Ausgehend von Rousseaus Naturzustandskonzeptions wird seine Vertragslehre zur Darstellung gebracht und anhand zentraler Begriffe (wie Gemeinwille, Volkssouveränität etc.) eingehend erläutert. In einer kritischen Auseinandersetzung mit den Schwachstellen seiner Theorie wird schließlich auch deren Einfluss auf die Jakobiner der französischen Revolution beleuchtet und eine allgemeine Verortung in der Tradition der Politischen Theorie vorgenommen.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Rousseaus Menschenbild
- Der Mensch im Naturzustand
- Der Mensch nach der Vergesellschaftung
- Mit dem Gesellschaftsvertrag zur bürgerlichen Freiheit
- Volkssouveränität und Gemeinwille
- Einschränkungen und Schwachstellen in Rousseaus politischer Theorie
- Rousseau: Demokrat oder Vorläufer des Totalitarismus?
- Der Gesellschaftsvertrag und die Französische Revolution
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Arbeit beschäftigt sich mit Rousseau's Demokratiemodell. Der Fokus liegt auf der Analyse des Menschenbildes und der Entwicklung des Gesellschaftsvertrags, der für Rousseau die Grundlage für eine freiheitliche Gesellschaft darstellt. Es werden die zentralen Elemente seiner politischen Theorie, wie Volkssouveränität und Gemeinwille, erläutert und die Einschränkungen und Schwachstellen, die er selbst benennt, sowie die in seiner Theorie erkennbaren, analysiert.
- Rousseaus Menschenbild und der Naturzustand
- Die Vergesellschaftung und ihre Auswirkungen auf den Menschen
- Der Gesellschaftsvertrag als Mittel zur bürgerlichen Freiheit
- Volkssouveränität und Gemeinwille als zentrale Elemente der politischen Theorie
- Kritik an Rousseaus Modell: Einschränkungen, Schwachstellen und Einordnung in die Demokratietheorie
Zusammenfassung der Kapitel
Das erste Kapitel beleuchtet Rousseaus Menschenbild und die Entwicklung des Menschen vom Naturzustand, den er als positiv beschreibt, hin zur bürgerlichen Gesellschaft, in der der Mensch seiner Meinung nach entfremdet ist. Im zweiten Kapitel wird der Gesellschaftsvertrag und seine zentralen Elemente, die Volkssouveränität und der Gemeinwille, näher erläutert. Kapitel drei befasst sich mit den Einschränkungen und Schwachstellen von Rousseaus Gesellschaftsvertrag und analysiert, ob man ihn als Vertreter der Demokratie oder als Vorläufer des Totalitarismus betrachten kann.
Schlüsselwörter
Rousseau, Gesellschaftsvertrag, Naturzustand, Vergesellschaftung, Volkssouveränität, Gemeinwille, bürgerliche Freiheit, Demokratie, Totalitarismus, Französische Revolution.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Kern von Rousseaus Gesellschaftsvertrag?
Der Gesellschaftsvertrag dient dazu, die natürliche Freiheit des Menschen in bürgerliche Freiheit umzuwandeln, indem sich jeder Einzelne dem Gemeinwillen unterordnet.
Was versteht Rousseau unter dem „Gemeinwillen“ (volonté générale)?
Der Gemeinwille ist nicht die Summe aller Einzelinteressen, sondern das, was dem Wohl der gesamten Gemeinschaft dient. Er ist unfehlbar und die Quelle der Gesetze.
Wie unterscheidet sich der Naturzustand von der Gesellschaft?
Im Naturzustand ist der Mensch frei und gut, aber isoliert. Durch die Vergesellschaftung entsteht Eigentum und Ungleichheit, was den Gesellschaftsvertrag notwendig macht, um Freiheit wiederherzustellen.
Warum wird Rousseau oft als Vorläufer des Totalitarismus kritisiert?
Kritiker bemängeln, dass die totale Unterordnung unter den Gemeinwillen keine Minderheitenrechte zulässt und den Einzelnen „zur Freiheit zwingen“ will, was missbraucht werden kann.
Welchen Einfluss hatte Rousseau auf die Französische Revolution?
Seine Ideen zur Volkssouveränität waren eine zentrale Inspiration für die Jakobiner und prägten das demokratische Verständnis der Revolutionäre maßgeblich.
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- Timo Blaser (Author), 2004, Rousseaus Demokratiemodell, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/25662