Diese Bachelor-These soll einen Vergleich zwischen zwei populären Arten des Umgangs und der Pflege von Menschen mit Demenz bieten. Einen Vergleich zwischen der Validation nach Naomi Feil (nicht zu verwechseln mit der daraus entstanden integrativen Validation nach Nicole RICHARD, welche die Validation nach FEIL so veränderte, dass sie in verschiedene andere therapeutische und pflegerische Konzepte integriert werden kann) und der person-zentrierten Pflege nach Tom Kitwood.
Von welchen Punkten aus haben sie ihre Modelle entwickelt, welches Demenzverständnis lässt sich in ihren Werken finden, wie verläuft die Demenz ihrer Meinung nach, was erwarten sie von einem guten Pflegepersonal und wie sollen ihre Ansprüche methodisch umgesetzt werden?
Die zwei ausgewählten Arten der Pflege, welche in dieser Arbeit verglichen werden, befassen sich vor allem mit den Persönlichkeitsstörungen der dementiell veränderten Klienten. KITWOOD und FEIL haben ihre eigenen Theorien – weg von einem rein medizinischen Modell – entwickelt, um die Entstehung der Demenz zu erklären. Darauf aufbauend entwarfen die beiden zwei verschiedene Modelle, angefüllt mit Prinzipien und Methoden, welche es den Pflegenden erleichtern sollen einen kommunikativen und förderlichen Umgang mit dementiell beeinträchtigen Menschen zu pflegen.
Abschließend stellt sich die Frage, welche Möglichkeiten sich durch Validation und person-zentrierte Pflege der Sozialen Arbeit eröffnen und welche Tätigkeitsfelder in diesem Kontext besser erschlossen werden müssen.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Das Krankheitsbild der Demenz
- Epidemiologie
- Ätiologie
- Diagnostik
- Therapie und Intervention
- Modell der Validation nach Feil für den Umgang mit verwirrten, sehr alten Menschen
- Grundlegende Annahmen der Validation
- Demenzverständnis nach FEIL
- Verlauf der Demenz nach FEIL
- Phase I mangelhafte Orientierung
- Phase II - Zeitverwirrtheit
- Phase III - Sich wiederholende Bewegungen
- Phase IV - Vegetieren
- Ziele der Validation
- Anforderungen an die Pflegekräfte
- Methoden der Validation
- Die drei Schritte der individuellen Validation
- Validation in Gruppen
- Modell der person-zentrierten Pflege nach KITWOOD für den Umgang mit dementiell veränderten Menschen
- Grundlegende Annahmen der person-zentrierten Pflege
- Demenzverständnis nach KITWOOD
- Verlauf der Demenz nach KITWOOD
- Ziele der person-zentrierten Pflege
- Anforderungen an die Pflegekräfte
- Methoden der person-zentrierten Pflege
- Dementia Care Mapping
- Positive Interaktionen
- Vergleich von Validation und person-zentrierter Pflege
- Die grundlegenden Annahmen
- Das Demenzverständnis
- Der Verlauf der Demenz
- Die Ziele der Modelle
- Die Anforderungen an die Pflegenden
- Die Methoden
- Zwischenbilanz
- Relevanz des Arbeitsfeldes für die Soziale Arbeit
- Demenz als Herausforderung für die Soziale Altenarbeit
- Soziale Arbeit in stationären Altenpflegeeinrichtungen
- Alltagsbegleitung, -betreuung und -gestaltung
- Angehörigenarbeit
- Arbeit mit Mitarbeitern und dem Team
- Konzeptentwicklung
- Öffentlichkeitsarbeit
- Zwischenbilanz
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Bachelorarbeit befasst sich mit dem Vergleich zweier gängiger Ansätze im Umgang mit dementiell veränderten Menschen: der Validation nach FEIL und der person-zentrierten Pflege nach KITWOOD. Ziel der Arbeit ist es, Gemeinsamkeiten und Unterschiede der beiden Modelle aufzuzeigen und deren Relevanz für die Soziale Arbeit in der stationären Altenhilfe zu untersuchen.
- Grundlegende Annahmen und Demenzverständnis der beiden Modelle
- Verlauf der Demenz nach FEIL und KITWOOD
- Ziele und Methoden der Validation und der person-zentrierten Pflege
- Relevanz der Sozialen Arbeit in der stationären Altenhilfe für dementiell erkrankte Menschen
- Herausforderungen und Möglichkeiten für die Soziale Arbeit im Umgang mit Demenz
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung beleuchtet die alltäglichen Herausforderungen im Umgang mit Demenz und die Bedeutung eines respektvollen und einfühlsamen Umgangs. Das erste Kapitel stellt das Krankheitsbild der Demenz vor und widmet sich Themen wie Epidemiologie, Ätiologie, Diagnostik und Therapie. Die Kapitel zwei und drei widmen sich jeweils den Modellen der Validation nach FEIL und der person-zentrierten Pflege nach KITWOOD. Sie beleuchten die Grundannahmen, das Demenzverständnis, den Verlauf der Demenz sowie die Ziele und Methoden der jeweiligen Ansätze. Im vierten Kapitel werden die beiden Modelle anhand verschiedener Kriterien wie dem Demenzverständnis, den Zielen und den Anforderungen an die Pflegekräfte miteinander verglichen. Das fünfte Kapitel beleuchtet die Relevanz der Sozialen Arbeit im Umgang mit Demenz und beschreibt die vielfältigen Aufgaben von Sozialarbeitern in stationären Altenpflegeeinrichtungen.
Schlüsselwörter
Die wichtigsten Schlüsselwörter dieser Arbeit sind Demenz, Validation nach FEIL, person-zentrierte Pflege nach KITWOOD, Soziale Arbeit, stationäre Altenhilfe, Umgang mit Demenz, Angehörigenarbeit, Alltagsbegleitung, interdisziplinäre Zusammenarbeit, respektvoller Umgang, Lebensqualität.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Unterschied zwischen der Validation nach Feil und der nach Richard?
Die Validation nach Naomi Feil ist das ursprüngliche Modell. Die integrative Validation nach Nicole Richard ist eine Weiterentwicklung, die so angepasst wurde, dass sie leichter in verschiedene andere therapeutische und pflegerische Konzepte integriert werden kann.
Welchen Ansatz verfolgt Tom Kitwood bei der Pflege von Menschen mit Demenz?
Tom Kitwood vertritt die person-zentrierte Pflege. Sein Modell rückt weg von einer rein medizinischen Sichtweise und betont die psychosozialen Bedürfnisse und die Erhaltung des Personseins von Menschen mit Demenz.
Welche Phasen der Demenz beschreibt Naomi Feil?
Feil unterteilt den Verlauf in vier Phasen: Phase I (mangelhafte Orientierung), Phase II (Zeitverwirrtheit), Phase III (sich wiederholende Bewegungen) und Phase IV (Vegetieren).
Was sind die Ziele der person-zentrierten Pflege?
Das Hauptziel ist die Förderung der Lebensqualität und des Wohlbefindens durch positive Interaktionen und Methoden wie das Dementia Care Mapping, um die Bedürfnisse der Betroffenen besser zu verstehen.
Welche Rolle spielt die Soziale Arbeit in der stationären Altenhilfe bei Demenz?
Die Soziale Arbeit ist für die Alltagsbegleitung, die Angehörigenarbeit, die Konzeptentwicklung sowie die Unterstützung des Pflegeteams zuständig, um eine ganzheitliche Betreuung sicherzustellen.
Was wird von Pflegekräften in diesen Modellen erwartet?
Beide Modelle fordern eine hohe empathische Kompetenz, einen respektvollen Umgang und die Fähigkeit, sich methodisch auf die spezifische Erlebniswelt der dementiell veränderten Menschen einzulassen.
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- Maria Steglich (Author), 2013, Pflege mit therapeutischem Effekt, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/233105