Frauen werden auf dem Arbeitsmarkt gegenüber Männern benachteiligt, sie arbeiten unter schlechteren Arbeitsbedingungen und für eine geringere Entlohnung. Zwar sind viele Frauen berufstätig, viele geben aber ihre Berufstätigkeit auf, sobald sie eine Familie gründen und schaffen es kaum wieder in ihre berufliche Stellung zurück nachdem sie ihre Kinder aufgezogen haben. In führenden Positionen sind Frauen nach wie vor unterrepräsentiert und eine Änderung dieser Tatsache ist nicht in Sicht.
Doch wie entsteht diese soziale Ungleichheit und kann sie aufgehoben werden?
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit dem Aspekt der sozialen Schließung, die geschlechtsspezifische Ungleichheit auf dem Arbeitsmarkt enstehen lässt und reproduziert.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Deutschland: ein konservativer Sozialstaat
- Definition
- Prinzipien des deutschen Sozialstaates
- Soziale Schließung
- Der Begriff der sozialen Schließung
- Schließungsstrategien
- Gruppenidentität
- Folgen von Schließungsprozessen
- Ausschließung der Frauen aus dem Arbeitsmarkt
- Geschlechtsspezifische Arbeitsmarktsegregation durch Soziale Schließung
- Geschlechtsspezifische Arbeitsmarktsegregation durch Ausbeutung
- Schluss
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Arbeit beleuchtet die soziale Schließung als einen Faktor, der zur geschlechtsspezifischen Ungleichheit auf dem Arbeitsmarkt beiträgt. Sie untersucht die Prinzipien des deutschen Sozialstaates, insbesondere im Kontext der traditionellen Geschlechterrollen, und analysiert, wie diese zur Benachteiligung von Frauen auf dem Arbeitsmarkt beitragen.
- Das deutsche Sozialstaatssystem und seine Prinzipien
- Das Konzept der sozialen Schließung und seine Mechanismen
- Die Rolle der sozialen Schließung bei der geschlechtsspezifischen Arbeitsmarktsegregation
- Die Verbindung zwischen dem deutschen Sozialstaat und der geschlechtsspezifischen Ungleichheit auf dem Arbeitsmarkt
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung
Die Einleitung stellt die Thematik der geschlechtsspezifischen Ungleichheit auf dem Arbeitsmarkt vor und verdeutlicht die Problematik der Unterrepräsentation von Frauen in Führungspositionen und der Schwierigkeit, nach der Familienphase wieder in den Beruf einzusteigen.
Deutschland: ein konservativer Sozialstaat
Dieses Kapitel definiert den Begriff des Sozialstaates im Vergleich zum Wohlfahrtsstaat und stellt die Prinzipien des deutschen Sozialstaates dar. Es hebt die Rolle des Katholizismus und das Prinzip der Subsidiarität hervor.
Soziale Schließung
Dieses Kapitel definiert den Begriff der sozialen Schließung und beschreibt verschiedene Schließungsstrategien, die zur Bildung von Gruppenidentität führen können. Es erläutert auch die Folgen von Schließungsprozessen.
Ausschließung der Frauen aus dem Arbeitsmarkt
Dieses Kapitel untersucht, wie soziale Schließung zur Benachteiligung von Frauen auf dem Arbeitsmarkt beiträgt. Es analysiert die geschlechtsspezifische Arbeitsmarktsegregation durch soziale Schließung und Ausbeutung.
Schlüsselwörter
Sozialstaat, Wohlfahrtsstaat, soziale Schließung, Geschlechterungleichheit, Arbeitsmarktsegregation, traditionelle Geschlechterrollen, Hausfrauenmodell, Erwerbsarbeit, Reproduktionsarbeit, Transferleistungen, soziale Infrastruktur.
Häufig gestellte Fragen
Warum sind Frauen auf dem Arbeitsmarkt benachteiligt?
Frauen arbeiten oft unter schlechteren Bedingungen, erhalten geringere Entlohnung und sind in Führungspositionen unterrepräsentiert. Soziale Schließungsprozesse tragen zur Aufrechterhaltung dieser Ungleichheit bei.
Was bedeutet „soziale Schließung“ auf dem Arbeitsmarkt?
Soziale Schließung beschreibt Mechanismen, durch die privilegierte Gruppen (oft Männer) den Zugang zu Ressourcen und Positionen für andere Gruppen (Frauen) einschränken, um ihre Vorteile zu sichern.
Welchen Einfluss hat das deutsche Sozialstaatssystem?
Deutschland gilt als konservativer Sozialstaat, der oft traditionelle Geschlechterrollen und das Hausfrauenmodell fördert, was den Wiedereinstieg von Frauen nach der Familienphase erschwert.
Was ist der Unterschied zwischen Erwerbsarbeit und Reproduktionsarbeit?
Erwerbsarbeit ist bezahlte Arbeit am Markt, während Reproduktionsarbeit unbezahlte Haus- und Sorgearbeit umfasst, die statistisch gesehen immer noch überwiegend von Frauen geleistet wird.
Wie hängen Ausbeutung und Arbeitsmarktsegregation zusammen?
Die Segregation führt dazu, dass Frauen in schlechter bezahlte Branchen abgedrängt werden, was eine Form der wirtschaftlichen Ausbeutung darstellt und soziale Ungleichheit reproduziert.
- Quote paper
- Magistra Artium Melanie Kindermann (Author), 2000, Geschlechtsspezifische Arbeitsmarktsegregation, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/25515