Schlachten sind im Artusroman rar gesät, sie entsprechen nicht dem typischen Gattungsbild,sondern sind eher der Chanson de geste zuzuordnen. Die Tatsache, dass die beiden besprochenen Texte große Massenschlachten darstellen, zeigt eine gewisse Öffnung der Gattung Artusroman, hebt die Romane aber trotzdem von den zeitgenössischen Artgenossen ab.
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit den Schlachten, die in den beiden Romanen beschrieben werden. Von Bedeutung wird sein, welche Beobachtungen eine Schlacht in einem Artusroman zu kennzeichnen scheinen, weil sie in beiden Texten auftreten, und welche für den jeweiligen Text allein stehen. Letztere Aspekte sollen dann, soweit es der Umfang einer Seminararbeit
zulässt, daraufhin analysiert werden, inwieweit sie dem Text einen Mehrwert geben und ob sie eine Interpretation zulassen.
Inhaltsverzeichnis
- Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Zur vorliegenden Hausarbeit
- Kurzer Forschungsbericht zum Artusroman im 13. Jahrhundert
- Zeitliche Verortung der beiden Texte
- Hauptteil
- Kurze Verortung im Text und inhaltliche Beschreibung der Schlachten
- Die vier Schlachten im Daniel
- Die Schlacht im Wigalois
- Aspekte im Daniel
- Die besondere Rolle von König Artus
- Das Motiv desorn und desait
- Aspekte im Wigalois
- Vergleich
- Ähnlichkeiten und Gegensätze im Wigalois und Daniel
- Die Gegenspieler Matur und Lion
- Kurze Verortung im Text und inhaltliche Beschreibung der Schlachten
- Fazit
- Literaturverzeichnis
- Quellen
- Darstellungen
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Hausarbeit analysiert und vergleicht die Schlachten in Wirnt von Grafenbergs Wigalois und Daniels von dem blühenden Tal vom Stricker. Sie untersucht, welche Merkmale die Schlachten in beiden Texten gemeinsam haben und welche spezifisch für den jeweiligen Roman sind. Die Arbeit beleuchtet die Bedeutung dieser Schlachten im Kontext der Artusromane des 13. Jahrhunderts und analysiert, inwieweit sie der Gattung Artusroman einen Mehrwert verleihen.
- Die Rolle der Schlachten im Kontext der Artusromane des 13. Jahrhunderts
- Die Bedeutung von König Artus in den Schlachten
- Der Vergleich der Schlachtbeschreibungen in Wigalois und Daniel
- Die Darstellung von Gewalt und Heldenmut in den Schlachten
- Die Einbindung der Schlachten in die Gesamtstruktur der Romane
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung stellt die Schlachten in den beiden Romanen als Ausnahmeerscheinungen im typischen Gattungsbild des Artusromans vor und skizziert die Forschungslandschaft zum Artusroman im 13. Jahrhundert. Sie beleuchtet die Besonderheit der beiden Romane, die sich durch die Darstellung von großen Massenschlachten von anderen Artusromanen der Zeit abheben.
Der Hauptteil der Arbeit verortet die Schlachten im Kontext der jeweiligen Romane und beschreibt ihre inhaltliche Gestaltung. Die vier Schlachten im Daniel werden detailliert dargestellt, wobei die besondere Rolle von König Artus und das Motiv desorn und desait hervorgehoben werden. Die Schlacht im Wigalois wird im Vergleich dazu als politischer Konflikt präsentiert, der weniger fantastisch und mehr realistisch dargestellt wird. Der Unterschied in der Darstellung von König Artus in beiden Romanen wird ebenfalls beleuchtet.
Der Vergleich der beiden Schlachten zeigt deutlich die Unterschiede in ihrer Gestaltung und Bedeutung. Die Schlacht im Daniel ist deutlich brutaler und fantasievoller beschrieben, während die Schlacht im Wigalois mehr realistische Elemente aufweist. Die Einbindung der Schlachten in die Gesamtstruktur der Romane wird ebenfalls untersucht, wobei deutlich wird, dass die Schlacht im Daniel stärker in die Handlung integriert ist, während die Schlacht im Wigalois eher als eigenständiger Teil des Romans betrachtet werden kann.
Schlüsselwörter
Die Schlüsselwörter und Schwerpunktthemen des Textes umfassen den Artusroman, Schlachten, Wigalois, Daniel von dem blühenden Tal, König Artus, Ritter, Chanson de geste, Intertextualität, Gattungsentwicklung, Held, Gewalt, Phantastik, Realismus, Vergleich, Analyse.
Häufig gestellte Fragen
Was ist das Besondere an den Schlachten in „Wigalois“ und „Daniel“?
In typischen Artusromanen sind Schlachten selten; der Fokus liegt meist auf dem Einzelzweikampf (Aventiure). Diese beiden Werke zeigen jedoch große Massenschlachten, was eine Gattungsöffnung darstellt.
Wie unterscheidet sich die Darstellung von König Artus in den beiden Romanen?
Die Arbeit untersucht die spezifische Rolle des Königs in den Kampfhandlungen und wie seine Autorität durch die Schlachten in den jeweiligen Texten unterschiedlich inszeniert wird.
Welche Rolle spielt die Phantastik im Vergleich zum Realismus?
Während die Schlacht im „Daniel“ oft als brutaler und fantasievoller beschrieben wird, weist der „Wigalois“ mehr realistische und politisch motivierte Elemente in der Darstellung des Konflikts auf.
Was ist das Motiv „zorn und desait“ im Roman „Daniel“?
Dieses Motiv wird im Hauptteil der Arbeit analysiert und beschreibt die emotionalen und moralischen Triebfedern der ritterlichen Kämpfer während der Schlachten.
Wie sind die Schlachten in die Gesamtstruktur der Romane integriert?
Im „Daniel“ ist die Schlacht eng mit der Haupthandlung verwoben, während sie im „Wigalois“ eher wie ein eigenständiger, fast politisch-historischer Exkurs wirkt.
- Quote paper
- Philipp Kracht (Author), 2013, Analyse und Vergleich der Schlachten in Wirnt von Grafenbergs "Wigalois" und "Daniel von dem blühenden Tal" vom Stricker., Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/229782