Ausgehend vom Brennpunkt USA, hat sich die dortige Immobilienkrise zu einer Krise mit globalen Ausmaßen entwickelt. Allgemeinhin als „Finanzkrise“ bekannt, ist diese Krise mittlerweile zu einer Bedrohung der stabilen und intakten Weltwirtschaft geworden. Banken kündigen Verluste und Abschreibungen in Höhe von Milliarden an oder sind vereinzelt von der Insolvenz betroffen. Regierungen springen mit Garantien und Rettungspaketen ein oder verstaatlichen schwer angeschlagene Geschäftsbanken. Die Auswirkungen auf die Realwirtschaft waren zunächst gering. Doch spätestens als die Automobilbranche horrende Absatz- und Gewinneinbrüche verkündete, war die Finanzkrise auch beim „kleinen Mann“ angekommen. Wie in anderen Nationen auch, versprach auch die deutsche Regierung, diese Auswirkungen durch entsprechende Maßnahmen, die sogenannten „Konjunkturpakete“, eindämmen zu wollen.
Diese Hausarbeit soll also vor dem Hintergrund der Wirtschaftskrise, auch an Beispielen, darstellen, welche Möglichkeiten des wirtschaftspolitischen Handelns und Eingreifens dem Staat gegeben sind und wie diese hinsichtlich Wirkung und zukünftiger Tragfähigkeit beurteilt werden können.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Fragestellung und Zielsetzung dieser Arbeit
- Erläuterung des Aufbaus und des Inhalts dieser Arbeit
- Volkswirtschaftliche Grundlagen
- Volkswirtschaftliche Grundansätze - Klassik und Keynesianismus
- Ordnungs- und Prozesspolitik in einer Marktwirtschaft
- Die Ziele der Wirtschaftspolitik
- Staatliche Interventionen und die Finanzkrise
- Wirtschaftspolitische Maßnahmen
- Wirtschaftliches Abschotten - Der Protektionismus
- Aktuelle Beispiele staatlichen Eingreifens auf Grund der Finanzkrise
- Pro und Contra der staatlichen Eingriffe
- Pro und Contra gemäß den volkswirtschaftlichen Theorien
- Pro und Contra an realen Beispielen
- Fazit und Ausblick
- Fazit / Eigene Meinung über wirtschaftspolitische Handlungsoptionen
- Prognosen der Wirtschaft und Erwartungen der EU
- Literaturverzeichnis
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Hausarbeit befasst sich mit den wirtschaftspolitischen Handlungsoptionen des Staates vor dem Hintergrund der Finanzkrise. Ziel ist es, die Möglichkeiten des staatlichen Eingreifens in die Wirtschaft darzustellen und deren Wirkung und Tragfähigkeit zu beurteilen. Dabei werden die theoretischen Grundlagen der Volkswirtschaft, insbesondere die klassische und keynesianische Theorie, sowie die Ordnungs- und Prozesspolitik beleuchtet. Die Arbeit analysiert die verschiedenen wirtschaftspolitischen Maßnahmen, die zur Bewältigung der Finanzkrise ergriffen wurden, und diskutiert die Vor- und Nachteile dieser Maßnahmen.
- Staatliche Interventionen in der Wirtschaft
- Klassische und keynesianische Wirtschaftspolitik
- Finanzkrise und ihre Auswirkungen
- Protektionismus und Globalisierung
- Wirtschaftspolitische Maßnahmen und deren Bewertung
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in die Fragestellung und Zielsetzung der Arbeit ein und beleuchtet die aktuelle Situation der Finanzkrise. Das zweite Kapitel beschäftigt sich mit den volkswirtschaftlichen Grundansätzen, insbesondere der klassischen und keynesianischen Theorie, sowie der Ordnungs- und Prozesspolitik. Das dritte Kapitel erläutert die verschiedenen wirtschaftspolitischen Maßnahmen, die der Staat zur Bewältigung der Finanzkrise ergreifen kann, und diskutiert den Protektionismus als eine Möglichkeit des wirtschaftlichen Abschottung. Das vierte Kapitel analysiert die Vor- und Nachteile staatlicher Interventionen in der Wirtschaft, sowohl aus theoretischer als auch aus praktischer Sicht.
Schlüsselwörter
Die Schlüsselwörter und Schwerpunktthemen des Textes umfassen die Finanzkrise, Wirtschaftspolitik, staatliche Interventionen, klassische und keynesianische Theorie, Ordnungs- und Prozesspolitik, Protektionismus, Globalisierung, Konjunkturpakete, Arbeitsmarktpolitik, Geldpolitik, Fiskalpolitik, Haushaltsdefizit, EU-Wirtschaftspolitik, OECD-Wirtschaftsausblick.
Häufig gestellte Fragen
Was sind Konjunkturpakete und warum wurden sie geschnürt?
Konjunkturpakete sind staatliche Maßnahmenbündel, die darauf abzielen, die negativen Auswirkungen einer Wirtschaftskrise abzufedern und die Nachfrage sowie Investitionen anzukurbeln.
Was ist der Unterschied zwischen Klassik und Keynesianismus?
Die Klassik vertraut auf die Selbstheilungskräfte des Marktes, während der Keynesianismus staatliche Eingriffe und Investitionen fordert, um wirtschaftliche Instabilitäten auszugleichen.
Welche Rolle spielt der Protektionismus in der Wirtschaftskrise?
Protektionismus bezeichnet die Abschottung der eigenen Wirtschaft durch Zölle oder Handelshemmnisse. Er wird in Krisen oft diskutiert, birgt aber die Gefahr, den Welthandel langfristig zu schädigen.
Welche Ziele verfolgt die staatliche Wirtschaftspolitik?
Zu den Hauptzielen gehören Preisstabilität, ein hoher Beschäftigungsgrad, außenwirtschaftliches Gleichgewicht und ein stetiges, angemessenes Wirtschaftswachstum.
Warum griff der Staat während der Finanzkrise in den Bankensektor ein?
Um einen kompletten Zusammenbruch des Finanzsystems zu verhindern, boten Regierungen Garantien an oder verstaatlichten angeschlagene Banken, da deren Insolvenz die gesamte Realwirtschaft bedroht hätte.
- Quote paper
- Thomas Lippke (Author), 2009, Wirtschaftspolitische Handlungsoptionen vor dem Hintergrund der Finanzkrise, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/213650