Schon seit Menschengedenken haben wir immer wieder versucht, einen Weg zu finden, dem Gegenüber „in den Kopf“ zu schauen, seiner äußeren Erscheinung das innere Wesen „abzulesen“. Spätestens seit wir in Städten leben und nicht mehr in Familienverbänden oder kleinen Dörfern, in denen wir von klein auf jede Person kennen, der wir jemals in unserem Leben begegnen werden, müssen wir fremde Menschen einschätzen: Kann ich dem Händler auf dem Markt trauen? Was für ein Mensch ist der neue Nachbar? Wie schön und einfach wäre es da, wenn man dem anderen sprichwörtlich die Unehrlichkeit an der Nasenspitze ansehen könnte oder ihm die Dummheit aus dem Gesicht spränge.
Die Physiognomik versucht seit Jahrtausenden, anhand ihrer körperlichen Merkmale auf die Charaktereigenschaften von Menschen zu schließen.
Untersuchungsgegenstand dieser Arbeit sind die physiognomischen Ausführungen in Konrad von Mengenbergs „buch von den natürlichen dingen“ . Das „erste systematisierte deutschsprachige Kompendium des Wissens über die geschaffene Natur“ widmet sich im dritten Teil seines ersten Buches „von dem menschen in seiner gemainen natur“ den „zaichen der natürleichen siten“ des Menschen.
Diese Arbeit soll zeigen, wie Physiognomik im Mittelalter betrieben wurde: Welche methodischen Verfahren und Begründungszusammenhänge prägten die mittelalterliche Physiognomik und welches Idealbild lag ihr zugrunde?
Inhaltsverzeichnis
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Der Text befasst sich mit ...
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Zusammenfassung der Kapitel
Kapitel 1
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Kapitel 2
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Kapitel 3
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Kapitel 4
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Kapitel 5
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Kapitel 6
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Kapitel 7
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Kapitel 8
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Kapitel 9
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Schlüsselwörter
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Häufig gestellte Fragen
Was ist Physiognomik?
Die Physiognomik ist die Lehre, die versucht, von körperlichen Merkmalen (besonders im Gesicht) auf den Charakter und das Wesen eines Menschen zu schließen.
Wer war Konrad von Megenberg?
Konrad von Megenberg verfasste im 14. Jahrhundert das „Buch der Natur“, das erste systematische deutschsprachige Kompendium des Naturwissens.
Welches Idealbild lag der mittelalterlichen Physiognomik zugrunde?
Die Arbeit untersucht die methodischen Verfahren und Idealbilder, die Megenberg nutzte, um „zaichen der natürleichen siten“ zu definieren.
Warum war Physiognomik im Mittelalter so wichtig?
In wachsenden Städten mussten Menschen Fremde schnell einschätzen können; die Physiognomik bot vermeintliche Sicherheit bei der Beurteilung von Ehrlichkeit oder Dummheit.
Wie wurde Physiognomik im „Buch der Natur“ begründet?
Megenberg verknüpfte naturwissenschaftliche Beobachtungen mit moralischen und philosophischen Deutungen der menschlichen Gestalt.
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- Jule Ebbing (Author), 2013, Analyse ausgewählter physiognomischer Texte im 'Buch der Natur' Konrad von Mengenbergs, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/230199