Der folgende Text ist die Ausarbeitung des Referats, das ich gemeinsam mit Hannah Wegner im Rahmen des Seminars “Spracherwerb: Phonologie” gehalten habe.
In dem Seminar ging es zunächst um die Sprachperzeption von Kleinkindern bevor dann zur frühen Sprachproduktion übergegangen wurde.
Nachdem zuvor die Perzeption und Diskrimination auf Phonem- und Wortebene besprochen worden war, stellte unser Referat den Abschluss des Themenblockes zur Sprachperzeption dar.
Ausgehend von dem Artikel von Kathy Hirsh-Pasek et al. haben wir die Ergebnisse von zwei Experimenten vorgestellt, die die Autoren zur Beantwortung der Frage, ob bereits Kleinkinder prosodische Markierungen syntaktischer Grenzen wahrnehmen können, durchgeführt haben.
Inhaltsverzeichnis
- Vorbemerkung
- Einleitung
- Allgemeines über den Satz
- Bisherige Forschungsergebnisse
- Experiment 1
- Zusammenfassung
- Allgemeine Diskussion
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Arbeit von Hirsh-Pasek et al. (1987) untersucht, ob bereits Kleinkinder in der Lage sind, prosodische Markierungen syntaktischer Grenzen wahrzunehmen. Die Autoren fokussieren dabei auf die Frage, ob Kinder die natürlichen Segmentierungen von Sätzen bevorzugen, die an den Satzgrenzen stattfinden, und ob diese Präferenz durch längere Aufmerksamkeit ausgedrückt wird.
- Wahrnehmung von prosodischen Markierungen syntaktischer Grenzen bei Kleinkindern
- Die Rolle der natürlichen Segmentierung von Sätzen im Spracherwerbsprozess
- Untersuchung der Hypothese, ob die Fähigkeit zur Wahrnehmung akustischer Marker angeboren ist
- Einsatz der Headturn preference procedure zur Erfassung von Kinderpräferenzen
- Analyse der Orientierungszeit und Blickrichtung von Kindern als Indikatoren für ihre Präferenzen
Zusammenfassung der Kapitel
- Vorbemerkung: Die Autoren stellen das Referat vor und geben einen kurzen Überblick über den Inhalt.
- Einleitung: Der Text beleuchtet die Bedeutung des Satzes im Spracherwerbsprozess. Es werden verschiedene Theorien zum Spracherwerb vorgestellt, die die Rolle der Satzeinheiten im Input betonen. Des Weiteren werden bereits vorhandene Forschungsergebnisse bezüglich der akustischen Markierung von Satzgrenzen zusammengefasst.
- Experiment 1: Hirsh-Pasek et al. beschreiben die Durchführung ihres Experiments mit 7-10 Monate alten Kindern. Sie erklären die Stimuli und die Methode der Headturn preference procedure. Die Ergebnisse des Experiments werden hinsichtlich der Orientierungszeit und Blickrichtung der Kinder zusammengefasst.
Schlüsselwörter
Die Arbeit beschäftigt sich mit den folgenden zentralen Themen: Sprachperzeption, Spracherwerb, prosodische Markierungen, syntaktische Grenzen, natürliche Segmentierung, Kleinkinder, Headturn preference procedure, Orientierungszeit, Blickrichtung, akustische Marker.
Häufig gestellte Fragen
Können Kleinkinder bereits Satzgrenzen in der Sprache erkennen?
Ja, Untersuchungen (z. B. von Hirsh-Pasek et al.) zeigen, dass bereits 7-10 Monate alte Kinder prosodische Markierungen wahrnehmen, die syntaktische Grenzen signalisieren.
Was sind prosodische Markierungen?
Dies sind akustische Merkmale der Sprache wie Intonation, Pausen und Rhythmus, die helfen, die Struktur von Sätzen zu verstehen.
Was ist die "Headturn preference procedure"?
Es ist eine Forschungsmethode, bei der die Blickrichtung und Orientierungszeit von Kleinkindern gemessen wird, um festzustellen, welche sprachlichen Stimuli sie bevorzugen.
Warum ist die natürliche Segmentierung von Sätzen für den Spracherwerb wichtig?
Sie hilft Kindern, den kontinuierlichen Sprachstrom in sinnvolle Einheiten (Phrasen und Sätze) zu unterteilen, was die Grundlage für das Erlernen der Grammatik bildet.
Ist die Fähigkeit zur Wahrnehmung dieser Marker angeboren?
Die Forschung diskutiert, ob diese Fähigkeit angeboren ist oder sehr früh durch den Input der Bezugspersonen erworben wird.
- Quote paper
- Judith Heide (Author), 2001, Das Erkennnen prosodischer Merkmale syntaktischer Grenzen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/22854