Diese Arbeit beschäftigt sich im Allgemeinen mit den sozioökonomischen Verhältnissen in Nordwestargentinien. Jedoch soll es sich hierbei nicht um eine reine siedlungs- und wirtschaftsgeographische Analyse der Region handeln. Im Gegensatz zu der geläufigen Differenzierung auf Provinzebene, soll der Ansatzpunkt darin bestehen, dynamische Räume von stagnierenden zu unterscheiden. Der Titel dieser Arbeit postuliert die These, dass in Argentiniens Nordwesten das Tiefland ein dynamischer „Aktivraum“ sei, während das Hochland in Stagnation verweilt bzw. verfällt. Inwieweit diese These der Realität entspricht soll in der vorliegenden Arbeit erörtert werden. Selbstverständlich kann sie in diesem Rahmen nur einen Überblick liefern. Um den heutigen Zustand zu begreifen, werden zunächst historische Zustände aufgearbeitet, auf welchen gegenwärtige Strukturen aufbauen. Auf den vielfältigen Naturraum kann im Umfang dieser Arbeit nicht eingegangen werden. Jedoch soll auf die große Bedeutung der unterschiedlichen naturräumlichen Ausstattung des Nordwestens hingewiesen werden. Jede der naturräumlichen Einheiten birgt individuelle Chancen und Risiken. Die ungleichen natürlichen Voraussetzungen, aber auch das regionale historische Erbe prägen daher die sozio-ökonomische Entwicklung jeder regionalen Einheit. Das Resultat sind eine räumliche Fragmentierung und soziale Disparitäten auf verschiedenen Maßstabsebenen, welche hier etwas näher beleuchtet werden sollen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Der Nordwesten Argentiniens
3. Historischer Überblick
3.1. Vorkoloniale Phase
3.2. Kolonialzeit
3.3. Industrialisierung
3.4. Urbanisierung am Beispiel der Provinz Tucumán
4. Aktuelle Strukturen
4.1. Siedlungsstruktur
4.2. Bevölkerungsverteilung
4.3. Wirtschaftliche Strukturen
4.3.1. Tiefland
4.3.2. Hochland
5. Sozialgeographische Disparitäten
5.1. Armutsgeographie
5.2. Bevölkerungsentwicklung
6. Verkehr
7. Moderne Verflechtungen zwischen Hoch- und Tiefland
8. Fazit
9. Literaturverzeichnis
Abkürzungsverzeichnis
Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Weinanbaugebiete im NOA
Abbildung 2: Saltas Weinstraße
Abbildung 3: Haushalte mit nicht befriedigten Grundbedürfnissen
Abbildung 4: Bevölkerungsentwicklung im NOA
Abbildung 5: Relative Bevölkerungsänderung in Catamarca
Abbildung 6: Relative Bevölkerungsänderung in Jujuy
Abbildung 7: Relative Bevölkerungsänderung in Salta
Abbildung 8: Relative Bevölkerungsänderung in Tucumán
Tabellenverzeichnis
Tabelle 1: Bevölkerungsdaten der Región Noroeste Argentino
Tabelle 2: Rebflächen in Nordwestargentinien
Tabelle 3: Die bedeutendsten Lagerstätten in Nordwestargentinien
Frequently Asked Questions
What is the main thesis of the study on Northwest Argentina?
The study postulates that the lowlands of Northwest Argentina are a dynamic active space, while the highlands are experiencing stagnation or decline.
How does the historical heritage influence the region's development?
The socio-economic development is shaped by colonial history, industrialization phases, and urbanization, which created regional disparities.
What are the socio-economic differences between the highlands and lowlands?
The lowlands show higher economic dynamics and urban growth, while the highlands face issues like poverty and unsatisfied basic needs.
What role does the wine industry play in Northwest Argentina?
Regions like Salta are significant for wine production, contributing to the economic structure through viticulture and tourism (e.g., the Wine Route).
What are 'spatial fragmentation' and 'social disparities' in this context?
They refer to the unequal distribution of wealth, infrastructure, and population growth across different natural and administrative units in the region.
- Quote paper
- B.Sc. Matthias Breuer (Author), 2011, Nordwest-Argentinien. Dynamik im Tiefland – Stagnation im Hochland?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/214052