Abstract
Instrumente des Unternehmenswertorientierten Controllings:
Eine Analyse der strategischen Unternehmensziele und
der dahinterstehenden Stakeholder
Diese Arbeit behandelt die Hintergründe für die Verbreitung des Shareholder Value Ansatzes. Dabei werden u.a. die wesentlichsten Kritikpunkte an traditionellen Kennzahlen und der historische Kontext der Mergers & Acquisitions Welle der 1980er Jahre angesprochen.
Ferner wird der zentrale Oberbegriff der unternehmenswertorientierten Führung und seine Unterbegriffe: unternehmenswertorientiertes Controlling, der Shareholder Value Ansatz und das Stakeholder Value Konzept definiert und voneinander abgegrenzt. Dabei werden der Shareholder Value und der Stakeholder Ansatz miteinander verglichen. Es werden die unterschiedlichen Ziele bzw. Zielhierarchien der Ansätze, die verschiedenen (an der Zielformulierung) beteiligten Stakeholder und die praktische Umsetzbarkeit der Konzepte kritisch behandelt. Weiters erfolgt ein kurzer Exkurs in die Vorgaben des
österreichischen AktG.
Schließlich werden die operativen Instrumente des unternehmenswertorientierten Controllings, die wichtigsten Kennzahlen und Methoden: die DCF Methode, der EVA und der CFROI bzw. der CVA behandelt. Die Vor- und Nachteile der Kennzahlen werden dargestellt und ihre Eignung zur Unternehmensbewertung, zur Bewertung von strategischen Projekten, zur Messung des Periodenerfolges oder zur wertorientierten Vergütung wird erläutert. Im Rahmen der Behandlung des DCF Verfahrens und der damit verbundenen Ermittlung des WACC wird kritisch auf das CAPM eingegangen. In diesem Zusammenhang werden auch die risikopolitischen Nachteile einer festgesetzten Hurdle Rate in Höhe des WACC aufgezeigt.
In der Zusammenfassung werden schließlich die wichtigsten Ergebnisse der Arbeit dargestellt und kommentiert.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Die historischen Gründe für die Verbreitung der Shareholder Value Orientierung
2.1. Die Kritik an traditionellen Kennzahlen
2.2. Die M & A Welle der 1980er Jahre in den USA und die Ursachen für Wertlücken
3. Unternehmenswertorientierte Führung und ihre Ausprägungen
3.1. Unternehmenswertorientiertes Controlling
3.2. Das Shareholder Value Konzept
3.3. Der Stakeholder Value Ansatz
3.4. Exkurs: Die Vorgaben des § 70, Abs. 1, des österreichischen Aktiengesetzes
4. Operative Kennzahlen des unternehmenswertorientierten Controllings
4.1. Das DCF Verfahren
4.1.1. Die Werttreiber des DCF Ansatzes
4.1.2. Die Ermittlung der Kapitalkosten
4.2. Der EVA und der ROCE
4.3. Der CFROI und der CVA
5. Zusammenfassung
6. Literaturverzeichnis
7. Abkürzungsverzeichnis
8. Eidesstattliche Erklärung
Instrumente des Unternehmenswertorientierten Controllings:
Eine Analyse der strategischen Unternehmensziele und der dahinterstehenden Stakeholder
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Shareholder Value und Stakeholder Value?
Der Shareholder-Ansatz fokussiert auf die Interessen der Eigentümer, während der Stakeholder-Ansatz alle Anspruchsgruppen (Mitarbeiter, Kunden, Gesellschaft) einbezieht.
Welche operativen Kennzahlen nutzt das wertorientierte Controlling?
Wichtige Kennzahlen sind der Economic Value Added (EVA), der Cash Flow Return on Investment (CFROI) und der Cash Value Added (CVA).
Was ist die DCF-Methode?
Die Discounted Cash Flow (DCF) Methode dient der Unternehmensbewertung durch Diskontierung zukünftiger Zahlungsströme.
Warum verbreitete sich der Shareholder Value Ansatz in den 1980er Jahren?
Gründe waren die Kritik an traditionellen Kennzahlen und die massive Welle von Mergers & Acquisitions (M&A) in den USA.
Was besagt das CAPM im Zusammenhang mit den Kapitalkosten?
Das Capital Asset Pricing Model (CAPM) wird kritisch zur Ermittlung der Eigenkapitalkosten im Rahmen des WACC herangezogen.
- Quote paper
- Emanuel Beiser (Author), 2013, Kennzahlen des Unternehmenswertorientierten Controllings, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/262266