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Max Webers Charismatismus - Veralltäglichung bzw. Umbildung des Charismas und der Prozess der Rationalisierung als Folge.

Title: Max Webers Charismatismus - Veralltäglichung bzw. Umbildung des Charismas und der Prozess der Rationalisierung als Folge.

Seminar Paper , 1999 , 13 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Marko Rossmann (Author)

Politics - Political Theory and the History of Ideas Journal
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Im folgenden Text habe ich mich mit Max Webers Charismatismus bzw. seiner Definition der charismatischen Herrschaft beschäftigt. Im Mittelpunkt meiner Arbeit steht das Problem der Dauerhaftigkeit dieses Herrschaftstypes und den damit bestehenden Zusammenhang zur rationalen Herrschaft. Aufgrund fehlender Strukturen im Charismatismus, welche durch die Prozesse der Veralltäglichung des Charismas bzw. der Umbildung des Charismas notwendig werden um dessen Dauerhaftigkeit zu sichern, kommt es zu einen Rationalisierungsschub. Ich möchte den Weg der Rationalisierung des Charismas bzw. die für diesen Prozess grundlegende Veralltäglichung bzw. Umbildung des Charismas, näher erläutern.
Im ersten Abschnitt des Hauptteiles stelle ich zunächst kurz die von Max Weber aufgestellte Definition des Charismatismus dar.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. EINLEITUNG

Schwerpunkt der Arbeit

II. HAUPTTEIL

1. Charismatismus

1.1. Unterschiede charismatischer Strukturen zu patriarchalen bzw. „Alltagsgebilden“

1.2. Charakteristika charismatischer Herrschaft

2. Umbildung des Charisma

2.1. Veralltäglichung des Charismas

Das Charisma der Vernunft

3. Veränderungen durch den Rationalisierungsprozess

4. Beispiele

4.1. Russland

4.2. Italien

III. SCHLUSS

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit befasst sich mit Max Webers Begriff des Charismatismus und untersucht das Problem der Dauerhaftigkeit dieses Herrschaftstyps. Ziel ist es, den Rationalisierungsprozess und die damit verbundene notwendige Veralltäglichung bzw. Umbildung des Charismas theoretisch zu erläutern und anhand historischer Fallbeispiele zu analysieren.

  • Max Webers Definition charismatischer Herrschaft
  • Die labilen Strukturen und Charakteristika des Charismas
  • Prozesse der Veralltäglichung und Institutionalisierung
  • Der Übergang zum "Charisma der Vernunft"
  • Analysen zu den Fallbeispielen Russland und Italien

Auszug aus dem Buch

1. Charismatismus

Das Gebilde der charismatischen Herrschaft ist bestimmt durch das Fehlen einer „Stetigkeit“. Das heißt, der Charismatismus ist außeralltäglich. Bürokratische und patriarchale Strukturen gelten in diesen Sinne dagegen als „Alltagsgebilde“ (Dauergebilde). Der Patriarch ist der „natürliche Leiter“ des Alltags. Die patriarchale Struktur wurzelt in der Deckung des stets wiederkehrenden, normalen Alltagsbedarfs und hat daher ihre urwüchsige Stätte in der Wirtschaft, und zwar in denjenigen ihrer Zweige, welche mit normalen, alltäglichen Mitteln zu decken sind. Die bürokratische Struktur ist darin nur ihr ins Rationale transponiertes Gegenbild, welches mit ihren System rationaler Regeln, auf Befriedigung berechenbarer Dauerbedürfnisse mit normalen Mitteln zugeschnitten ist. Die Deckung allen über die Anforderungen des ökonomischen Alltags hinausgehenden Bedarfs dagegen ist je mehr wir historisch zurücksehen, desto mehr, prinzipiell gänzlich heterogen und zwar: charismatisch, fundamentiert gewesen. Das bedeutet: die „natürlichen“ Leiter in psychischer, physischer, ökonomischer, ethischer, religiöser, politischer Not, waren weder Amtsleute, Fachleute, sondern Träger spezifischer, als übernatürlich (im Sinne von: nicht jedermann zugänglich) gedachter Gaben des Körper und Geistes.

Zusammenfassung der Kapitel

I. EINLEITUNG: Die Einleitung stellt das Problem der Dauerhaftigkeit charismatischer Herrschaft in den Fokus und kündigt die Untersuchung des Rationalisierungsprozesses an.

II. HAUPTTEIL: Der Hauptteil analysiert die Definition des Charismatismus, dessen Umbildungsprozesse und die daraus resultierende Rationalisierung, illustriert durch die Beispiele Russland und Italien.

III. SCHLUSS: Das Fazit stellt fest, dass in der Realität meist Mischtypen von Herrschaftsformen vorliegen, die sich jedoch mithilfe von Webers Idealtypen interpretieren lassen.

Schlüsselwörter

Max Weber, Charismatismus, Herrschaftssoziologie, Veralltäglichung, Rationalisierung, Charisma der Vernunft, politische Soziologie, Ideal-Typus, Machtapparate, Amtscharismatismus, bürokratische Diktatur, historische Rationalisierung, Entzauberung, Legitimität, Stalinismus.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit Max Webers Begriff der charismatischen Herrschaft und der Frage, wie diese strukturell instabile Form in dauerhafte, rationale Herrschaftsstrukturen überführt wird.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Zentrum stehen die Definition des Charismas, der Prozess der "Veralltäglichung", die Entpersönlichung des Charismas durch Rationalisierung sowie deren Auswirkungen auf politische Systeme.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel besteht darin, den Weg zu erläutern, wie ein ursprünglich außeralltägliches, instabiles Charisma durch notwendige Umbildungsprozesse dauerhaft institutionell verankert wird.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Der Autor nutzt die idealtypische Methode der Herrschaftssoziologie nach Max Weber, um historische politische Phänomene theoretisch einzuordnen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit thematisiert?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des Charismatismus, die Analyse der Umbildungsprozesse und die Anwendung dieser Konzepte auf die Fallbeispiele Sowjetrussland und das faschistische Italien.

Welche Keywords charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Charisma, Veralltäglichung, Rationalisierung, Weber, Legitimität und Herrschaftstypologie.

Wie unterscheidet der Autor den "Stalinismus" vom "Nationalsozialismus" im Kontext des Charismas?

Der Autor argumentiert, dass der Stalinismus sich einer "charismatischen Verklärung der Vernunft" innerhalb der Partei bediente, während der Nationalsozialismus primär auf einem personalen Charisma des Führers basierte.

Warum scheiterten laut Arbeit die Versuche der Sowjetunion nach Stalins Tod?

Die Arbeit beschreibt den Übergang zu einer "korrupten Veralltäglichung", bei der die Parteimitgliedschaft primär zur Verbesserung des persönlichen sozialen und wirtschaftlichen Status genutzt wurde, anstatt ideellen Zielen zu dienen.

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Details

Title
Max Webers Charismatismus - Veralltäglichung bzw. Umbildung des Charismas und der Prozess der Rationalisierung als Folge.
College
University of Leipzig  (Institut für Politikwissenschaft)
Course
Seminar: Rationalität und Staat - Die politische Soziologie Max Webers
Grade
2,0
Author
Marko Rossmann (Author)
Publication Year
1999
Pages
13
Catalog Number
V2306
ISBN (eBook)
9783638114110
ISBN (Book)
9783640256938
Language
German
Tags
Max Weber charismatische Herrschaft Herrschaftstypen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Marko Rossmann (Author), 1999, Max Webers Charismatismus - Veralltäglichung bzw. Umbildung des Charismas und der Prozess der Rationalisierung als Folge., Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/2306
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