Die Verbreitung moderner Informations- und Kommunikationstechniken, insbesondere dem Internet, führte zu einer neuen Form des E-Commerce. Eine aus Amerika stammende Verkaufs- und Vertriebsform sorgte vor allem unter dem Namen "Powershopping" für Aufregung. Begünstigt vom Internet-Boom sollte diese Neuerung den Handel von Grund auf revolutionieren.
Allerdings fand das Powershopping nicht nur Befürworter, sondern schreckte kurz nach seinem Auftreten Markenartikelhersteller sowie den stationären Handel auf. Es wurde unter anderem angeführt, das Powershopping verstoße gegen das UWG.
Dieser Frage wird in diesem Werk nachgegangen. Nach einer grundlegenden Betrachtung wird der historische Werdegang sowie die parallel hierzu einsetzende Rechtsprechung und die kritischen Stimmen der wettbewerbsrechtlichen Fachliteratur dargestellt.
Hierauf aufbauend wird das Powershopping einer wettbewerbsrechtlichen Analyse, insbesondere unter Zugrundelegung des geänderten Verbraucherleitbildes unterzogen.
Inhaltsverzeichnis
A. Einführung
I. Erscheinungsformen des Powershopping
1. Container Shopping
2. Powershopping mit festem Preis
3. Powershopping mit mehreren Preisstufen
II. Rechtsauffassungen zum Thema Powershopping und deren kritische Würdigung
1. Lauterkeitsrechtliche Bedenken und deren Würdigung
a) Das wettbewerbsrechtliche Verbraucherleitbild
b) Wertreklame
c) Übertriebenes Anlocken
d) Ausnutzung aleatorischer Reize
aa) Mehrere Preisstufen
bb) Fester Preis
e) Verbotene Laienwerbung
2. Bedenken aus anderen Rechtsgebieten und deren Würdigung
a) Kartellrechtliche Aspekte
b) Rabattgesetz und Zugabeverordnung
c) E-Commerce Richtlinie
d) Preisangabeverordnung
B. Resümee
Literaturverzeichnis
Häufig gestellte Fragen
Was ist Powershopping?
Powershopping ist eine E-Commerce-Verkaufsform, bei der der Preis eines Produkts sinkt, je mehr Käufer sich innerhalb eines bestimmten Zeitraums für den Kauf entscheiden.
Welche Formen des Powershopping gibt es?
Man unterscheidet Container Shopping, Powershopping mit festem Preis und Powershopping mit mehreren Preisstufen.
Ist Powershopping wettbewerbsrechtlich zulässig?
Die Arbeit analysiert dies unter Berücksichtigung des UWG, insbesondere im Hinblick auf das moderne Verbraucherleitbild und Bedenken gegen „übertriebenes Anlocken“.
Was versteht man unter „aleatorischen Reizen“?
Es bezeichnet den spielerischen Reiz oder Glücksmoment beim Einkaufen, der beim Powershopping durch die Ungewissheit über den endgültigen Preis entstehen kann.
Gegen welche Gesetze könnte Powershopping verstoßen?
Neben dem UWG werden auch das Kartellrecht, die Preisangabeverordnung sowie früher das Rabattgesetz und die Zugabeverordnung geprüft.
Warum lehnen Markenartikelhersteller Powershopping oft ab?
Sie befürchten einen Imageverlust ihrer Marken durch aggressive Preisnachlässe und eine Störung des stationären Handels.
- Quote paper
- Thorsten Holzmayr-Schrenk (Author), 2013, Die wettbewerbsrechtliche Zulässigkeit von Powershopping, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/230942