Der Herr der Ringe ist ein Mythos, der schon seit vielen Jahren besteht und unzählige
Male in der Filmbranche adaptiert wurde. Keines der Werke war aber so detailreich und
komplex wie die Produktion von Peter Jackson. Wer Tolkiens Werke in seiner
Gesamtheit bereits gelesen hat, wundert sich nicht darüber, dass auch die
Filmproduktion als Trilogie herausgebracht wurde, obwohl nahezu alle Dreharbeiten in
einem Zug geleistet wurden. Dieses einzigartige Epos unterlag einer scharfen Kritik
unterschiedlicher Seiten. Tolkiens „Herr der Ringe-Mythos“ galt vor Peter Jackson als
unrealisierbar. Vorangehende Werke wurden als Trickfilme gestaltet, da die
Komplexität der Handlung, die Vielseitigkeit der Landschaften und die Reichhaltigkeit
der Kulturen und Rassen mit digitalen Medien nicht umzusetzen war. Was jedoch
niemand abstreiten kann, ist der Erfolg der Filme. Aktuell belaufen sich die
Einspielergebnisse international auf ca. 2,9 Milliarden Dollar1. Alte Diskussionen
wurden neu entfacht und wieder einmal wurde die Frage aufgeworfen, inwiefern
Tolkiens Herr der Ringe eine Allegorie zur Heilsgeschichte der Christenheit darstellt.
Nachdem J.R.R. Tolkiens Sohn, Christropher R.R. Tolkien, eine enorme Materialmenge
unvollendeter Abschriften seines Vaters zu Ende geführt und herausgebracht hat und
unter anderem den Briefkontakt zu beratenden Persönlichkeiten als Buch verfasst hat,
gelingt es ihm, Intentionen des Mythos noch präziser aufzuklären und darzulegen. Diese
Arbeit soll einen Einblick in Tolkiens Gedanken schaffen und in die Filmadaption
Jacksons hineinfließen. Dokumentierte Filmszenen bieten greifbare Argumente und
interessante Sichtweisen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Hintergrund
2.1. Peter Jackson
2.2. John Ronald Reuel Tolkien
3. Vorgeschichte
3.1. Tolkiens „Silmarillon“
3.2. Tolkiens „Der kleine Hobbit“
4. Tolkiens Intension
5. Peter Jacksons „Der Herr der Ringe“
5.1. Vorwort
5.2. Die Gefährten
5.2.1. Prolog
5.2.2. Das Fest
5.2.3. Der eine Ring
5.2.4. Der Auftrag
5.2.5. Der Verrat
5.2.6. Bruchtal
5.2.7. Die Gemeinschaft
5.2.8. Moria
5.2.9. Lórien
5.2.10. Getrennte Wege
5.3. Die Zwei Türme
5.4. Die Rückkehr des Königs
6. Fazit
7. Literaturquellen
Häufig gestellte Fragen
Ist „Der Herr der Ringe“ eine christliche Allegorie?
Die Arbeit untersucht, inwiefern Tolkiens Werk als Allegorie zur christlichen Heilsgeschichte verstanden werden kann, basierend auf Tolkiens eigenen Intentionen und Briefen.
Wie unterscheidet sich Peter Jacksons Verfilmung von früheren Adaptionen?
Jacksons Trilogie gilt als besonders detailreich und komplex. Im Gegensatz zu früheren Trickfilm-Versionen nutzte er moderne digitale Medien, um die Vielseitigkeit von Mittelerde darzustellen.
Welche Rolle spielte J.R.R. Tolkiens Sohn Christopher für das Verständnis des Werks?
Christopher Tolkien hat unvollendete Abschriften veröffentlicht und Briefwechsel editiert, die die religiösen und mythologischen Intentionen seines Vaters präziser aufklären.
Werden konkrete Filmszenen auf biblische Motive analysiert?
Ja, die Arbeit nutzt dokumentierte Szenen aus allen drei Filmen (Die Gefährten, Die zwei Türme, Die Rückkehr des Königs), um religiöse Sichtweisen greifbar zu machen.
Was sind das „Silmarillion“ und „Der kleine Hobbit“ im Kontext dieser Arbeit?
Diese Werke bilden die mythologische Vorgeschichte und werden herangezogen, um Tolkiens gesamtes Weltbild und seine Intentionen besser zu verstehen.
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- Waldemar Löffler (Author), 2013, Biblische Motive in Peter Jacksons "Herr der Ringe", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/212806