Dies ist eine Zusammenfassung der Rede des Komödiendichters Aristophanes in Platons Symposion über die Gestalt des Eros und die 'Kugelmenschen'.
Inhaltsverzeichnis
- Die Rede des Komödiendichters Aristophanes [189c-193e / Kap. 14-16]
- Zusammenfassung
- Versuch einer Illustration aus der Forschung
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Der Text analysiert die Rede des Aristophanes im Platonschen "Gastmahl" (Symposion). Im Fokus steht die Darstellung der Entstehung des Menschen und die Rolle des Eros in diesem Kontext.
- Die anthropologische Evolutionstheorie des Aristophanes
- Die ursprüngliche Gestalt des Menschen als Kugelwesen (oü åvepcSTTOU Tb o•rpoyyüXov)
- Die Teilung der Menschen als Strafe für ihre Anmaßung
- Die Rolle des Eros als Heiler und Rückführer in den Urzustand
- Die Verbindung zwischen Eros und der sexuellen Orientierung des Menschen
Zusammenfassung der Kapitel
- Die Rede des Komödiendichters Aristophanes [189c-193e / Kap. 14-16]: Aristophanes präsentiert eine mythische Geschichte über die Entstehung der Geschlechter des Menschen. Er beschreibt die ursprüngliche Gestalt des Menschen als kugelrund (oü åvepcSTTOU Tb o•rpoyyüXov), mit allen Körperteilen in doppelter Anzahl. Diese Wesen konnten sich radschlagend fortbewegen und waren aufgrund ihrer starken und harmonischen Gestalt anmaßend gegenüber den Göttern. Als Strafe wurden sie von Zeus geteilt, wodurch die heutige Zweiheit des Menschen entstand. Der Bauchnabel blieb als Andenken an diese Teilung. Die Sehnsucht nach der verlorenen Hälfte führt zur Liebe, die nach Aristophanes mit der sexuellen Orientierung des Menschen zusammenhängt.
Schlüsselwörter
Die Schlüsselwörter und Schwerpunktthemen des Textes umfassen die Rede des Aristophanes im Platonischen "Gastmahl" (Symposion), die anthropologische Evolutionstheorie, die ursprüngliche Gestalt des Menschen als Kugelwesen (oü åvepcSTTOU Tb o•rpoyyüXov), die Teilung der Menschen als Strafe für ihre Anmaßung, die Rolle des Eros als Heiler und Rückführer in den Urzustand sowie die Verbindung zwischen Eros und der sexuellen Orientierung des Menschen.
Häufig gestellte Fragen
Was sind die "Kugelmenschen" in Aristophanes' Rede?
Nach dem Mythos des Aristophanes waren die ursprünglichen Menschen kugelrund, hatten vier Arme, vier Beine und zwei Gesichter. Sie waren extrem kraftvoll und harmonisch.
Warum wurden die Kugelmenschen geteilt?
Wegen ihrer Überheblichkeit (Hybris) gegenüber den Göttern beschloss Zeus, sie in zwei Hälften zu schneiden, um sie zu schwächen und ihre Anzahl (und damit die Opfergaben) zu verdoppeln.
Welche Rolle spielt Eros in diesem Mythos?
Eros ist das Streben nach der verlorenen Ganzheit. Die Liebe ist der Versuch, die ursprüngliche Natur wiederherzustellen, indem man seine "andere Hälfte" sucht und sich mit ihr vereint.
Wie erklärt der Mythos die sexuelle Orientierung?
Da es ursprünglich drei Geschlechter gab (Mann-Mann, Frau-Frau und das gemischte Mann-Frau), bestimmt die Herkunft der Hälften, ob man sich zum gleichen oder zum anderen Geschlecht hingezogen fühlt.
Was symbolisiert der Bauchnabel in der Rede?
Der Bauchnabel ist laut Aristophanes das bleibende Andenken an die Teilung; er wurde von Apollon als Narbe hinterlassen, um den Menschen an seine Strafe und Verletzlichkeit zu erinnern.
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- Hendrik Keilhauer (Author), 2011, Die Rede des Aristophanes in Platons Symposion, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/231864