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Das Verhältnis von alten und neuen Bundesländern in Deutschland - Die wirtschaftlichen Folgen der Wiedervereinigung -

Titel: Das Verhältnis von alten und neuen Bundesländern in Deutschland - Die wirtschaftlichen Folgen der Wiedervereinigung -

Hausarbeit , 2003 , 16 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Anja Conrad (Autor:in)

BWL - Wirtschafts- und Sozialgeschichte
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Vor 14 Jahren wurde das Kapitel der zwei deutschen Staaten nach fast 40 jähriger Trennung mit dem Fall der Mauer und der Öffnung der Grenzen zwischen der DDR und der BRD beendet. 40 Jahre in denen beide Staaten nach ihrem jeweils eigenem Wirtschafts-, Währungs- und Sozialsystem lebten. Doch was passiert wenn zwei Systeme, die unterschiedlicher nicht hätten sein können, zusammentreffen?
Mit der Wiedervereinigung hat die DDR das System der kapitalistischen Marktwirtschaft anerkannt, und ist somit quasi in letzter Sekunde dem Untergang der eigenen Wirtschaft durch das zerrüttete System der sozialistischen Planwirtschaft entkommen. So war es kein Wunder, dass die Wiedervereinigung nicht von einem auf den nächsten Tag vollbracht war, sondern dass es sich um einen Prozess handelt, der auch heute noch, 14 Jahre später, nicht abgeschlossen ist.
Ob es daran liegt, dass keinem der westlichen Beobachter oder Forschungsinstitute die tatsächliche Lage der DDR-Wirtschaft bekannt war, da das DDR-Regime einen nach außen perfekt organisierten Staat mimte. Oder ob die überschwängliche Euphorie der Bevölkerung über ihre doch recht plötzliche „Befreiung“ keine Vorwarnungen von Kritikern zuließen, spielt heute wohl keine Rolle mehr.
Helmut Arndt hatte dazu jedenfalls die passenden Worte:
„Dass die Wiedervereinigung nicht so einfach werden würde,…, war zu erwarten. Dass sie jedoch so schwierig wurde, war nicht notwendig.“

n der vorliegenden Hausarbeit beschäftige ich mich mit der wirtschaftlichen Entwicklung in den neuen als auch in den alten Bundesländern unmittelbar nach der Wiedervereinigung. Dabei gehe ich besonders auf die damalige Situation am Arbeitsmarkt, die Einkommens- und Preisentwicklung sowie auf die Leistungskraft der deutschen Wirtschaft ein. Zuvor jedoch gebe ich einen Überblick über die wirtschaftliche Lage in der BRD und DDR kurz vor der Wiedervereinigung.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die wirtschaftliche Situation vor der Wiedervereinigung Deutschlands

2.1 In der BRD

2.2 In der DDR

3. Die Wiedervereinigung Deutschlands

4. Die Entwicklung der Wirtschaft nach der Wiedervereinigung

4.1 Der Arbeitsmarkt

4.2 Unternehmensgründungen und –pleiten

4.3 Das Einkommen

4.4 Die Preisentwicklung

4.5 Das Bruttoinlandsprodukt

5. Zusammenfassung

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die wirtschaftliche Entwicklung in den neuen sowie in den alten Bundesländern unmittelbar nach der deutschen Wiedervereinigung, um die ökonomischen Herausforderungen des Transformationsprozesses zu beleuchten.

  • Analyse der wirtschaftlichen Ausgangslage vor 1990 in BRD und DDR
  • Untersuchung der Arbeitsmarktentwicklung und Arbeitslosigkeit
  • Betrachtung von Unternehmensdynamiken und Insolvenzentwicklungen
  • Evaluation der Einkommens- und Preisentwicklung sowie der Wirtschaftsleistung

Auszug aus dem Buch

2.2 In der DDR

Nach dem Zweiten Weltkrieg hatte Ostdeutschland wesentlich ungünstigere Ausgangsbedingungen zu überwinden als der westliche Teil Deutschlands. In den 50er Jahren war der Aufbau der DDR-Wirtschaft durch Demontagen, Reparationszahlungen und Unterhaltskosten für die Sowjetische Besatzungsmacht belastet. Noch verhängnisvoller waren jedoch die Einführung der zentralen Planwirtschaft nach sowjetischem Vorbild sowie die Einbindung in den osteuropäischen Wirtschaftsraum.

Die zentrale Planwirtschaft war dadurch gekennzeichnet, dass es kein Privateigentum an Produktionsmitteln gab, sondern die Betriebe und Kombinate „Staatseigentum“ oder „gesellschaftliches Eigentum“ waren. Die zentrale Planungsbehörde gab den Betrieben zu Beginn eines Jahres sowohl die Mengen als auch die Preise der Einsatzfaktoren und der hergestellten Produkte vor, so dass diese sich weder um den Bezug noch um den Absatz kümmern brauchten, da beides von der zentralen Planung organisiert wurde.

Die in den Betrieben entstandenen Gewinne gehörten dementsprechend nicht den Betrieben selbst, sondern mussten zum größten Teil an übergeordnete Planungsinstanzen abgeführt werden. Kam es zu Verlusten, so drohte den Betrieben kein Konkurs, sondern sie erhielten eine Mittelzuwendung aus der Planungsbehörde. Die sozialistischen Betriebe konnten also nicht frei über ihre Gewinne verfügen und über deren Verwendung selbst entscheiden, so wie es bei der kapitalistischen Marktwirtschaft der BRD der Fall war. Die Gewinne oder Verluste spiegelten dementsprechend nicht die betriebliche Leistung wieder, sondern nur die Planung von Mengen- und Preisvorgaben der zentralen Planungsbehörde.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Zäsur der Wiedervereinigung ein und umreißt die wirtschaftliche Themenstellung der Arbeit.

2. Die wirtschaftliche Situation vor der Wiedervereinigung Deutschlands: Das Kapitel vergleicht die ökonomischen Rahmenbedingungen und Systeme von BRD und DDR vor dem Mauerfall.

3. Die Wiedervereinigung Deutschlands: Hier werden die politischen Etappen und der Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion-Prozess dargestellt.

4. Die Entwicklung der Wirtschaft nach der Wiedervereinigung: Dieses Hauptkapitel analysiert detailliert die Auswirkungen auf Arbeitsmarkt, Unternehmen, Einkommen und Bruttoinlandsprodukt.

5. Zusammenfassung: Die Zusammenfassung reflektiert den noch nicht abgeschlossenen Transformationsprozess und die bestehenden wirtschaftlichen Ungleichheiten.

Schlüsselwörter

Wiedervereinigung, DDR, BRD, Planwirtschaft, Marktwirtschaft, Arbeitslosigkeit, Wirtschaftsstruktur, Transformation, Bruttoinlandsprodukt, Einkommensentwicklung, Lohnabstand, Unternehmenspleiten, Währungsunion, Produktivität, Wirtschaftswachstum.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den wirtschaftlichen Konsequenzen der deutschen Wiedervereinigung und der damit verbundenen Transformation von einem sozialistischen Planwirtschaftssystem zu einer marktwirtschaftlichen Ordnung.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Schwerpunkte liegen auf der Entwicklung des Arbeitsmarktes, der Unternehmensgründung und -insolvenz, der Einkommenssituation sowie der Preisentwicklung und der gesamtwirtschaftlichen Leistungskraft.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, die wirtschaftlichen Herausforderungen und die Diskrepanzen zwischen alten und neuen Bundesländern in der unmittelbaren Phase nach der Wiedervereinigung aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine deskriptive Analyse, die auf einer Auswertung wirtschaftshistorischer Daten und Fachliteratur zur ökonomischen Lage der beiden deutschen Staaten basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Analyse der Ausgangslage vor 1990, den Prozess der Wiedervereinigung sowie eine detaillierte Untersuchung spezifischer Wirtschaftsindikatoren im vereinten Deutschland.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Wiedervereinigung, Transformation, Arbeitslosigkeit, DDR-Wirtschaft, Marktwirtschaft und wirtschaftliche Angleichung.

Wie unterscheidet sich die Produktivität in der DDR von der der BRD laut der Arbeit?

Die Arbeit stellt fest, dass die Arbeitsproduktivität in der DDR aufgrund von Planungsfehlern und veralteter Technik auf etwa ein Drittel des westdeutschen Niveaus geschätzt wurde.

Welche Rolle spielten Frauen auf dem Arbeitsmarkt in der DDR?

In der DDR war die Erwerbstätigkeit von Frauen aufgrund ökonomischer Zwänge und flächendeckender Kinderbetreuung deutlich höher als in der BRD, was sich nach der Wiedervereinigung durch den Stellenabbau in eine überproportionale Betroffenheit von Arbeitslosigkeit wandelte.

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Das Verhältnis von alten und neuen Bundesländern in Deutschland - Die wirtschaftlichen Folgen der Wiedervereinigung -
Hochschule
Fachhochschule für Wirtschaft Berlin
Note
2,3
Autor
Anja Conrad (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2003
Seiten
16
Katalognummer
V23027
ISBN (eBook)
9783638262330
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Verhältnis Bundesländern Deutschland Folgen Wiedervereinigung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anja Conrad (Autor:in), 2003, Das Verhältnis von alten und neuen Bundesländern in Deutschland - Die wirtschaftlichen Folgen der Wiedervereinigung -, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/23027
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Leseprobe aus  16  Seiten
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