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Staatlichkeit im Wandel

Eine Nationalstaatdebatte im Fokus der Globalisierung

Title: Staatlichkeit im Wandel

Master's Thesis , 2013 , 62 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Mara Rebmann (Author)

Politics - Topic: European Union
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Mächtige Kräfte erschüttern und gestalten sie um, unsere Welt, und die brennende Frage unserer Zeit lautet, ob wir den Wandel zu unserem Freund statt zu unserem Feind machen können. (William „Bill“ Clinton, 42. Präsident der USA)
Ein Gespenst geht um auf der Welt – das Gespenst der Globalisierung. Das internationale System mit seinen Nationalstaaten findet sich zu Beginn des 21. Jahrhunderts in einer nie dagewesenen Globalität und Interdependenz wieder. Die Globalisierung wirkt in allen Bereichen und ist genauso gefürchtet wie geliebt zwischen neoliberalem Welthandel und Untergang der Demokratie. Die Modernität des Systems wird von einem globalen Prozess abgelöst und stellt den Nationalstaat als Akteur in Frage.
Das Globale, oder, abstrakt formuliert, die Globalität, bezeichnet etwas territorial über die Nation Herausgreifendes und sie gleichzeitig Durchdringendes; es ersetzt den zeitlichen Bezug des Modernen durch einen räumlichen, der jedoch unbestimmt ist.
1
Der Nationalstaat und jede Ansicht über ihn geraten in eine strukturelle Unsicherheit: Je nach eingesetztem Objektiv erscheint der Staat durch die Globalisierung gestärkt, geschwächt oder verwandelt.
2
Vor allem die Raum-Akteur-Beziehung steht im Fokus des möglichen Wandels durch Globalisierung. Nationalstaat, Gesellschaft und Politik stehen durch die globalen Einflüsse im empfindlichen Gleichgewicht. In der globalen Konstellation besteht noch kein etablierter und handlungskompetenter politischer Raum, aber die mögliche Entwicklung in diese Richtung ist in den internationalen Beziehungen deutlich spürbar. Während internationale Institutionen in Zahl und Bedeutung zunehmen, bleibt die Kontrolle des Regierens jenseits des Nationalstaates allerdings weit zurück. Das europäische Mehrebenensystem bildet hierzu eine mögliche Strategie, die jedoch genauso in der kritischen Debatte steht wie der Nationalstaat und die Globalisierung.
Auf Grund der Aktualität der Thematik sollen in der vorliegenden Betrachtung mögliche Wandlungsprozesse der Nationalstaatlichkeit durch Globalisierung behandelt werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

2 FORSCHUNGSSTAND: GLOBALISIERUNGSDEBATTE UND TRANSFORMATIONSFORSCHUNG IN BEZUG AUF STAATLICHKEIT IM WANDEL

3 BEGRIFFLICHKEITEN

3.1 Die Parameter von Staatlichkeit

3.1.1 Souveränität

3.1.2 Staatsvolk

3.1.3 Territorium

3.1.4 Legitimation

3.1.5 Machtmonopol und Steuermonopol

3.1.6 Politische Einheit und Verfassung

3.1.7 Wirtschaft

3.2 Globalisierung und Transformation

3.2.1 Globalisierung

3.2.2 Transformation

4 ANALYSE: FINDET IM RAHMEN DER GLOBALISIERUNG EINE TRANSFORMATION DER STAATLICHKEIT STATT?

4.1 Souveränität: Supranationalisierung und Internationalisierung

4.2 Legitimation: x-nationalisierung

4.3 Staatsvolk: Transnationalisierung und Fragmentierung

4.4 Politische Einheit und Verfassung: Vergesellschaftung und Fragmentierung

4.5 Wirtschaft: Entnationalisierung, Subpolitisierung und Deregulierung

4.6 Machtmonopol und Steuermonopol: Privatisierung

4.7 Territorium: Entgrenzung

5 FAZIT

6 DIE EUROPÄISCHE UNION – REGIONALISIERUNG ALS KOMPENSATIONSMECHANISMUS IM KONTEXT DER TRANSFORMATION VON STAATLICHKEIT DURCH GLOBALISIERUNG

6.1 Die historische Kontextualisierung der Europäischen Union

6.2 Die Konzeption der Europäischen Union

6.3 Wirkung und Prozess der Europäischen Union

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Auswirkungen der Globalisierung auf die Nationalstaatlichkeit unter Berücksichtigung verschiedener Transformationsansätze. Die zentrale Forschungsfrage lautet, ob und mit welchem Ergebnis die Parameter von Staatlichkeit im Rahmen globaler Prozesse transformieren, wobei die Europäische Union als Beispiel für Regionalisierung als Kompensationsmechanismus analysiert wird.

  • Analyse der Parameter von Staatlichkeit (Souveränität, Staatsvolk, Territorium, Legitimation, Wirtschaft).
  • Untersuchung von Globalisierungsprozessen und deren Einfluss auf nationale Handlungsspielräume.
  • Debatte um die "postnationale" Konstellation und die Krise des Nationalstaats.
  • Rolle der Europäischen Union als Akteur und Kompensationsmechanismus bei der Transformation von Staatlichkeit.

Auszug aus dem Buch

Die politische Einheit und die demokratische Verfassung stehen an einem Wendepunkt, an dem sich herausstellt, ob es eine postdemokratische Entwicklung geben wird.

Dies bildet dann den Anstoß zu einer Transformation. In Anlehnung an Collin Crouch, der die Begrifflichkeit der Postdemokratie ausschlaggebend geprägt hat, hat die postdemokratische Entwicklung, in der sich viele europäische Nationalstaaten momentan befinden, die Eigenschaft, dass die demokratischen Institutionen zwar intakt sind, sich aber die politischen Gefüge zu prädemokratischen Merkmalen zurückentwickeln.

Die Legitimation beruht auf einer durch Konsens integrierten Gesellschaft. In fragmentierten Gesellschaften funktioniert das nicht. Das entstehende Loyalitätsdefizit und das Misstrauen sowie der bürgerliche Verdruss führen dazu, dass der Nationalstaat sich in eine Art Klientelismus flüchtet. Dies geschieht über eine Einbettung in eine bestimmte Gruppierung im Staat, weil er es nicht schafft, als Agentur der gesamten Gesellschaft anerkannt zu werden. Damit verwandelt er sich in eine Interessenvertretung gesellschaftlicher Partikularinteressen.

So hat der Einfluss von Eliten, die die politische, ökonomische und soziale Ungleichheit beseitigen und zur hierarchischen Ordnung aus vordemokratischen Zeiten zurückkehren wollen, zugenommen und das Misstrauen des Volkes noch weiter geschürt. Obwohl fast alle formalen demokratischen Merkmale in der postdemokratischen Entwicklung überleben, kommt es längerfristig zu Erosionserscheinungen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Einführung in die Globalisierungsdebatte und Definition der Zielsetzung hinsichtlich des Wandels der Nationalstaatlichkeit.

2 FORSCHUNGSSTAND: GLOBALISIERUNGSDEBATTE UND TRANSFORMATIONSFORSCHUNG IN BEZUG AUF STAATLICHKEIT IM WANDEL: Historisch-deskriptiver Überblick über die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Globalisierung und Transformation.

3 BEGRIFFLICHKEITEN: Definition zentraler Begriffe wie Staatlichkeit, Globalisierung und Transformation als theoretische Basis für die Analyse.

4 ANALYSE: FINDET IM RAHMEN DER GLOBALISIERUNG EINE TRANSFORMATION DER STAATLICHKEIT STATT?: Detaillierte Untersuchung der Auswirkungen globaler Prozesse auf die spezifischen Parameter staatlicher Souveränität, Legitimation, Staatsvolk, Verfassung, Wirtschaft, Machtmonopol und Territorium.

5 FAZIT: Zusammenführung der Teilergebnisse und Beantwortung der zentralen Forschungsfrage zur Transformation der Staatlichkeit.

6 DIE EUROPÄISCHE UNION – REGIONALISIERUNG ALS KOMPENSATIONSMECHANISMUS IM KONTEXT DER TRANSFORMATION VON STAATLICHKEIT DURCH GLOBALISIERUNG: Analyse der EU als Akteur, der versucht, die durch Globalisierung verloren gegangene Handlungsfähigkeit der Nationalstaaten durch Regionalisierung zu kompensieren.

Schlüsselwörter

Globalisierung, Nationalstaat, Staatlichkeit, Transformation, Souveränität, Legitimation, Europäische Union, Regionalisierung, Demokratiedefizit, Weltwirtschaft, Politische Einheit, Verfassung, Transnationalisierung, Postdemokratie, Machtmonopol.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Masterarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Wandel der Staatlichkeit von Nationalstaaten infolge der Globalisierung und prüft, ob dieser Prozess als Transformation zu werten ist.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen sind die Globalisierungsdebatte, die Transformationsforschung, die Neudefinition von Staatskompetenzen sowie die Rolle internationaler Organisationen wie der EU.

Was ist das primäre Ziel der Forschung?

Ziel ist es zu analysieren, wie globale Prozesse die klassischen Parameter des Nationalstaates beeinflussen und ob diese Prozesse zu einem grundlegenden Systemwandel führen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin verwendet einen deskriptiv-analytischen Ansatz, bei dem verschiedene theoretische Ansätze zur Systemtransformation auf die aktuelle Situation der Nationalstaaten angewendet werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Begriffsdefinition und die anschließende Transformationsanalyse der Parameter Souveränität, Legitimation, Staatsvolk, Verfassung, Wirtschaft, Machtmonopol und Territorium.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind Globalisierung, Transformation, Staatlichkeit, Nationalstaat sowie Regionalisierung als Kompensationsmechanismus.

Inwiefern beeinflusst die EU die Souveränität ihrer Mitgliedstaaten?

Die EU greift durch supranationale Strukturen und völkerrechtliche Verträge in die nationalstaatliche Souveränität ein, wobei Staaten Kompetenzen abgeben und Teil eines Netzwerks werden.

Warum wird die EU im Kontext der Transformation analysiert?

Die EU dient als Beispiel für Regionalisierung, die den durch Globalisierung bedingten Autonomieverlust der Nationalstaaten abfedern soll, wenngleich dies zu Legitimationsproblemen führt.

Was versteht die Autorin unter dem Begriff "Postdemokratie" in der Arbeit?

Der Begriff bezieht sich auf eine Entwicklung, bei der demokratische Institutionen zwar formell bestehen bleiben, aber die inhaltliche politische Macht sich hin zu wirtschaftlichen Eliten und intransparenten Entscheidungsprozessen verlagert.

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Details

Title
Staatlichkeit im Wandel
Subtitle
Eine Nationalstaatdebatte im Fokus der Globalisierung
College
Otto-von-Guericke-University Magdeburg  (Fakultät für Humanwissenschaften)
Grade
2,0
Author
Mara Rebmann (Author)
Publication Year
2013
Pages
62
Catalog Number
V229909
ISBN (eBook)
9783656462385
ISBN (Book)
9783656462262
Language
German
Tags
Staatlichkeit Globalisierung Nationalstaatdebatte Transformation Europäische Union Souveränität Fragmentierung Legitimation
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Mara Rebmann (Author), 2013, Staatlichkeit im Wandel, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/229909
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