Einleitung
Das Hauptmotiv, dieses Thema für meine Arbeit zu wählen, war, dass ich mich während meines Praktikums im Jugendzentrum St. Veit intensiv mit den Staaten des ehemaligen Jugoslawiens, im Speziellen mit dem Kosovo, auseinandersetzte, um gewisse Verhaltensweisen der Jugendlichen untereinander besser verstehen zu können. Es kam unter anderem vor, dass sich bosnische Kinder nicht gerne mit albanischen unterhalten. Das hat in erster Linie mit dem Krieg zu tun und den Vorurteilen, die seit Jahrzehnten weitergetragen werden.
Auch ein Grund, warum ich mich für den Kosovo interessiere, war eine Schulfreundin und Nachbarin, an die ich mich im Zuge meiner Recherchen für die Arbeit wiedererinnerte. Sie war Kosovo-Albanerin und von einem auf den anderen Tag in unser Leben getreten, blieb kaum ein Jahr und verschwand so plötzlich, wie sie gekommen war. Damals verstand ich die Zusammenhänge nicht, da ich erst dreizehn war und wir, ihre Familie und ich, nicht darüber sprachen.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
1 Interkulturelle Pädagogik
1.1 Begriffserklärung
1.2 Am Anfang war die Ausländerpädagogik
1.3 Anwerbestopp
1.4 Interkulturelle Pädagogik
1.5 Interkulturelle Kompetenz
1.6 Mangel an kompetenten Lehrpersonal
2 Geschichte des Kosovos mit dem Schwerpunkt auf Bildung
2.1 Allgemeines
2.2 1913 London teilt Kosovo den Serben zu
2.3 Nach 1945
2.4 Die Diaspora
2.5 Das Memorandum
2.6 Die Blutrache
2.7 Ivan Stambolić und Slobadan Milošević
2.8 Kosovos Autonomie wird herabgestuft
2.9 Die Serbisierung
2.10 Der friedliche Widerstand der Kosovo-Albaner
2.11 Der Bosnienkrieg und das Dayton-Abkommen
3 Die Flucht aus dem Kosovo
3.1 Die UÇK geht aufs Ganze
3.2 Die Großmächte versuchen zu vermitteln
3.3 Die Nato Luftangriffe
3.4 Die Rückkehr der Flüchtlinge
3.5 Erneute Unruhen im Kosovo und die Unabhängigkeit Kosovos
4 Bildung im Kosovo
4.1 Bildung im Kosovo nach 1945
4.2 Ausbau der schulischen Infrastruktur
4.3 Die Serbisierung und „Underground“ Schulen
4.4 Der Wiederaufbau des Bildungssystems
4.5 Was sich seit 1999/2000 für die Schüler geändert hat
5 Bildung von Schülern mit Migrationshintergrund in Deutschland
5.1 Schüler mit Migrationshintergrund schneiden schlechter ab
5.2 Ursachen
6 Fazit
7 Literaturverzeichnis
„Es gibt nur eins, was auf Dauer teurer ist als Bildung, keine Bildung.“
John F. Kennedy
Häufig gestellte Fragen
Was ist Interkulturelle Pädagogik?
Sie ist eine Weiterentwicklung der Ausländerpädagogik und zielt auf die Vermittlung interkultureller Kompetenzen in einer pluralistischen Gesellschaft ab.
Wie hat sich das Bildungssystem im Kosovo historisch entwickelt?
Die Arbeit beleuchtet die Zeit nach 1945, die Phase der Serbisierung mit „Underground-Schulen“ und den Wiederaufbau nach 1999.
Warum schneiden Schüler mit Migrationshintergrund in Deutschland oft schlechter ab?
Die Arbeit analysiert Ursachen für diese Bildungsbenachteiligung und verweist auf strukturelle Mängel sowie sprachliche Barrieren.
Was war der friedliche Widerstand der Kosovo-Albaner im Bildungsbereich?
Als Reaktion auf die serbische Bildungspolitik bauten die Kosovo-Albaner ein paralleles, privates Bildungssystem in Wohnhäusern und Kellern auf.
Welche Rolle spielt die Diaspora für den Kosovo?
Die Arbeit geht auf die Bedeutung der im Ausland lebenden Kosovaren für die Entwicklung und Unterstützung des Landes ein.
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- Michaela Hübner (Author), 2013, Bildung für Jedermann?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/214412