Mobbing und Cybermobbing – wie sich bereits allein aus der großen Ähnlichkeit beider Begriffe konstatieren lässt, handelt es sich hierbei fraglos um zwei Begriffe, die in einem engen Zusammenhang zueinander stehen. Wohingegen der Begriff Mobbing bereits in den sechziger Jahren erstmals und verstärkt in den 1980er- und 90er Jahren aufkam, ist das Phänomen Cybermobbing ein solches, das erst durch die flächendeckende Computer- und Internetnutzung aktuell wurde. Eine der vielen, neu entstehenden Fragen ist nun, wie auf die neue Situation zu reagieren ist. Ergeben sich durch die neue Dimension des Internets neu, unüberbrückbare Schwierigkeiten? Sind die bereits entwickelten Anti-Mobbing-Konzepte noch adäquat für dieses neue Problem? Genau diese Fragen versucht dieser Aufsatz zu beantworten. Dabei erscheint es sinnvoll, zunächst von begrifflichen Unterschieden auszugehen, um prinzipielle Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Problemlagen zu verdeutlichen.
Cybermobbing – Ein wirklich neues Phänomen mit neuen erforderlichen Präventions- und Interaktionsstrategien?
Mobbing und Cybermobbing – wie sich bereits allein aus der großen Ähnlichkeit beider Begriffe konstatieren lässt, handelt es sich hierbei fraglos um zwei Begriffe, die in einem engen Zusammenhang zueinander stehen. Wohingegen der Begriff Mobbing bereits in den sechziger Jahren erstmals und verstärkt in den 1980er- und 90er Jahren aufkam, ist das Phänomen Cybermobbing ein solches, das erst durch die flächendeckende Computer- und Internetnutzung aktuell wurde. Eine der vielen, neu entstehenden Fragen ist nun, wie auf die neue Situation zu reagieren ist. Ergeben sich durch die neue Dimension des Internets neu, unüberbrückbare Schwierigkeiten? Sind die bereits entwickelten Anti-Mobbing-Konzepte noch adäquat für dieses neue Problem? Genau diese Fragen versucht dieser Aufsatz zu beantworten. Dabei erscheint es sinnvoll, zunächst von begrifflichen Unterschieden auszugehen, um prinzipielle Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Problemlagen zu verdeutlichen.
Mobbing ist ein Begriff, der unglaublich weit gefasst ist. Das meint, dass Mobbing eine unglaubliche Bandbreite an Handlungen umfasst, die andere schikanieren. Einfach ausgedrückt: So vielfältig Persönlichkeiten sind, so vielfältig sind die Mobbing-Strategien und Schwächen der anderen, die ausgenutzt werden können. Eine einheitliche Definition ist daher nur schwer möglich. Kindler allerdings, kommt zu folgender Definition, die zumindest einige der wichtigsten Merkmale durch deren große Reichweite umschließt: „ „Mobbing basiert auf einem relativ stabilen Machtgefälle, es ist eine dauerhafte, grundlegende Gewaltform, die regelmäßig ausgeübt wird und sich in schädigenden Handlungen zeigt.“ (Kindler 2009: S. 13) Es ist allerdings nicht unumstritten, ab welchem zeitlichen Rahmen von regelmäßig zu sprechen ist. Als Faustregel kann gelten, dass entsprechende Handlungen wöchentlich mindestens zwei bis drei Monate andauern, um von Mobbing sprechen zu können.
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Häufig gestellte Fragen
Was ist der wesentliche Unterschied zwischen Mobbing und Cybermobbing?
Während klassisches Mobbing seit Jahrzehnten bekannt ist, entstand Cybermobbing erst durch die flächendeckende Nutzung von Computern und dem Internet, was dem Phänomen eine neue mediale Dimension verleiht.
Wie definiert die Forschung Mobbing?
Nach Kindler basiert Mobbing auf einem stabilen Machtgefälle und ist eine dauerhafte Gewaltform, die regelmäßig in Form schädigender Handlungen ausgeübt wird.
Ab wann spricht man zeitlich gesehen von Mobbing?
Als Faustregel gilt, dass die entsprechenden schädigenden Handlungen wöchentlich über einen Zeitraum von mindestens zwei bis drei Monaten andauern müssen.
Sind herkömmliche Anti-Mobbing-Konzepte für Cybermobbing geeignet?
Die Arbeit untersucht genau diese Frage, da die neue Dimension des Internets zusätzliche Schwierigkeiten mit sich bringt, die in traditionellen Konzepten eventuell nicht vollständig abgedeckt sind.
Welche Rolle spielt die Anonymität im Internet beim Cybermobbing?
Obwohl im Abstract nicht explizit vertieft, deutet die „neue Dimension des Internets“ auf veränderte Hemmschwellen und Erreichbarkeiten hin, die über den physischen Raum hinausgehen.
- Quote paper
- Sebastian Ketting (Author), 2013, Cybermobbing. Ein wirklich neues Phänomen mit neuen erforderlichen Präventions- und Interaktionsstrategien?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/213981