Der Glaube an einen allmächtigen Schöpfer ist wahrscheinlich schon so alt wie die Menschheit selbst und im Laufe der Jahre gab es unzählige Versuche, seine Existenz zu beweisen.
Die Ausführungen des Begründers der rationalistischen Philosophie, René Descartes, sind insofern interessant, als dass sich seine Vorgehensweise stark von der seiner Vorgänger unterscheidet. Durch das infrage stellen grundlegender weltanschaulicher Ansichten versucht er einen neuen Zugang zu der Thematik zu finden und kollidiert dabei zum Teil sogar mit den Anschauungen der Kirche.
Ziel dieser wissenschaftlichen Arbeit sei es, den ideentheoretischen Gottesbeweis anhand der Meditationes de Prima Philosophia zu erläutern. Zu Beginn möchte in einigen Worten kurz den Rationalismus sowie den Autor vorstellen, um mich der eigentlichen Thematik so schrittweise zu nähern.
Inhaltsverzeichnis
1.0 Zielsetzung Seite
2.1 Die Philosophie des Rationalismus: Eine kurze Einführung Seite
2.2 Definition: Rationalismus Seite
2.3 Die wichtigsten Vertreter Seite
3.1 René Descartes Seite
3.2 Leben und Hintergrund Seite
3.3 Philosophie und Werke Seite
4.1 Der ideentheoretische Gottesbeweis Seite
4.2 Über die Existenz Gottes Seite
4.2.1 Ausgangspunkt Seite
4.2.2 Über Ideen und Realität: Warum wir uns irren Seite
4.2.3 Kausalität Seite
4.2.4 Die Idee Gottes als Gottesbeweis Seite
4.3 Warum Gott kein Schwindler ist Seite
4.4 Gott und seine Existenz sind untrennbar verbunden Seite
5.0 Zusammenfassung und Fazit Seite
6.1 Literaturverzeichnis Seite
6.2 Literaturquellen Seite
6.2.1 Primärliteratur Seite
6.2.2 Sekundärliteratur Seite
6.3 Internetquellen Seite
Häufig gestellte Fragen
Was ist der ideentheoretische Gottesbeweis nach Descartes?
Descartes argumentiert in seinen "Meditationen", dass die Idee eines vollkommenen Wesens in uns nur von einem solchen Wesen selbst verursacht worden sein kann.
Welche Rolle spielt der Rationalismus in Descartes' Philosophie?
Der Rationalismus setzt voraus, dass Erkenntnis primär durch Vernunft und Denken und nicht allein durch Sinneserfahrung gewonnen wird.
Warum kann der Mensch laut Descartes die Idee Gottes nicht selbst erfunden haben?
Da der Mensch unvollkommen ist, kann er aus sich selbst heraus keine Idee von absoluter Vollkommenheit erschaffen (Prinzip der Kausalität).
Was bedeutet die Aussage, dass Gott kein "Schwindler" ist?
Descartes schließt aus der Vollkommenheit Gottes, dass dieser den Menschen nicht systematisch täuschen würde, was die Grundlage für sicheres Wissen bildet.
In welchem Werk beschreibt Descartes diesen Gottesbeweis?
Der Beweis wird primär in den "Meditationes de Prima Philosophia" (Meditationen über die Erste Philosophie) erläutert.
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- Marco Merten (Author), 2012, René Descartes: Der ideentheoretische Gottesbeweis, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/231286