In der Bundesrepublik Deutschland (BRD) ist bereits seit Ende der 80`er Jahre die Arbeitszeitflexibilisierung ein Thema der Personalpolitik.1 Vor dem Hintergrund relativ hoher Lohnkosten bei gleichzeitig kurzen Arbeitszeiten wird der flexiblen Arbeitszeit ein großer Stellenwert für die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft in der BRD zugemessen.2 Diverse Praxisbeispiele zeigen dabei, welche Potentiale in innovativen Lösungen stecken. 3 Daher befasst sich die vorliegende Hausarbeit mit neuen Modellen der Arbeitszeitflexibilisierung. Nach einer Erläuterung der Grundbegriffe wird im Folgenden zunächst auf die rechtlichen Rahmenbedingungen der Arbeitszeitflexibilisierung eingegangen. Danach folgt eine Beschreibung verschiedener neuer flexibler Arbeitszeitmodelle. Um den Umfang der Arbeit einzugrenzen, beschränkt sich die Betrachtung auf drei Modelle, wobei eines davon mit einem Praxisbeispiel verdeutlicht wird. Abschließend folgt ein Fazit und Ausblick. Innerhalb der vorliegenden Arbeit wird stets die maskuline Form verwendet. Natürlich sind aber stets beide Geschlechter gemeint, wenn nicht im Einzelfall etwas anderes ersichtlich ist.
Inhaltsverzeichnis
- Diversifikation der Thematik
- Begriffsbestimmung
- Arbeits- und Betriebszeit
- Flexible Arbeitszeit
- Rechtliche Grundlagen
- Das Arbeitszeitgesetz
- Das Teilzeit- und Befristungsgesetz
- Der Tarifvertrag und die Betriebsvereinbarungen
- Neue Modelle der Arbeitszeitflexibilisierung
- Job-Sharing
- Job-Pairing
- Job-Splitting
- Split-Level-Sharing
- Vertrauensarbeitszeit
- Arbeitszeitkonten
- Grundlagen
- Praxisbeispiel
- Ausblick und Tendenzen
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Hausarbeit befasst sich mit neuen Modellen der Arbeitszeitflexibilisierung und analysiert deren Bedeutung für die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft. Sie untersucht die rechtlichen Rahmenbedingungen und die Möglichkeiten der Gestaltung flexibler Arbeitszeitmodelle.
- Die rechtlichen Grundlagen der Arbeitszeitflexibilisierung
- Die Entwicklung neuer Modelle der Arbeitszeitflexibilisierung
- Die Auswirkungen flexibler Arbeitszeitmodelle auf Unternehmen und Arbeitnehmer
- Die Potentiale und Herausforderungen der Arbeitszeitflexibilisierung
- Die Zukunft der Arbeitszeitflexibilisierung
Zusammenfassung der Kapitel
Das erste Kapitel beleuchtet die Relevanz der Arbeitszeitflexibilisierung für die deutsche Wirtschaft und führt in die Thematik ein. Kapitel 2 befasst sich mit der Definition der grundlegenden Begriffe „Arbeits- und Betriebszeit“ sowie „flexible Arbeitszeit“. In Kapitel 3 werden die rechtlichen Rahmenbedingungen der Arbeitszeitflexibilisierung, insbesondere das Arbeitszeitgesetz, das Teilzeit- und Befristungsgesetz sowie der Einfluss von Tarifverträgen und Betriebsvereinbarungen, detailliert dargestellt. Kapitel 4 widmet sich verschiedenen neuen Modellen der Arbeitszeitflexibilisierung, darunter Job-Sharing, Vertrauensarbeitszeit und Arbeitszeitkonten. Ein Praxisbeispiel veranschaulicht die Anwendung eines Arbeitszeitkontos. Das abschließende Kapitel gibt einen Ausblick auf zukünftige Trends und Entwicklungen im Bereich der Arbeitszeitflexibilisierung.
Schlüsselwörter
Arbeitszeitflexibilisierung, Arbeitszeitgesetz, Teilzeit- und Befristungsgesetz, Tarifvertrag, Betriebsvereinbarung, Job-Sharing, Vertrauensarbeitszeit, Arbeitszeitkonto, Wettbewerbsfähigkeit, Unternehmen, Arbeitnehmer.
Häufig gestellte Fragen
Seit wann ist Arbeitszeitflexibilisierung in Deutschland ein Thema?
Die Flexibilisierung der Arbeitszeit ist in der Bundesrepublik Deutschland bereits seit Ende der 1980er Jahre ein zentrales Thema der Personalpolitik.
Welche rechtlichen Grundlagen regeln die Arbeitszeit in Deutschland?
Wichtige Gesetze sind das Arbeitszeitgesetz (ArbZG) sowie das Teilzeit- und Befristungsgesetz (TzBfG), ergänzt durch Tarifverträge und Betriebsvereinbarungen.
Was ist Job-Sharing?
Job-Sharing ist ein Modell, bei dem sich zwei oder mehr Arbeitnehmer eine Vollzeitstelle teilen. Unterformen sind Job-Pairing, Job-Splitting und Split-Level-Sharing.
Was versteht man unter Vertrauensarbeitszeit?
Bei der Vertrauensarbeitszeit verzichtet der Arbeitgeber auf eine formelle Zeiterfassung und vertraut darauf, dass der Arbeitnehmer seine Aufgaben in der vereinbarten Zeit erledigt.
Wie funktionieren Arbeitszeitkonten?
Arbeitszeitkonten erlauben es, geleistete Mehrarbeit zu „sparen“, um sie zu einem späteren Zeitpunkt durch Freizeit auszugleichen, was die zeitliche Flexibilität erhöht.
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- Ingo Seip (Author), Simone Müller (Author), Marc Oehme (Author), 2003, Neue Arbeitszeitmodelle, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/23539