In dieser Arbeit soll, wie der Titel schon sagt, die methodisch-didaktische Stellung der Übung im Unterricht aufgezeigt werden. Da die Schülerinnen und Schüler im Unterricht etwas lernen sollen, sind ein möglicher Ausgangspunkt dazu verschiedene Lerntheorien, die ja den Lernvorgang in unterschiedliche Stufen fassen. So teilt ROTH den Lernvorgang in fünf Stufen auf und differenziert dabei die Stufe der Motivation, die Stufe der Schwierigkeiten, die Stufe des Tuns und Ausführens, die Stufe des Behaltens und Übens und die Stufe der Anwendung. Bei AEBLI hingegen findet sich eine Aufsplittung in vier Teilfunktionen des Lernprozesses , die da zum einen das problemlösende Aufbauen von Handlungen, Operationen und Begriffen , zum zweiten das Durcharbeiten von Handlungen, Operationen und Begriffen, zum nächsten das Üben und Wiederholen und zum letzten das Anwenden wären.
Auf jeden Fall ist die Übung bei den meisten lerntheoretischen Lernprozessgliederungen eine eigene Stufe. Oft wird das Lernen und Üben auch noch durch die Dimensionen Erfahren und Handeln erweitert. Man meint, dass sich Denkstrukturen aus verinnerlichten Handlungen heraus entwickeln.
Doch zunächst soll erst einmal der Begriff Übung definiert und in den Zusammenhang mit Unterricht gebracht werden. Speziell wird dann noch auf die Übung bei lernschwachen Schülerinnen und Schülern eingegangen.
Inhaltsverzeichnis
- Einführung
- Definition und Ziele der Übung
- Übung und Unterricht
- Entdeckendes Lernen und produktives Üben
- Übung im Unterricht bei lernschwachen Schülerinnen und Schülern
- Rahmenbedingungen und gegenwärtige Praxis an der Schule für Lernbehinderte
- Literatur
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit befasst sich mit der methodisch-didaktischen Bedeutung der Übung im Unterricht. Ziel ist es, die Rolle der Übung als wichtigen Bestandteil des Lernprozesses zu beleuchten und deren Bedeutung für Schülerinnen und Schüler, insbesondere lernschwache, zu verdeutlichen.
- Definition und Bedeutung des Übungsprozesses
- Zusammenhang zwischen Übung und Lerntheorien
- Praktische Anwendung von Übung im Unterricht
- Spezifische Herausforderungen bei der Gestaltung von Übungseinheiten für lernschwache Schülerinnen und Schüler
- Bedeutung von Motivation, Selbsttätigkeit und Rückmeldung im Kontext der Übung
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einführung
In diesem Kapitel wird der Fokus auf die methodisch-didaktische Stellung der Übung im Unterricht gelegt. Es werden verschiedene Lerntheorien vorgestellt, die den Lernprozess in verschiedene Stufen unterteilen, wobei die Übung eine zentrale Rolle einnimmt.
2. Definition und Ziele der Übung
Dieses Kapitel befasst sich mit der Definition des Begriffs "Übung" und seinen verschiedenen Interpretationen. Es werden verschiedene Ziele der Übung aufgezeigt, wie z.B. die Verbesserung der Qualität von Kenntnissen, die Ausbildung von Fertigkeiten und die Förderung der geistigen Fähigkeiten.
3. Übung und Unterricht
In diesem Kapitel wird die Bedeutung der Übung im Unterricht hervorgehoben und verschiedene Thesen zum Thema Übung vorgestellt. Zudem werden verschiedene Übungsphasen und -grundsätze vorgestellt, die eine effektive und zielgerichtete Anwendung der Übung im Unterricht ermöglichen sollen.
Häufig gestellte Fragen
Welche Rolle spielt die Übung im Lernprozess?
Übung ist eine zentrale Stufe in Lerntheorien (z. B. bei Roth oder Aebli), die dazu dient, erworbenes Wissen zu festigen, Fertigkeiten zu automatisieren und die Anwendung des Gelernten vorzubereiten.
Was ist der Unterschied zwischen Entdeckendem Lernen und Produktivem Üben?
Entdeckendes Lernen fokussiert auf das Finden neuer Lösungen, während produktives Üben bekannte Strukturen vertieft und durch Variationen das Verständnis festigt.
Wie sollte Übung bei lernschwachen Schülern gestaltet sein?
Bei lernschwachen Schülern sind kleine Schritte, häufige Wiederholungen, motivierende Rückmeldungen und eine klare Strukturierung der Übungsphasen besonders wichtig.
Was sind die Ziele des Übungsprozesses?
Ziele sind die Verbesserung der Kenntnisqualität, die Ausbildung von Automatismen (Fertigkeiten) und die Förderung der allgemeinen geistigen Fähigkeiten der Schüler.
Warum ist Motivation beim Üben entscheidend?
Da Üben oft Wiederholung bedeutet, sichert eine hohe Motivation die nötige Ausdauer und Konzentration, die für den langfristigen Lernerfolg unerlässlich sind.
- Quote paper
- Thomas Schrowe (Author), 2004, Die methodisch-didaktische Bedeutung der Übung im Unterricht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/25955