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Motorische Fähigkeiten und Defizite bei Grundschulkindern im Sportunterricht

Title: Motorische Fähigkeiten und Defizite bei Grundschulkindern im Sportunterricht

Diploma Thesis , 2003 , 66 Pages

Autor:in: Katja Biersch (Author)

Sport - Kinematics and Training Theory
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Beweglichkeit und Kind - ist das nicht eine unzertrennliche Einheit? Sind nicht Kinder Bewegungsspezialisten? Wer an Kinder denkt, der stellt sich Wesen vor, die ständig in Bewegung sind, die herumtollen, laufen, rennen, spielen, raufen, klettern, balancieren oder springen. Aber warum haben dann bereits Kinder gerade im Grundschulalter motorische Defizite?

Diese Frage beschäftigte mich seit geraumer Zeit. Im Rahmen meines Sportstudiums an der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe habe ich bisher viele Kinder im Sportunterricht erlebt, deren motorische Fähigkeiten erhebliche Schwächen aufzeigten. Auf diese Weise habe ich viele Erfahrungen und Eindrücke gesammelt, die letztlich ausschlaggebend für die Thematik dieser Arbeit sind.

Die Beweglichkeit beeinflusst nicht nur die psychische, emotionale und geistige Befindlichkeit von Kindern, sondern hat auch Auswirkungen auf die soziale Entwicklung eines Kindes. Daher ist es mir ein großes Anliegen, Kinder zum Sport zu motivieren, um so ihre Gesundheit, ihr Durchsetzungsvermögen und ihr Selbstwertgefühl zu stärken. Anhand einer zweiten Klasse der Schillerschule Ettlingen möchte ich eine exemplarische Unterrichtsstunde durchführen und zeigen, dass Bewegungsaufgaben und Übungen, die der Verbesserung motorischer Fähigkeiten dienen, eine abwechslungsreiche Alternative zum gewöhnlichen Sportunterricht darstellen. Da sich diese Übungen auch spielerisch durchführen lassen, sind sie sehr motivierend und bereiten den Kindern viel Spaß und Freude an der Bewegung.

In diesem Sinne möchte ich mich vor allem bei den Kindern der Schillerschule Ettlingen bedanken, die durch viel Einsatz und Energie gezeigt haben, dass Bewegung trotz anspruchsvoller Aufgabenstellung jede Menge Spaß bereiten kann. Mein Dank gilt auch ihrer Sportlehrerin Frau Peter. Ohne ihre Bereitschaft wäre die Durchführung der exemplarischen Unterrichtsstunde nicht möglich gewesen.

Des Weiteren gilt mein Dank meinen Kommilitoninnen Inga Eichelberger, Julia Gerstberger und Michaela Unser, die mir hilfsbereit zur Seite standen und so eine effektive Übungsstunde mit Kleingruppen ermöglichten.

Abschließend möchte ich mich besonders bei Herrn Prof. Dr. phil. Bloss und Frau Rebok für ihre Bereitschaft bedanken, meine Arbeit in dieser Zeit zu betreuen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1 Die Motorik

1.1 Zum Begriff Motorik

1.1.1 Motorische Fähigkeiten

1.1.2 Konditionelle Fähigkeiten

1.1.3 Koordinative Fähigkeiten

1.2 Motorische Entwicklung

1.2.1 Motorische Entwicklung im Vorschulalter

1.2.2 Motorische Entwicklung im Grundschulalter

1.2.3 Motorische Fähigkeiten und Defizite bei Grundschulkindern heute

1.3 Motorisches Lernen

1.3.1 Die Phasen des Lernverlaufs nach Meinel/Schnabel

1.4 Sportmotorische Tests

1.4.1 Die Gütekriterien sportmotorischer Tests

1.4.2 Fragebogen für Kinder und Jugendliche

2 Die Bewegungskoordination

2.1 Zum Begriff Bewegungskoordination

2.1.1 Entwicklung der Koordination

2.1.2 Entwicklung der Grobkoordination

2.1.3 Entwicklung der Feinkoordination

2.1.4 Symptome und Ursachen von Koordinationsschwäche

3 Die Beweglichkeit

3.1 Zum Begriff Beweglichkeit

3.1.1 Die Bedeutung der Beweglichkeit für die soziale Entwicklung des Kindes

3.1.2 Die Bedeutung der Beweglichkeit für die Persönlichkeitsentwicklung des Kindes

3.2 Bewegungsmöglichkeiten

3.2.1 Bewegungsmöglichkeiten im Elternhaus

3.2.2 Präventive Maßnahmen seitens des Elternhauses

3.2.3 Bewegungsmöglichkeiten in der Schule

3.2.4 Präventive Maßnahmen seitens der Schule

3.2.5 Ursachen und Folgen von Bewegungsmangel

4 Umsetzungsmöglichkeit im Schulsport

4.1 Motorik im Bildungsplan des 2. Schuljahres

4.2 Fachdidaktische Konzepte nach Kurz und Funke

4.2.1 Handlungsfähigkeit im Sport

4.2.2 Körpererfahrungen im Sportunterricht

4.2.3 Bezug zum allgemeinen Erziehungs- und Bildungsauftrag im Fach Sport

4.3 Spiel- und Übungsformen zur gezielten Verbesserung der Motorik

4.3.1 Schulung der Orientierungsfähigkeit

4.3.2 Schulung der Reaktionsfähigkeit

4.3.3 Schulung der Gleichgewichtsfähigkeit

4.3.4 Schulung der Rhythmusfähigkeit

4.3.5 Schulung der Differenzierungsfähigkeit

4.4 Planung der Unterrichtsstunde für das 2. Schuljahr

4.4.1 Methodisch-didaktische Vorüberlegungen

4.4.2 Zielsetzung der Unterrichtsstunde

4.4.3 Aufbau der Unterrichtsstunde

4.5 Praktische Durchführung der Unterrichtsstunde

4.5.1 Stundenverlaufsplan

4.5.2 Erläuterungen zum Verlauf der Unterrichtsstunde

4.5.3 Zusammenfassung und kritischer Rückblick

5 Schlusswort

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die motorischen Fähigkeiten und Defizite bei Grundschulkindern. Das Ziel ist es, durch die Erarbeitung theoretischer Grundlagen und die Durchführung einer exemplarischen Unterrichtsstunde aufzuzeigen, wie spielerische Bewegungsaufgaben einen wertvollen Beitrag zur Förderung der Motorik und der allgemeinen Entwicklung von Kindern leisten können.

  • Grundlagen der Motorik und motorischen Entwicklung im Kindesalter.
  • Analyse von Koordinationsfähigkeit, Beweglichkeit und motorischem Lernen.
  • Die Bedeutung von Bewegung für die soziale und persönliche Entwicklung.
  • Ursachen und Auswirkungen von Bewegungsmangel bei Grundschulkindern.
  • Fachdidaktische Ansätze und praktische Umsetzung im Sportunterricht.

Auszug aus dem Buch

1.1.3 Koordinative Fähigkeiten

Als entscheidende Leistungsvoraussetzungen des Sportlers kamen die koordinativen Fähigkeiten unter dem Begriff „Gewandtheit“ am Ende der sechziger Jahre in die Diskussion. „Unter Gewandtheit wurde allgemein die Fähigkeit zur schnellen und zweckmäßigen Lösung motorischer Aufgaben verstanden“. In den siebziger Jahren wurde der Terminus „Gewandtheit“ durch den Begriff „koordinative Fähigkeiten“ abgelöst, da dieser mehr der Vielgestaltung der Bewegungshandlungen im Sport und in anderen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens entsprach.

Unter koordinativen Fähigkeiten sind komplexe Leistungsvoraussetzungen zu verstehen, „die das Lernen und die Leistungsrealisierung von Bewegungsfertigkeiten ermöglichen und ihre Ausprägung beeinflussen“. Koordinative Fähigkeiten basieren nach KIPHARD auf einem harmonischen und möglichst ökonomischen Zusammenwirken von Muskeln, Nerven und Sinnen, welches zu zielgenauen gleichgewichtssicheren Bewegungsaktionen (Willkürmotorik) und schnellen, situationsangepassten Reaktionen (Reflexmotorik) führt. Die Bedeutung der koordinativen Fähigkeiten liegt darin, dass sie den Bewegungsfluss optimieren und die sensomotorische Lernfähigkeit steigern. Koordinative Fähigkeiten „sind nicht nur Voraussetzungen für sportliche Tätigkeiten, sondern auch ihr Ergebnis. Das heißt, sie entwickeln sich nur in der Tätigkeit“. Ihre Entwicklung ist im Allgemeinen von dem biologischen Reifungsprozess, dem Umfang und der Qualität der Bewegungsaktivität, der Bildungs- und Erziehungsarbeit sowie von gesellschaftlichen und sozialen Wirkfaktoren abhängig. Koordinative Fähigkeiten sollten niemals isoliert, sondern nur komplex geschult werden. Ausgeprägte koordinative Fähigkeiten dienen der Verletzungsprophylaxe und beugen Sportunfälle vor, da auf unvorhergesehene Gefahren besser reagiert und zudem Fehlbelastungen vermieden werden können.

Zusammenfassung der Kapitel

Die Motorik: Dieses Kapitel definiert motorische Grundlagen, erläutert die motorische Entwicklung im Kindesalter und führt in das motorische Lernen sowie sportmotorische Tests ein.

Die Bewegungskoordination: Hier wird der Begriff der Koordination erläutert, die Entwicklung der Grob- und Feinkoordination beschrieben sowie auf Symptome und Ursachen von Koordinationsschwächen eingegangen.

Die Beweglichkeit: Das Kapitel analysiert die Bedeutung der Beweglichkeit für die soziale und persönliche Entwicklung von Kindern und beleuchtet die Zusammenhänge mit Bewegungsmangel.

Umsetzungsmöglichkeit im Schulsport: Hier werden didaktische Konzepte sowie zahlreiche praktische Spiel- und Übungsformen für den Sportunterricht im 2. Schuljahr vorgestellt und reflektiert.

Schlusswort: Das Schlusswort resümiert die Bedeutung einer gezielten motorischen Förderung für die Gesundheit und Entwicklung von Grundschulkindern.

Schlüsselwörter

Motorik, Bewegungskoordination, Beweglichkeit, motorische Entwicklung, Sportunterricht, Grundschule, Koordinationsschwäche, Bewegungsmangel, Spielpädagogik, psychomotorische Entwicklung, motorische Fähigkeiten, Handlungsfähigkeit, Sportdidaktik, Bewegungsförderung, Gesundheitsprophylaxe.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der motorischen Grundbildung von Kindern im Grundschulalter und untersucht, wie man motorische Defizite durch gezielte, spielerische Bewegungsangebote im Sportunterricht reduzieren kann.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen der Motorik, die koordinativen Fähigkeiten, der Einfluss von Bewegung auf die kindliche Entwicklung (sozial und persönlich) sowie didaktische Konzepte zur praktischen Umsetzung im Schulsport.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, den Nutzen vielfältiger Bewegungserfahrungen aufzuzeigen und anhand einer exemplarischen Unterrichtsstunde zu demonstrieren, wie Kinder für Sport begeistert und in ihrer Motorik gefördert werden können.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse aktueller sportwissenschaftlicher und pädagogischer Erkenntnisse sowie auf der praktischen Durchführung und Reflexion einer Unterrichtsstunde an einer zweiten Klasse.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil behandelt neben theoretischen Definitionen der Motorik und Koordination die Ursachen für Bewegungsmangel, fachdidaktische Konzepte (nach Kurz und Funke) sowie konkrete Spiel- und Übungsformen zur Schulung spezifischer koordinativer Fähigkeiten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Motorik, Bewegungskoordination, Bewegungsförderung, Grundschulsport und psychosoziale Entwicklung charakterisiert.

Wie unterscheidet sich die Grobkoordination von der Feinkoordination?

Während die Grobkoordination durch noch fehlerhafte Bewegungsabläufe und mangelnden Bewegungsfluss gekennzeichnet ist, zeichnet sich die Feinkoordination durch eine harmonische, zielgenaue und ökonomische Steuerung der Bewegungen aus.

Warum spielt die Selbständigkeit der Kinder eine wichtige Rolle in der Unterrichtsplanung?

Die Autorin betont, dass die eigenständige Auswahl und Kombination von Bewegungsstationen die Motivation und das Selbstvertrauen der Kinder stärkt, was essenziell für einen erfolgreichen Lernprozess im Sportunterricht ist.

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Details

Title
Motorische Fähigkeiten und Defizite bei Grundschulkindern im Sportunterricht
College
Karlsruhe University of Education  (Sport-Sportwissenschaften)
Author
Katja Biersch (Author)
Publication Year
2003
Pages
66
Catalog Number
V24922
ISBN (eBook)
9783638276849
Language
German
Tags
Motorische Fähigkeiten Defizite Grundschulkindern Sportunterricht
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Katja Biersch (Author), 2003, Motorische Fähigkeiten und Defizite bei Grundschulkindern im Sportunterricht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/24922
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