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Wie geht die Hansestadt Hamburg mit Kinderdelinquenz um?

Am Beispiel von GiK

Title: Wie geht die Hansestadt Hamburg mit Kinderdelinquenz um?

Term Paper , 2013 , 19 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Marten Leissing (Author)

Pedagogy - Miscellaneous Topics
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Summary Excerpt Details

Im Rahmen dieser Hausarbeit beschäftige ich mich mit dem Thema der Kinderdelinquenz mit der Fragestellung, wie die Hansestadt Hamburg mit Kinderdelinquenz umgeht, am Beispiel der GiK (Gewaltprävention im Kindesalter). Zunächst werde ich die Kinderdelinquenz nach dem aktuellen Stand der Wissenschaft definieren und eine Abgrenzung zur Devianz vollziehen, da häufig Widersprüchlichkeiten bzgl. dieser Begriffe auftreten. Anschließend werde ich die Kriminalstatistik des BKA´s zu Hilfe ziehen ,Punkt 3, um Konstanten oder Veränderungen im zeitlichen Kontext aufzuzeigen. Folgend werden in Punkt 4 ausgewählte Erklärungsansätze aufgezeigt, in Punkt 5 werden Präventions- und Interventionsmaßnahmen erörtert, um nachfolgend in Punkt 6 in Form eines Praxisbeispiels GiK in der Hansestadt Hamburg vorzustellen. Abschließend wird von mir ein Fazit gezogen und die Fragestellung beantwortet.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Kinderdelinquenz – Definition

2.1 Delinquenz vs. Devianz

3. Kriminalstatistik

4. Erklärungsansätze – theorien

4.1 Kontroll – und Bindungstheorie nach Hirschi

4.2 Theorie der differenziellen Assoziation nach Sutherland

4.3 Theorien des sozialen Drucks nach Merton und Cohen

5. Präventions- und Interventionsmaßnahmen

5.1 Perry Preschool Project

5.2 Funktionale Familientherapie

5.3 Positive Parenting Program (Triple-P-Program)

6. Praxisbeispiel – GiK in Hamburg

7. Fazit / Beantwortung der Fragestellung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Umgang der Hansestadt Hamburg mit dem Phänomen der Kinderdelinquenz, wobei ein besonderer Fokus auf das Präventionskonzept „Gewaltprävention im Kindesalter“ (GiK) gelegt wird. Ziel der Untersuchung ist es, die Wirksamkeit präventiver und interventiver Maßnahmen sowie deren institutionelle Umsetzung zu analysieren und kritisch zu bewerten.

  • Definition und Abgrenzung von Kinderdelinquenz und Devianz
  • Analyse kriminalstatistischer Entwicklungen im Zeitverlauf
  • Darstellung theoretischer Erklärungsansätze (Kontrolltheorie, Anomietheorie u.a.)
  • Evaluierung präventiver Interventionsmaßnahmen
  • Praxisbeispiel: Das GiK-Modell der Hansestadt Hamburg

Auszug aus dem Buch

2. Kinderdelinquenz – Definition

Der Begriff Delinquenz kommt ursprünglich aus dem lateinischen „delinquentia“ und bedeutet Straffälligkeit. In Deutschland beginnt die Strafmündigkeit mit dem Erreichen des 14. Lebensjahres. Die von mir betrachtete Kinderdelinquenz bezieht sich folglich auf Straftaten von Kindern, die das 14. Lebensjahr noch nicht erreicht haben. Nach § 19 StGB gelten sie als schuldunfähig und dürfen strafrechtlich nicht belangt werden. Die Festlegung der Strafgrenze von 14 Jahren scheint hierbei willkürlich erfolgt zu sein.

„In Deutschland schwankt sie seit 1871 zwischen dem 12. und dem 16. Lebensjahr, die jetzige Altersgrenze besteht seit 1953.“ Zum Vergleich gelten Kinder in der Schweiz ab dem 10. Lebensjahr als strafmündig (Art. 3 Abs.1 JStG). Im Iran beispielsweise wird noch ein Unterschied bei der Strafmündigkeit nach Geschlecht gezogen. So sind beispielsweise Mädchen ab 9 Jahren strafmündig, Jungs hingegen erst ab 15 Jahren.

Im internationalen Vergleich in Bezug auf das Alter der Strafmündigkeit sind die Länder Bangladesch, Indien, Myanmar, Nigeria, Pakistan, Südafrika, Sudan oder auch Tansania zu nennen, da sie Kinder ab dem Alter von 7 Jahren strafrechtlich belangen können. Selbst die USA fallen in die Kategorie der strafrechtlichen Verfolgung ab dem 7. Lebensjahr, jedoch wird – solange keine entsprechenden Gesetze in den einzelnen Bundesländern herrschen – das „Common Law“ zugrundegelegt. Hierbei geht man davon aus, dass bei Kindern zwischen 7 und 14 Jahren zwar noch keine Verantwortungsfähigkeit vorausgesetzt werden kann, sie aber dennoch zur Verantwortung gezogen werden dürfen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung stellt die Fragestellung zur Kinderdelinquenz in Hamburg vor und umreißt den methodischen Aufbau der Arbeit sowie die Zielsetzung.

2. Kinderdelinquenz – Definition: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Delinquenz, grenzt ihn von Devianz ab und diskutiert das Alter der Strafmündigkeit im nationalen und internationalen Vergleich.

3. Kriminalstatistik: Es erfolgt eine Analyse der polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) zur Veranschaulichung der Entwicklung kindlicher Delinquenz über einen Zeitraum von 20 Jahren.

4. Erklärungsansätze – theorien: Darstellung wichtiger kriminologischer Theorien, darunter die Kontrolltheorie nach Hirschi, Sutherlands Theorie der differenziellen Assoziation sowie die Anomietheorie von Merton und Cohen.

5. Präventions- und Interventionsmaßnahmen: Vorstellung verschiedener Ansätze zur Gewaltprävention, wie das Perry Preschool Project, die Funktionale Familientherapie und das Triple-P-Programm.

6. Praxisbeispiel – GiK in Hamburg: Dieses Kapitel beschreibt das Hamburger Handlungskonzept „Handeln gegen Jugendgewalt“ und erläutert die operative Umsetzung der „Gewaltprävention im Kindesalter“.

7. Fazit / Beantwortung der Fragestellung: Abschließende Reflexion über das Hamburger Maßnahmenpaket, gestützt durch aktuelle Daten zur Entwicklung der Delinquenzzahlen.

Schlüsselwörter

Kinderdelinquenz, Kriminalstatistik, Prävention, Gewaltprävention, Hansestadt Hamburg, GiK, Straffälligkeit, Jugendgewalt, Sozialisation, Interventionsmaßnahmen, Anomietheorie, Kontrolltheorie, Kindesalter, Strafmündigkeit, Familienhilfe.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt das Thema der Kinderdelinquenz, wobei ein besonderer Fokus auf die präventiven Strategien der Hansestadt Hamburg gelegt wird.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Felder umfassen die Definition von Delinquenz, theoretische Erklärungsansätze für abweichendes Verhalten sowie konkrete Interventionsmaßnahmen im Kindesalter.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Die Arbeit zielt darauf ab, zu analysieren, wie die Hansestadt Hamburg durch das Projekt GiK (Gewaltprävention im Kindesalter) konkret mit delinquenten Tendenzen bei Kindern umgeht.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretisch-analytische Arbeit, die Literaturanalyse mit der Auswertung polizeilicher Kriminalstatistiken und der Vorstellung praktischer Interventionskonzepte kombiniert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Auseinandersetzung mit Ursachen von Delinquenz sowie eine detaillierte Vorstellung und Evaluation von Präventionsprogrammen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich vor allem durch Begriffe wie Kinderdelinquenz, Gewaltprävention, GiK, soziale Normen und Interventionsmaßnahmen beschreiben.

Wie unterscheidet sich die Delinquenz nach den vorgestellten Theorien?

Die Arbeit zeigt verschiedene Ursachen auf: Während Hirschi den Fokus auf fehlende soziale Bindungen legt, betont Sutherland den Lernprozess in sozialen Gruppen und Merton den Druck durch unerreichbare gesellschaftliche Ziele.

Welche Rolle spielt das GiK-Modell für Hamburg?

GiK stellt eine der zehn Säulen des Handlungskonzepts gegen Jugendgewalt dar und fungiert als systematisches Frühwarn- und Interventionsmodell, das die Kooperation zwischen Schulen und Jugendämtern (ASD/REBUS) bündelt.

Führt die Prävention nachweislich zu einem höheren IQ bei Kindern?

Am Beispiel des Perry Preschool Projects wird erläutert, dass zwar keine signifikante Erhöhung des IQs dauerhaft nachweisbar ist, wohl aber eine deutliche Steigerung der Motivation und eine Reduktion straffälliger Handlungen im späteren Lebensverlauf.

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Details

Title
Wie geht die Hansestadt Hamburg mit Kinderdelinquenz um?
Subtitle
Am Beispiel von GiK
College
University of Vechta
Course
Erziehungswissenschaft, Außerschulische Erziehung
Grade
1,7
Author
Marten Leissing (Author)
Publication Year
2013
Pages
19
Catalog Number
V232674
ISBN (eBook)
9783656495512
ISBN (Book)
9783656495130
Language
German
Tags
Hansestadt Hamburg HH Kinderdelinquenz Erziehung GiK Delinquenz Devianz Hirschi Sutherland differenzielle Assoziation sozialer Druck Merton Cohen Intervention Prävention Perry Preschool Project Funktionale Familientherapie Positive Parenting Program Triple-P-Programm
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Marten Leissing (Author), 2013, Wie geht die Hansestadt Hamburg mit Kinderdelinquenz um?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/232674
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