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Klassische und operante Konditionierung

Title: Klassische und operante Konditionierung

Term Paper , 2003 , 23 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Dennis Möller (Author), Frank Hauß (Author)

Psychology - Social Psychology
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Summary Excerpt Details

Lange Zeit war die internationale Psychologie geprägt durch die Lerntheorien.
Lerntheorien sind für die Sozialpsychologie von solch hervorgehobener Bedeutung, da der
Mensch nur mit wenigen angeborenen Verhaltensweisen ausgestattet ist. Die meisten
notwendigen Teilprozesse und Voraussetzungen sozialer Interaktion müssen erst durch
Erfahrung erworben, also gelernt werden.1
Der Erfolg der Darwinschen Theorie der Evolution im zweiten Teil des 19. Jahrhunderts
ebnete den Weg für ein neues Verständnis des Lernens. Die Evolutionstheorie stellte den
Menschen in dieselbe biologische Entwicklungskette wie andere Lebewesen. Das
tierische Lernen wurde als Model des menschlichen Lernens betrachtet.
Unter diesem Einfluss sind die Prinzipien des Konditionierens zu sehen.2
Im Punkt 2 dieser Hausarbeit befasst sich Dennis Möller mit der Klassischen
Konditionierung, nach der ein Großteil des komplexen Verhaltensrepertoires, welches alle
Tiere und den Menschen kennzeichnet, in einfacher Reiz-Reaktions-Verbindungen
verstanden werden kann.
In dem von Frank Hauß erarbeiteten Punkt 3 dieser Hausarbeit, der sich mit dem
Operanten Konditionieren beschäftigt, wird diese Forschungsrichtung weiterverfolgt. Es
wird aufgezeigt, wie sich bei dieser Art des “instrumentellen” Lernens die
Umweltbedingungen des Probanten durch das Verhalten ändern. Der Punkt 4 der Hausarbeit wurde von Dennis Möller und Frank Hauß gemeinsam
erarbeitet. Hier wird aufgezeigt, in welchen (auch wechselseitigen) Beziehungen diese
beiden Konditionierungsarten stehen.
Die Einleitung und das Fazit der vorliegenden Hausarbeit wurden ebenfalls von ihnen
gemeinsam (nach zum Teil sehr heftigen, aber doch immer konstruktiven und sachlichen
Diskussionen) erarbeitet.

1 Vgl.: Herkner, Werner; Lehrbuch Sozialpsychologie; 2. Auflage; 1991; Verlag Hans Huber Bern; S.23;
(Im folgenden zitiert als: Herkner)
2 Vgl.: Krech, David; Crutchfield, Richard S.; Livison, Norman; Wilson jr., William A; Parducci, Allan;
Grundlagen der Psychologie; Psychologie Verlags Union Weinheim; 1992; Band 3; S. 7 (Im
folgenden zitiert als: Krech)

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung und Themeneingrenzung

2. Klassische Konditionierung

2.1 Der Pawlowsche Hund

2.2 Das Vokabular der klassischen Konditionierung

2.3 Konditionierung zweiter Ordnung

2.4 Positive und negative Auswirkungen klassischer Konditionierung

2.5 Die zeitliche Anordnung des Konditionierens

3. Operante Konditionierung

3.1. Verstärkung

3.2. Verhaltensausformung und Kettenbildung

3.3. Verstärkungspläne

3.4. Motivation und Leistung

3.5. Bestrafung

3.6. Löschung

4. Gemeinsamkeiten, Unterschiede sowie Beziehungen zwischen klassischem und operantem Konditionieren

5. Fazit und abschließende Bemerkungen

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Hausarbeit hat zum Ziel, die theoretischen Grundlagen der klassischen sowie der operanten Konditionierung darzustellen, ihre zentralen Mechanismen zu erläutern und diese anschließend in einen direkten Vergleich zu setzen, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Lernpsychologie aufzuzeigen.

  • Grundprinzipien der klassischen Konditionierung nach Iwan P. Pawlow.
  • Methodiken und Konzepte der operanten Konditionierung nach B.F. Skinner.
  • Die Bedeutung von Verstärkungsplänen und Bestrafung in Lernprozessen.
  • Vergleich der zeitlichen Abfolgen und der Rollen des Organismus bei beiden Konditionierungsformen.
  • Anwendungsbereiche der Konditionierung in Alltag und Gesellschaft.

Auszug aus dem Buch

2.1 Der Pawlowsche Hund

In dem kurzen Zeitraum von 1885 bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts gab es eine Fülle von Neuerungen und Entdeckungen auf dem Gebiet der Lernforschung. Neben Wissenschaftlern wie Thorndicke und Ebbinghaus war wohl Iwan Petrowitsch Pawlow (1849-1936) bahnbrechend auf diesem Gebiet. Die drei Psychologen, wobei Pawlow sich eher als Physiologie bezeichnete, obwohl seine Experimente fast ausschließlich psychologischer Natur waren, gelangten zu drei verschiedenen, wenn auch sich ähnelnden Ansätzen, wobei die Forschungen Pawlows wohl, wie schon beschrieben, am populärsten sind.

Bei der Pawlowschen Konditionierung (klassische Konditionierung) geht es hauptsächlich um die Paarung von Reizen. So folgt beispielweise dem Aufleuchten einer Glühbirne das Futter, egal ob der Hund speichelt, sich der Futterschüssel zuwendet oder aber auch dem ganzen Vorgang kein Interesse zuwendet. Diese Reize werden kontinuierlich immer wiederholt. Auch die Ratte kann als Versuchobjekt nichts daran ändern, dass sie wenige Sekunden nach dem Angehen eines Lichtes einen elektrischen Schlag erhält. Das Ausschlaggebende bei den Pawlowschen Experimenten ist, dass beliebige Reize, und zwar unabhängig vom Verhalten des Versuchsobjektes, gepaart werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung und Themeneingrenzung: Die Einleitung verortet die Lerntheorien innerhalb der Sozialpsychologie und gibt einen Ausblick auf die behandelten Konditionierungsformen.

2. Klassische Konditionierung: Dieses Kapitel erläutert die Grundlagen der Reiz-Reaktions-Kopplung anhand der Pawlowschen Experimente und führt die zentrale Fachterminologie ein.

3. Operante Konditionierung: Der Fokus liegt hier auf dem instrumentellen Lernen durch Konsequenzen, wobei Mechanismen wie Verstärkung, Shaping, Bestrafung und Löschung detailliert erklärt werden.

4. Gemeinsamkeiten, Unterschiede sowie Beziehungen zwischen klassischem und operantem Konditionieren: Hier erfolgt eine synoptische Gegenüberstellung beider Lernformen, wobei insbesondere die aktive Rolle des Lernenden bei der operanten Konditionierung hervorgehoben wird.

5. Fazit und abschließende Bemerkungen: Das Fazit resümiert die Bedeutung der Konditionierungslehre für die Psychologie und reflektiert deren Grenzen bei komplexeren menschlichen Lernprozessen.

Schlüsselwörter

Klassische Konditionierung, Operante Konditionierung, Pawlow, Skinner, Lernforschung, Verstärkung, Löschung, Reiz-Reaktions-Verbindung, Instrumentelles Lernen, Shaping, Bestrafung, Spontanerholung, Motivation, Konditionierung zweiter Ordnung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die zwei zentralen Strömungen der behavioristischen Lerntheorie: die klassische und die operante Konditionierung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit behandelt die experimentellen Grundlagen der Konditionierung, die Terminologie, Verstärkungsmechanismen, Methoden der Verhaltensformung sowie die Abgrenzung beider Lernkonzepte.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist die systematische Vorstellung beider Konditionierungsansätze sowie der Nachweis, in welchen Beziehungen diese Lernformen zueinander stehen.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Autoren nutzen eine literaturgestützte Analyse psychologischer Standardwerke, um die klassischen Experimente und deren theoretische Einordnung darzustellen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Darstellung der klassischen Konditionierung nach Pawlow und die operante Konditionierung nach Skinner, ergänzt durch einen analytischen Vergleich.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Konditionierung, Verstärkung, Reizkopplung, Verhalten, Pawlow, Skinner und Löschung.

Warum ist die zeitliche Anordnung bei der klassischen Konditionierung entscheidend?

Das Zeitintervall (ISI) beeinflusst die Effizienz der Reizkopplung; im Idealfall beträgt dieses ca. 0,5 Sekunden, um eine optimale Assoziation zwischen dem neutralen und dem unbedingten Reiz zu erreichen.

Wie unterscheidet sich die Rolle des Organismus bei den beiden Konditionierungsformen?

Bei der klassischen Konditionierung reagiert der Organismus passiv auf eine Reizpaarung, während er bei der operanten Konditionierung aktiv durch sein Verhalten auf die Umwelt einwirkt, um Konsequenzen zu erzielen.

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Details

Title
Klassische und operante Konditionierung
College
Hamburg University of Ecomomy and Policy
Course
Sozialpsychologie
Grade
2,0
Authors
Dennis Möller (Author), Frank Hauß (Author)
Publication Year
2003
Pages
23
Catalog Number
V21935
ISBN (eBook)
9783638254243
Language
German
Tags
Klassische Konditionierung Sozialpsychologie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dennis Möller (Author), Frank Hauß (Author), 2003, Klassische und operante Konditionierung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/21935
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