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Die Wirkung von Film und Fernsehen auf die Zuschauer

Title: Die Wirkung von Film und Fernsehen auf die Zuschauer

Seminar Paper , 2003 , 17 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Alan Hansen (Author)

German Studies - Miscellaneous
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Manfred von Ardenne war derjenige, der 1931 erstmals elektronisches Fernsehen vorführte. Breite Verwendung erfuhr die "Flimmerkiste" aber erst ab den fünfziger Jahren des 20. Jahrhunderts. Die anfängliche Ausstrahlung in schwarz- weiß Tönen wurde Mitte der sechziger Jahre durch das bis in die heutige Zeit bekannte Farbfernsehen abgelöst.
Fernsehen zählt seit seiner Einführung zu einem der wesentlichen Faktoren der Meinungsbildung des Menschen. Darüber hinaus zählt es als "Ausbilder" von moralisch- ethischen Werten zu den gesellschaftlich wirkungsvollsten Medien. Mit einer nicht mehr überschaubaren Vielfalt von Sendern kann das Fernsehen eine Programmpalette bieten, die bisher kein anderes Medium erreicht hat. Information, Unterhaltung, Fluchtpunkt- das sind nur einige Bedürfnisse, die das Fernsehen mittlerweile zu befriedigen im Stande ist. Aber was passiert eigentlich mit uns, wenn wir uns so entspannt "berieseln" lassen?

Die folgende Hausarbeit widmet sich in erster Linie der Frage, wie das Medium Fernsehen auf seine Rezipienten wirkt. Der heutige Stand der Wirkungsforschung soll anhand ausgewählter Theorien ebenso vorgestellt werden, wie die Auswirkung auf die Psyche des Betrachters. Als exemplarisches Modell einer Wirkungsforschung wird anschließend das Verhältnis von Medien und Gewalt kurz vorgestellt, welches sich im Zeitalter gewaltverherrlichender Computerspiele und Fernsehsendungen größter Diskussionen erfreut. Abschließend liegt das Augenmerk auf der Darstellung der Problematik, mit der sich eine jede Art der Wirkungsforschung konfrontiert sieht.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Der Wirkungsbegriff

1.1 Abgrenzung des Wirkungsbegriffes

1.2 Begriffsdefinition

2. Darstellung ausgewählter Ansätze der Wirkungsforschung

2.1 Stimulus- Response Modell

2.2 Theorie des Thematisierungsansatzes (Agenda- Setting- Approach

2.3 Nutzen- und Belohnungsansatz (uses-and-gratifications-Approach)

3. Die Untersuchung des Zusammenhangs von Medien und Gewalt als ein exemplarisches Modell für die Wirkungsforschung

4. Die Wirkung von Film und Fernsehen auf Denken, Fühlen und Wollen

4.1 Hypnotische Wirkung des Fernsehens

4.2 Weitere Nachwirkungen

5. Kritik an der Wirkungsforschung

5.1 Das Problem des Festhaltens am Stimulus Response Modell

5.2 Messprobleme und ihre Folgen

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die psychologischen und kognitiven Wirkungsmechanismen des Mediums Fernsehen auf den Rezipienten. Dabei wird kritisch hinterfragt, inwieweit klassische Wirkungsmodelle aus der Naturwissenschaft auf die komplexen Kommunikationsprozesse der Mediennutzung anwendbar sind, um die Auswirkungen auf das Denken, Fühlen und Wollen des Menschen zu verstehen.

  • Historische und theoretische Grundlagen der Medienwirkungsforschung
  • Analyse der Wirkung von Mediengewalt als exemplarisches Forschungsmodell
  • Psychologische Effekte des Fernsehkonsums auf die Psyche des Zuschauers
  • Kritische Reflexion methodischer Probleme bei der Messung von Medienwirkungen

Auszug aus dem Buch

4. Die Wirkung des Fernsehens auf Denken, Fühlen und Wollen

Das im vorangehenden Kapitel vorgestellte Beispiel setzt seine Priorität auf solche Wirkungen, die sich in äußerlich beobachtbarem, fassbarem Handeln niederschlägt. Da dies jedoch wie erwähnt nicht die einzige Dimension der Wirkungsforschung ist, ist es mindestens genauso wichtig, die Wirkung auf die psychische Verfassung des Rezipienten zu beobachten. Wie verändert das Fernsehen das Denken des Menschen? Inwieweit hat Fernsehkonsum Auswirkungen auf Fühlen und Wollen? Das sind zentrale Fragen, die im folgenden Kapitel beantwortet werden sollen.

Filmische Bilder, egal welcher Art, dienen vor allem drei Funktionen. Sie sollen Bewegung abbilden, Bewegung schaffen, oder durch ihre aufeinanderfolgende Sequenz erzählen. (vgl. Buddemeier, 1996, S.48). Eines ist allen dreien gemeinsam: die Eigenaktivität des Zuschauers wird beim Fernsehen verdrängt. Diese erzwungene Passivität versetzt den Rezipienten in einen Bewusstseinszustand, der so im alltäglichen Leben nicht vorkommt. Er ist allenfalls noch mit dem „Tagträumen“ zu vergleichen, das durch eine Art „Fallen-lassen“ der Gedanken zustande kommt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Der Wirkungsbegriff: Dieses Kapitel definiert die Grundlagen der Wirkungsforschung, indem es den Begriff Wirkung von verwandten Termini wie Funktion oder Folge abgrenzt und die Herkunft aus naturwissenschaftlichen Kausalitätskonzepten beleuchtet.

2. Darstellung ausgewählter Ansätze der Wirkungsforschung: Es werden zentrale Theorien wie das Stimulus-Response-Modell, der Agenda-Setting-Ansatz und der Uses-and-Gratifications-Approach vorgestellt, um die Entwicklungslinien der Wirkungsforschung aufzuzeigen.

3. Die Untersuchung des Zusammenhangs von Medien und Gewalt als ein exemplarisches Modell für die Wirkungsforschung: Anhand der Mediengewaltforschung werden verschiedene Thesen, wie die Katharsis- oder Stimulationstheorie, auf ihre Plausibilität und empirische Belastbarkeit hin geprüft.

4. Die Wirkung von Film und Fernsehen auf Denken, Fühlen und Wollen: Dieser Abschnitt untersucht, wie Fernsehen durch die Verdrängung von Eigenaktivität den Bewusstseinszustand beeinflusst, hypnotische Wirkungen entfaltet und psychische Nachwirkungen beim Zuschauer hinterlässt.

5. Kritik an der Wirkungsforschung: Das abschließende Kapitel übt grundlegende Kritik an der wissenschaftlichen Methodik, insbesondere am Festhalten an einfachen Reiz-Reaktions-Modellen und an den Schwierigkeiten bei der empirischen Messung von komplexen menschlichen Reaktionen.

Schlüsselwörter

Medienwirkungsforschung, Fernsehen, Stimulus-Response-Modell, Rezipient, Kommunikation, Agenda-Setting, Mediengewalt, Psychologie, Wahrnehmung, Wirkungstheorie, Kausalität, Zuschauerverhalten, Medienkonsum, Suggestionstheorie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, wie das Medium Fernsehen seine Zuschauer beeinflusst und welche psychologischen Prozesse durch den Medienkonsum ausgelöst werden.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themen umfassen die Geschichte der Wirkungsforschung, die theoretische Einordnung von Medienwirkungen, den speziellen Fall von Mediengewalt sowie die Auswirkungen auf Denken, Fühlen und Wollen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist eine kritische Auseinandersetzung mit dem aktuellen Stand der Wirkungsforschung und die Identifikation von Problemen bei der Anwendung naturwissenschaftlicher Kausalitätsmodelle auf den menschlichen Geist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Literaturanalyse und einen komparativen Ansatz, bei dem verschiedene Wirkungsmodelle (wie Agenda-Setting oder Stimulus-Response) vorgestellt und kritisch bewertet werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden nach einer Begriffsdefinition verschiedene Theorien vorgestellt, deren Anwendung an Beispielen wie Mediengewalt geprüft wird, gefolgt von einer Analyse der hypnotischen Wirkung des Fernsehens auf die Psyche.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind Medienwirkung, Wirkungsforschung, Stimulus-Response, Rezipient, Fernsehkonsum und psychologische Beeinflussung.

Welche Rolle spielt die hypnotische Wirkung des Fernsehens laut dem Text?

Das Fernsehen wird als ein Medium beschrieben, das den Zuschauer in einen trance-artigen Zustand versetzt, in dem Eigenaktivität verdrängt wird, was eine posthypnotische Beeinflussung von Einstellungen und Handlungen ermöglichen kann.

Warum ist die Messung von Medienwirkung problematisch?

Die Messung ist deshalb schwierig, weil der Mensch nicht rein naturwissenschaftlich messbar ist und bei der Erhebung (z.B. durch Befragungen) zahlreiche intervenierende Variablen und Lerneffekte die Ergebnisse verfälschen können.

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Details

Title
Die Wirkung von Film und Fernsehen auf die Zuschauer
College
RWTH Aachen University  (Germanistisches Institut)
Course
Proseminar: Persuasionsstrukturen in der Rhetorik
Grade
2,0
Author
Alan Hansen (Author)
Publication Year
2003
Pages
17
Catalog Number
V22970
ISBN (eBook)
9783638261838
ISBN (Book)
9783638759717
Language
German
Tags
Wirkung Film Fernsehen Zuschauer Proseminar Persuasionsstrukturen Rhetorik Kommunikation Medien
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Alan Hansen (Author), 2003, Die Wirkung von Film und Fernsehen auf die Zuschauer, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/22970
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