Die immense Bedeutung von technologischen Innovationen für die gesamte Wirtschaft ist detailliert analysiert und empirisch bestätigt worden. Schon für den österreichischen Ökonom Joseph Schumpeter handelte es sich bei einer Innovation um etwas Grandioses und Erstrebenswertes. So ist es, um einen langfristigen Erfolg sicherzustellen, für jeden Unternehmer unabdingbar nach Innovationen zu streben. Doch auch die Möglichkeiten der Unternehmen Innovationen zu leisten, sind vielfältig. Dem gegenüber stehen Imitationen in weniger glanzvollem Licht, was die Frage aufwirft, ob Imitation eine geeignete Strategie für den Mittelstand in dessen Innovationsarbeit darstellt.
Eine im Dezember 2011 vorgestellte Studie der KfW zeigt, dass der deutsche Mittelstand immer weniger neue Produkte auf den Markt bringt und sich zunehmend auf Imitationen spezialisiert. Es scheint, als hätten schon viele KMU den Nutzen der Imitation erkannt. Bewährt sich die Entscheidung für Imitation statt Innovation? Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dem Potenzial der Imitation für KMU.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Definitorische Klärung der zentralen Begriffe
2.1 Abgrenzung des verwendeten Mittelstandsbegriffs
2.2 Abgrenzung des verwendeten Innovationsbegriffs
2.3 Abgrenzung des verwendeten Imitationsbegriffs
3. Innovations- und Imitationsarbeit in KMU
3.1 Verteilung der Innovation und Imitation in KMU .
3.2 Die Forschungs- und Entwicklungsleistung von KMU
3.3 Innovationsrisiken
4. Das Vorkommen von Imitationen
4.1 Die Imitation im Diffusionsprozess
4.2 Der Zeitpunkt des Markteintritts der Imitation
4.3 Konsequenzen für das Erscheinungsbild der Imitation
5. Die Ähnlichkeit von Innovation und Imitation
6. Die Imitation als Entscheidung des Managements
6.1 Das technologische Fachwissen der Imitatoren .
6.2 Imitation als bewusste Entscheidung des Unternehmers
6.3 Markteintrittsbarrieren als Entscheidungsgrundlage
7. Ursachen für den Erfolg von Imitationen
8. Zusammenfassung und Fazit
Literaturverzeichnis
Häufig gestellte Fragen
Ist Imitation eine sinnvolle Strategie für den Mittelstand?
Die Arbeit untersucht, ob Imitation statt teurer Innovation für KMU eine geeignete Strategie sein kann, um Markteintrittsrisiken zu senken und von bestehenden Marktentwicklungen zu profitieren.
Was unterscheidet Innovation von Imitation?
Innovation bezeichnet die Einführung von etwas gänzlich Neuem, während Imitation die bewusste Übernahme und oft auch Verbesserung bereits existierender Produkte oder Prozesse ist.
Welche Risiken birgt Innovationsarbeit für KMU?
Kleine und mittlere Unternehmen tragen oft hohe Forschungs- und Entwicklungskosten sowie das Risiko des Scheiterns, was ihre finanzielle Stabilität gefährden kann.
Warum setzen deutsche KMU zunehmend auf Imitation?
Laut einer KfW-Studie spezialisieren sich immer mehr KMU auf Imitationen, da sie so bewährte Technologien nutzen und technologische Markteintrittsbarrieren leichter überwinden können.
Was sind die Ursachen für den Erfolg von Imitatoren?
Imitatoren können oft kostengünstiger produzieren, Fehler der Pioniere vermeiden und in einen bereits vorbereiteten Markt eintreten.
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- Gerrit Klein (Author), 2012, Imitation statt Innovation. Handlungsspielräume für kleine und mittlere Unternehmen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/214128