt werden sollte, wenn ein Prozess wirtschaftlich nicht tragbar ist und alle anderen Managementoptionen ausgeschöpft wurden.
- Quote paper
- Fabian Buckow (Author), 2013, Bewertung und Management von Prozessrisiken, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/262325