Die Arbeit gibt einen umfassenenden Überblick über die Institutionen im deutschen Gesundheitswesen auf Bundes- Landes- und Kommunaler Ebene und deren Vernetzung. Ebenso werden die Institutionen der Krankenversicherungen (GKV und PKV) sowie die vertragsärztliche Versorgung dargestellt. Die deutsche Krankenhaus- und Arzneimittelversorgung wird in ihren Grundzügen erläutert.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Institutionen auf Bundesebene
2.1 Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung (BMGS)
2.1.1 Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte in Bonn (BfArM)
2.1.2 Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung in Köln (BZgA)
2.1.3 Das Deutsche Institut für Medizinische Dokumentation und Information in Köln (DIMDI)
2.1.4 Das Paul-Ehrlich-Institut für Sera und Impfstoffe in Langen (PEI)
2.1.5 Das Robert-Koch-Institut in Berlin (RKI)
2.2 Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit (BMWA)
2.2.1 Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BauA)
2.3 Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU)
2.3.1 Umweltbundesamt (UBA)
2.4 Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
2.5 Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft (BMVEL)
2.6 Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen (BMVBW)
2.7 Beratende Institutionen auf Bundesebene
2.7.1 Konzertierte Aktion im Gesundheitswesen
2.7.2 Sachverständigenrat für die Konzertierte Aktion im Gesundheitswesen
2.7.3 Runder Tisch
3 Institutionen auf Landesebene
3.1 Oberste Landesgesundheitsbehörde
3.2 Spezielle Landesbehörden
3.3 Beratende Institutionen auf Landesebene
3.3.1 Gesundheitsministerkonferenz
3.3.2 Arbeitsgemeinschaft der Leitenden Medizinalbeamtinnen und –beamten der Länder
3.4 Kommunale Institutionen
3.4.1 Gesundheitsämter
4 Die Institutionen der Krankenversicherung
4.1 Die Private Krankenversicherung
4.2 Die gesetzliche Krankenversicherung
4.2.1 Träger der Gesetzlichen Krankenversicherung
4.2.2 Organisationsstruktur
4.2.3 Finanzierung
4.2.4 Medizinischer Dienst der Krankenversicherung
4.2.5 Gemeinsame Selbstverwaltung
5 Vertragsärztliche Versorgung
5.1 Die Ärztekammern
5.2 Berufsverbände
5.3 Die Kassenärztlichen Vereinigungen
5.4 Das Vertragsarztrecht
5.5 Die vertragsärztliche Versorgung
6 Krankenhausversorgung
6.1 Krankenhausplanung
6.2 Versorgungsverträge der Krankenkassen
6.3 Zweiseitige Verträge und Rahmenempfehlungen über Krankenhausbehandlung (§ 112 SGB V)
6.4 Vergütung von Krankenhausleistungen
7 Arzneimittelversorgung
7.1 Bedeutung von Arzneimitteln
7.2 Gesetzliche Grundlagen
7.3 Arzneimittelzulassung
7.4 Staatliche Überwachung der Herstellung und des Vertriebs von Arzneimitteln/ Erfassung des Arzneimittelrisikos
8 Diskussion
Zielsetzung und Themen
Diese Arbeit bietet einen Überblick über die Aufgaben, Vernetzungen und Entscheidungskompetenzen der verschiedenen Institutionen im deutschen Gesundheitswesen. Das primäre Ziel ist es, die komplexen Strukturen von der Bundes- über die Landes- bis zur kommunalen Ebene darzustellen und die Funktionsweise der Krankenversicherung sowie der ärztlichen und stationären Versorgung zu erläutern.
- Institutionen auf Bundes- und Landesebene
- Struktur und Funktionsweise der Gesetzlichen und Privaten Krankenversicherung
- Vertragsärztliche Versorgung und das Vertragsarztrecht
- Krankenhausplanung, Finanzierung und Versorgung
- Staatliche Überwachung und Bedeutung der Arzneimittelversorgung
Auszug aus dem Buch
1.25 Arzneimittelzulassung
Arzneimittel dürfen erst in den Verkehr gebracht werden, nachdem sie vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) oder dem für Sera und Impfstoffe zuständige Paul-Ehrlich-Institut geprüft wurden. Die Prüfung bezieht sich auf die Qualität, Wirksamkeit und Unbedenklichkeit der Arzneimittel. Die Zulassung ist auf 5 Jahre beschränkt und es bedarf zur Verlängerung eine erneute Prüfung.
„Das Bundesinstutut für Arzneimittel und Medizinprodukte .. ist eine selbständige Bundesbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung.“ Das BfArM ist für die Zulassung von Fertigarzneimitteln auf der Grundlage des Arzneimittelgesetzes schwerpunktmäßig zuständig. Bei dieser Aufgabe wird der Nachweis der Wirksamkeit eines Arzneimittels, die Unbedenklichkeit und die angemessenen pharmazeutischen Qualität geprüft.
Die Medikamente, die von den BfArM zugelassen und registriert worden sind, sind über das Internet allgemein zugänglich (www.dimdi.de). Das BfArM sammelt und bewertet ebenfalls Berichte über Nebenwirkungen von bereits in den Verkehr gebrachten Medikamenten. Dies sind Berichte von Ärzten oder Apothekern, die aufgrund ihrer Berufsordnung verpflichtet sind, unerwünschte Nebenwirkungen zu melden (vgl. § 6 Muster-Berufsordnung für Ärtze). Ebenfalls sind pharmazeutische Unternehmen verpflichtet, spätestens 15 Tage nach dem bekannt werden schwer wiegender Nebenwirkungen, dies der zuständigen Behörde zu melden. Zusätzlich muss eine Warnung an die entsprechenden Fachkreise (Ärzte, Apotheken) herausgehen. Das BfArM hat die Befugnis zu entscheiden, ob z.B. die Gebrauchsinformationen für die entsprechenden Arzneimittel geändert werden müssen oder, wenn die Nebenwirkungen eines Arzneimittels als so schwerwiegend eingestuft, dass sie den Nutzen übersteigen,
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung skizziert den Überblick über das deutsche Gesundheitswesen und setzt den Fokus auf institutionelle Vernetzungen.
2 Institutionen auf Bundesebene: Dieses Kapitel erläutert die Rollen der Bundesministerien und nachgeordneter Bundesinstitute bei der Gestaltung der Gesundheitspolitik.
3 Institutionen auf Landesebene: Hier werden die Aufgaben und Zuständigkeiten der Landesbehörden sowie kommunaler Institutionen für die Gesundheitsversorgung beschrieben.
4 Die Institutionen der Krankenversicherung: Dieses Kapitel beleuchtet den Aufbau, die Finanzierung und die Selbstverwaltung der gesetzlichen und privaten Krankenversicherung.
5 Vertragsärztliche Versorgung: Hier werden die Aufgaben der Ärztekammern, Berufsverbände und Kassenärztlichen Vereinigungen sowie das Vertragsarztrecht dargelegt.
6 Krankenhausversorgung: Dieses Kapitel beschreibt die rechtlichen Grundlagen, die Krankenhausplanung, Versorgungsverträge und Vergütungsmodelle im Krankenhaussektor.
7 Arzneimittelversorgung: Dieser Abschnitt behandelt die Bedeutung, die gesetzlichen Rahmenbedingungen und die staatliche Überwachung der Arzneimittelzulassung.
8 Diskussion: Die Diskussion reflektiert aktuelle gesundheitspolitische Vorschläge zur Umgestaltung der Versorgungsstrukturen und deren mögliche systemische Konsequenzen.
Schlüsselwörter
Gesundheitswesen, Krankenversicherung, Gesundheitspolitik, Vertragsarztrecht, Arzneimittelzulassung, Bundesministerium für Gesundheit, Selbstverwaltung, Krankenhausplanung, Krankenhausfinanzierung, Sicherstellungsauftrag, Versorgungsverträge, Prävention.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit liefert einen strukturierten Überblick über die Institutionen und Akteure im deutschen Gesundheitswesen sowie deren Vernetzungen und Kompetenzen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Zu den Kernbereichen gehören die staatlichen Institutionen auf Bundes- und Landesebene, das Versicherungssystem, die ärztliche Versorgung, die Krankenhausversorgung und die Arzneimittelsicherheit.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Ziel ist es, ein Verständnis für die komplexen institutionellen Zuständigkeiten und die politischen Entscheidungsprozesse im deutschen Gesundheitssystem zu schaffen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine strukturierte deskriptive Analyse auf Basis relevanter Fachliteratur, SGB-Gesetzesgrundlagen und offizieller behördlicher Informationen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich entlang der institutionellen Hierarchien vom Bundesministerium bis hin zur vertragsärztlichen Versorgung und der Arzneimittelkontrolle.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Begriffe sind Gesundheitspolitik, Krankenversicherung, Selbstverwaltung, Sicherstellungsauftrag und Arzneimittelzulassung.
Welche Rolle spielt die "Konzertierte Aktion im Gesundheitswesen"?
Sie dient als beratendes Gremium, in dem verschiedene Akteure der Versorgung gemeinsam Empfehlungen zur Steigerung von Qualität und Wirtschaftlichkeit erarbeiten.
Wie bewerten die Autoren die mögliche Übertragung des Sicherstellungsauftrags an Krankenkassen?
Die Autoren mahnen zur Vorsicht und sehen darin einen möglichen Systembruch, der die solidarische Krankenversicherung gefährden und die Versorgungsstrukturen zergliedern könnte.
- Quote paper
- K. Pilgermann (Author), B. Schwering (Author), R. Krumkamp (Author), 2003, Institutionen im Gesundheitswesen: Aufgaben, Gesetzesgrundlagen und Vernetzungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/21985