„Jetzt feiern wir erst einmal zwei Tage durch und dann beginnen die Planungen für die 2. Liga.“Diese Aussage des damaligen Sportchefs des SSV Jahn Regensburg, Franz Gerber, Mitte Mai 2012 steht sinnbildlich für die Euphorie, die in Regensburg nach dem Aufstieg des Vereins in die zweite Fußball-Bundesliga ausgebrochen war. In der Relegation zwischen zweiter und dritter Fußball-Bundesliga hatte sich der SSV Jahn überraschend gegen den Karlsruher SC durchgesetzt. Bereits bevor die Teilnahme an der Relegation feststand hatte der Traditionsverein mit dem Slogan „Eine Stadt, ein Team, ein Traum“ für zusätzliche Begeisterung bei seinen Anhängern gesorgt.
Nach dem Sensationscoup feierten rund 1500 Fans die Mannschaft des SSV Jahn ausgelassen auf dem Haidplatz in der Regensburger Innenstadt. Doch nur einen Tag nach der Feier gab der Trainer des damaligen Aufsteigers, Markus Weinzierl, seinen Wechsel zum FC Augsburg offiziell bekannt. Auch der Topstürmer des SSV, Tobias Schweinsteiger, hatte seinen Abschied aus Regensburg bereits Wochen zuvor angekündigt.5 Dass die regionale Mittelbayerische Zeitung bereits fast zwei Monate vor dem Ende der Zweitligasaison 2012/13 in Anlehnung an den Aufstiegs-Slogan titeln würde „Kein Team, kein Traum, keine Träne.“, konnte sich dennoch keiner der Anhänger damals vorstellen, Der Abstieg der Regensburger war frühzeitig besiegelt. Die Ursachen für den Abstieg lagen vor allem in einer Leistungskrise der Mannschaft, die unterschiedliche Gründe hatte. Aus dieser Leistungskrise entwickelte sich zum Ende der Zweitligasaison 2012/13 auch noch eine Führungskrise.
Inhalt
Einleitung
1 Theoretische Grundlagen des Begriffes Krise
1.1 Definition des Begriffes Krise
1.2 Arten der Krisen im Leistungssport
2 Die Führungs- und Leistungskrise des SSV Jahn Regensburg
2.1 Ursachen für die Leistungskrise
2.1.1 Vorbereitung der Spielzeit 2012/13 und Saisonauftakt
2.1.2 Trainerentlassung
2.1.3 Aktionismus in der Winterpause der Saison 2012/
2.1.3.1 Trainerverpflichtung
2.1.3.2 Spielerverpflichtungen
2.1.4 Differenzen in der Mannschaft und zwischen Team und Trainer
2.1.5 Verletzungen
2.1.6 Weitere potenzielle Einflussfaktoren
2.2 Ursachen für die Führungskrise
2.2.1 Mangelnde Kommunikation unter den Vereinsverantwortlichen
2.2.2 Öffentlicher Disput bei den Vereinsverantwortlichen
2.2.3 Kompetenzschwierigkeiten
2.2.4 Verpflichtung eines neuen Sportdirektors
3 Fazit der Führungs- und Leistungskrise beim SSV Jahn Regensburg
4 Alternativer Lösungsweg
Quellenverzeichnis
Häufig gestellte Fragen
Was waren die Hauptursachen für die Leistungskrise beim SSV Jahn Regensburg 2012/13?
Wichtige Faktoren waren der Abgang von Erfolgstrainer Markus Weinzierl und Topstürmer Tobias Schweinsteiger, eine mangelhafte Saisonvorbereitung, häufige Trainerwechsel sowie Verletzungspech.
Wie äußerte sich die Führungskrise im Verein?
Die Führungskrise war geprägt durch mangelnde Kommunikation zwischen den Verantwortlichen, öffentliche Dispute, Kompetenzstreitigkeiten und Probleme bei der Besetzung des Sportdirektor-Postens.
Welche Rolle spielte der Aufstiegsslogan „Eine Stadt, ein Team, ein Traum“?
Der Slogan symbolisierte die anfängliche Euphorie und den Zusammenhalt. Während des Abstiegs wurde er jedoch ironisch umgewandelt („Kein Team, kein Traum, keine Träne“), um den Zerfall zu verdeutlichen.
Was versteht man unter „Aktionismus in der Winterpause“?
Damit sind überhastete Spieler- und Trainerverpflichtungen gemeint, die kurzfristig den Erfolg erzwingen sollten, aber letztlich die Instabilität in der Mannschaft eher vergrößerten.
Wie definiert die Arbeit den Begriff „Krise“ im Leistungssport?
Die Arbeit nutzt theoretische Grundlagen, um Krisen als Phasen der Instabilität zu definieren, die sowohl die sportliche Leistung als auch die organisatorische Führung betreffen können.
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- Benjamin Kohtz (Autor), 2013, Die Führungs- und Leistungskrise beim SSV Jahn Regensburg in den Jahren 2012 und 2013, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/233572