Die evangelische Kirche in Deutschland hat im Jahr 1994 eine Denkschrift mit dem Titel „Identität und Verständigung. Standort und Perspektiven des Religionsunterrichts in der Pluralität“ herausgegeben. Anhand dieser Denkschrift soll in dieser Arbeit gezeigt werden, dass Pluralität eine sehr große Herausforderung für den Religionsunterricht ist. Die Denkschrift ist sicher auch für den katholischen Religionsunterricht von Bedeutung. Zuerst werde ich versuchen, den Begriff der Pluralität im allgemeinen zu definieren. Danach wird Anhand der Denkschrift der EKD eine Gegenwartsanalyse gemacht, die das Pluralitätsproblem aus der Perspektive der Schüler, der Person des Lehrers / der Lehrerin beleuchten soll. Weiters soll klar gemacht werden wie Schule, Kirche, Gesellschaft, Politik und die Eltern sich im Blick auf diese Herausforderung verhalten sollen. Und es ist zu hinterfragen, wie der Religionsunterricht in einer pluralen Gesellschaft gestaltet sein soll. Welche Inhalte und welche Methoden den Religionsunterricht ausmachen.
Inhaltsverzeichnis
- EINLEITUNG
- DEFINITIONEN VON PLURALITÄT
- Pluralismus bei Hans Kremendahl
- Entwurf von Pluralität von W. Welsch
- RELIGIONSPÄDAGOGISCHE RAHMENPROBLEME
- UNTERSUCHUNGEN DER GEGENWÄRTIGEN SITUATION ANHAND VON ,,IDENTITÄT UND VERSTÄNDIGUNG".
- Herausforderungen und Umfeld des Religionsunterrichts
- Zum Verhältnis der jungen Generation zu Kirche, Christentum und Religion.
- Zum Umfeld Schule: Schulpädagogik, Schulentwicklung, Schulerneuerung.
- Der Religionsunterricht in der pluralen Gesellschaft
- Sinn und Aufgaben des Religionsunterrichts
- Rahmen und Bezüge des Religionsunterrichts
- Die Funktionen der Religionslehrerinnen
- ZUSAMMENFASSUNG.
- REFLEXION
- Lernfortschritt im Seminar
- Reflexion zum Thema der Arbeit
- LITERATURVERZEICHNIS.
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Seminararbeit analysiert die Denkschrift „Identität und Verständigung“ der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) aus dem Jahr 1994, um die Herausforderungen der Pluralität für den Religionsunterricht aufzuzeigen. Dabei wird sowohl die Perspektive der Schüler und Lehrer als auch die der Schule, Kirche, Gesellschaft, Politik und Eltern beleuchtet.
- Die Definition des Begriffs Pluralität und seine Relevanz im Kontext des Religionsunterrichts
- Die Analyse der Herausforderungen, die die Pluralität für den Religionsunterricht darstellt
- Die Rolle des Religionsunterrichts in der pluralen Gesellschaft und seine Gestaltungsmöglichkeiten
- Die Bedeutung von Identität und Verständigung im Pluralismus
- Die Notwendigkeit, verschiedene Perspektiven und Lebensentwürfe im Religionsunterricht zu berücksichtigen
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung stellt die Denkschrift der EKD „Identität und Verständigung“ als Ausgangspunkt der Arbeit vor und verdeutlicht die Relevanz des Themas Pluralität für den Religionsunterricht. Das zweite Kapitel beschäftigt sich mit unterschiedlichen Definitionen von Pluralität, wobei die Konzepte von Hans Kremendahl und W. Welsch im Detail vorgestellt werden. Dabei werden die Herausforderungen des Pluralismus für den Religionsunterricht und die Gestaltungsmöglichkeiten des Religionsunterrichts in einer pluralen Gesellschaft aufgezeigt.
Schlüsselwörter
Die Arbeit befasst sich mit den zentralen Themen Pluralität, Identität, Verständigung, Religionsunterricht, Denkschrift, EKD, Hans Kremendahl, W. Welsch, Herausforderung, Gestaltungsmöglichkeiten, Schülerperspektive, Lehrerperspektive, Schule, Kirche, Gesellschaft, Politik, Eltern.
Häufig gestellte Fragen
Was ist die Kernaussage der EKD-Denkschrift von 1994?
Die Denkschrift „Identität und Verständigung“ betont, dass Pluralität die zentrale Herausforderung für den modernen Religionsunterricht ist und neue Konzepte der Identitätsbildung erfordert.
Wie wird Pluralität in der Arbeit definiert?
Die Arbeit greift auf Definitionen von Hans Kremendahl und W. Welsch zurück, um Pluralität als Vielfalt von Lebensentwürfen und Überzeugungen in der modernen Gesellschaft zu beschreiben.
Welche Herausforderungen ergeben sich für Religionslehrer?
Lehrer müssen in einem Umfeld agieren, in dem Schüler oft kaum noch Bindung zur Kirche haben, und gleichzeitig einen Raum für Identitätsfindung und interkulturelle Verständigung schaffen.
Welche Rolle spielt die Schule bei der Bewältigung von Pluralität?
Die Schule wird als Ort der Schulentwicklung und -erneuerung gesehen, an dem der Religionsunterricht helfen muss, religiöse Sprachfähigkeit in einer vielfältigen Gesellschaft zu vermitteln.
Wie sollte der Religionsunterricht in einer pluralen Gesellschaft gestaltet sein?
Er sollte sowohl die eigene Identität stärken als auch zur Verständigung mit anderen Religionen und Weltanschauungen befähigen, wobei Methoden und Inhalte flexibel an die Lebenswelt der Schüler angepasst werden müssen.
- Arbeit zitieren
- Leonhard Stampler (Autor:in), 2003, Identität und Verständigung: Pluralität als Herausforderung für ReligionslehrerInnen - Eine Gegenwartsanalyse anhand einer Denkschrift der EKD, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/22472