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Das amnestische Syndrom am Beispiel von H.M.

Title: Das amnestische Syndrom am Beispiel von H.M.

Essay , 2003 , 8 Pages , Grade: 1 (sehr gut)

Autor:in: Mona Abdel-Hamid (Author)

Psychology - Biological Psychology
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Summary Excerpt Details

Ich möchte über das Schicksal des Patienten H.M berichte, da es einerseits
natürlich ein sehr tragisches Schicksal ist, jedoch auf der anderen Seite eine Art
Meilenstein darstellt. Es hat wesentlich zur Erkenntnis über die Strukturen des
Gehirns und über Prozesse des Gedächtnisses beigetragen. H.M. hatte medikationsresistente, epileptische Anfälle, deren Fokus in den
medialen Bereichen des linken und des rechten Temporallappens lag. Da die
Anfälle häufig und schwerwiegend waren, entschloss man sich zur bilateralen
medial-temporalen Lobektomie (Entfernung eines Teils eines
Neokortexlappens). Betroffen waren neben dem Neokortexbereich auch große
Teile des Hippocampus und die Amygdala.
Bevor ich jedoch auf erhaltene Fähigkeiten und Defizite eingehe, die H.M nach
der OP aufwies, möchte ich kurz auf die verschiedenen Gedächtnissysteme
eingehen, die jeder Mensch besitzt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Der Fall H.M

2. Die Gedächtnissysteme (KZG & LZG, episodisch & semantisch, explizit 6 implizit)

3. Störungen des expliziten Gedächtnisses (anterograde & retrograde Amnesie)

4. Nun zurück zu H.M.

5. Erhaltene Fähigkeiten

6. Neuronale Grundlagen

7. Erklärung für die H.M. Symptomatik

8. Rehabilitation

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht das amnestische Syndrom anhand des berühmten Patienten H.M., um dessen neurologische Defizite und die daraus resultierenden Erkenntnisse für die Gedächtnisforschung darzustellen.

  • Analyse des klinischen Falls H.M. nach einer bilateralen medial-temporalen Lobektomie.
  • Differenzierung der verschiedenen menschlichen Gedächtnissysteme (KZG, LZG, explizit, implizit).
  • Untersuchung der neuronalen Korrelate und der Konsolidierungsprozesse im Gehirn.
  • Gegenüberstellung von gestörten expliziten Leistungen und erhaltenen impliziten Lernfähigkeiten.
  • Diskussion von Rehabilitationsmöglichkeiten und Grenzen therapeutischer Interventionen bei amnestischen Patienten.

Auszug aus dem Buch

1.) Der Fall H.M.

H.M. hatte medikationsresistente, epileptische Anfälle, deren Fokus in den medialen Bereichen des linken und des rechten Temporallappens lag. Da die Anfälle häufig und schwerwiegend waren, entschloss man sich zur bilateralen medial-temporalen Lobektomie (Entfernung eines Teils eines Neokortexlappens). Betroffen waren neben dem Neokortexbereich auch große Teile des Hippocampus und die Amygdala.

Bevor ich jedoch auf erhaltene Fähigkeiten und Defizite eingehe, die H.M nach der OP aufwies, möchte ich kurz auf die verschiedenen Gedächtnissysteme eingehen, die jeder Mensch besitzt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Der Fall H.M: Einführung in die Krankengeschichte des Patienten H.M. und die chirurgische Notwendigkeit einer bilateralen medial-temporalen Lobektomie.

2. Die Gedächtnissysteme (KZG & LZG, episodisch & semantisch, explizit 6 implizit): Theoretische Fundierung der Gedächtnisarchitektur, unterteilt in zeitliche Komponenten und inhaltliche Kategorien.

3. Störungen des expliziten Gedächtnisses (anterograde & retrograde Amnesie): Erläuterung der Pathologien des expliziten Gedächtnisses, insbesondere der anterograden und retrograden Amnesie als Leitsymptome.

4. Nun zurück zu H.M.: Spezifische Darstellung der bei H.M. beobachteten Defizite, insbesondere der schweren anterograden Amnesie trotz intaktem Kurzzeitgedächtnis.

5. Erhaltene Fähigkeiten: Aufzeigen der bei H.M. verbliebenen Lernleistungen im Bereich des impliziten Gedächtnisses.

6. Neuronale Grundlagen: Untersuchung der Rolle limbischer Strukturen und der hippokampalen Formation bei der Konsolidierung neuer Informationen.

7. Erklärung für die H.M. Symptomatik: Verknüpfung der spezifischen Läsionen mit der Ausprägung des amnestischen Syndroms und Abgrenzung zu erhaltenen impliziten Lernformen.

8. Rehabilitation: Darlegung der Möglichkeiten und Herausforderungen bei der therapeutischen Kompensation amnestischer Defizite.

Schlüsselwörter

H.M., Amnestisches Syndrom, anterograde Amnesie, Hippocampus, Gedächtnissysteme, Langzeitgedächtnis, implizites Gedächtnis, explizites Gedächtnis, bilaterale Lobektomie, Konsolidierung, limbische Schleifen, Neuropsychologie, Gedächtnisforschung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beleuchtet das amnestische Syndrom am prominenten Beispiel des Patienten H.M. und erläutert dessen Bedeutung für das Verständnis menschlicher Gedächtnisprozesse.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die neuropsychologische Architektur des Gedächtnisses, die Auswirkungen medial-temporaler Läsionen sowie die Unterscheidung zwischen expliziten und impliziten Gedächtnisleistungen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die spezifischen Symptome des Patienten H.M. zu erklären und darzulegen, wie diese Läsionen unser Verständnis über die neuronale Verankerung des Langzeitgedächtnisses geformt haben.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf neuropsychologischen Fallstudien und etablierter Literatur basiert, um die neuroanatomischen Grundlagen von Gedächtnisstörungen zu analysieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die Gedächtnissysteme definiert, die Fallstudie H.M. detailliert untersucht und die neuronalen Grundlagen für die Konsolidierung von Informationen sowie Rehabilitationsansätze diskutiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie H.M., Amnesie, Hippocampus, Gedächtnissysteme und Konsolidierung charakterisiert.

Warum konnte H.M. trotz seiner massiven Amnesie bestimmte motorische Fertigkeiten erlernen?

Da sein implizites Gedächtnis, welches auf den Basalganglien und anderen intakten Regionen beruht, von der Lobektomie weitgehend unbeeinträchtigt blieb, konnte er motorisches Lernen und Perceptual Learning weiterhin vollziehen.

Inwieweit spielt die Zentrale Exekutive eine Rolle bei der Gedächtnisstörung?

Die Zentrale Exekutive ist essenziell für die Steuerung der Aufmerksamkeit und der Subsysteme des Arbeitsgedächtnisses; bei Patienten mit amnestischem Syndrom kann eine Beeinträchtigung der Exekutivfunktionen die Kompensation von Gedächtnislücken zusätzlich erschweren.

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Details

Title
Das amnestische Syndrom am Beispiel von H.M.
College
Ruhr-University of Bochum  (Psychologie)
Grade
1 (sehr gut)
Author
Mona Abdel-Hamid (Author)
Publication Year
2003
Pages
8
Catalog Number
V21349
ISBN (eBook)
9783638249898
Language
German
Tags
Syndrom Beispiel
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Mona Abdel-Hamid (Author), 2003, Das amnestische Syndrom am Beispiel von H.M., Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/21349
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